Mit der letzten Ausstellung in der Königsfelder Galerie K3 möchte Alexander Höllwarth ein Ausrufezeichen setzen. Antonio Zecca und Ralph Schulz stellen ihre Werke aus.
Eine facettenreiche Begegnung in der Königsfelder Galerie K3 – das verspricht die neue und gleichzeitig letzte Ausstellung unter Galerist Alexander Höllwarth in den Räumen in der Königsfelder Gartenstraße. Mit Antonio Zecca und Ralph Schulz präsentieren zwei Künstler Seite an Seite ihre Werke.
Zwei starke Positionen, die es in einer Ausstellung zu verschmelzen gelte, wie Höllwarth im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Dem Betrachter soll ab kommenden Samstag, 24. Januar, – an diesem Tag findet die Vernissage statt – ein feines Gleichgewicht der beiden künstlerischen Standpunkte präsentiert werden – und das selbstredend ohne diese zu verwässern.
Genau diese „Fragile Balance“ soll in den Räumen der Galerie spürbar werden. „Die Werke von Antonio Zecca und Ralph Schulz verschmelzen zu einem Dialog über menschliche Existenz, Materialität und Ausdruckskraft.“
Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Künstler, deren Bildsprache eine große Gemeinsamkeit aufweist: Beide rücken, wie Höllwarth berichtet, vor allem die menschliche Figur in den Vordergrund.
Auch Solarmodule werden zur Leinwand
Mit welchen Mitteln Zecca und Schulz ihre Werke erstellen, unterscheidet sich hingegen stark. Während Schulz seine Werke teils auf alte Küchenfronten oder auch Photovoltaik-Paneele bannt, geht Zecca einen eher klassischen Weg und malt auf Leinwände. In Königsfeld stellt er zudem drei Skulpturen aus glasiertem Ton aus.
Zecca, der 1962 in Italien geboren wurde, ist mittlerweile künstlerisch fest im Raum Singen verankert, wo er als Maler, Zeichner, Objekt- und Installationskünstler tätig ist. Menschliche Figuren prägen seine Bildsprache. Inhaltlich aber geht seine Kunst weit darüber hinaus. „Wer länger vor diesen Bildern steht, merkt, wie sich die eigene innere Balance mitverschiebt: Man beginnt weniger nach Motiven zu fragen, und mehr danach, was einen selbst im Gleichgewicht hält“, schildert Höllwarth in einem Schreiben zur Ausstellung.
„Ein spannungsreicher Dialog zwischen modernen Technologie und seelischer Tiefe“ – mit diesen Worten beschreibt Höllwarth das, was Schulz mit seinen Werken auslöst. Der 1973 in Waldshut geborene Künstler schafft figürliche Acrylwerke auf innovativen Materialien.
Letzte Ausstellung voller Intensität
Mehr und mehr füllt sich die Galerie bereits seit mehr als einer Woche mit den Werken der beiden Künstler – alles ist bereit für eine Ausstellung, welche die Räume der Galerie „noch einmal bis in die Ecken hinein mit Spannung, Dialog und leiser, sehr klarer Intensität“ füllen soll, wie Höllwarth ankündigt.
Der Galerist setzt mit der Schau, die am Sonntag, 1. März, endet, seinen Schlussakkord in Königsfeld. Nach etwa zwei Jahren gibt er die Galerie schweren Herzens wieder auf, wie er unserer Redaktion jüngst schilderte.
Rund um die Ausstellung
Vernissage
Eröffnet wird die Ausstellung in der Galerie K3 in der Königsfelder Gartenstraße am kommenden Samstag, 24. Januar. Um 17 Uhr beginnt die Vernissage, bei der Bürgermeister Fritz Link die Eröffnungsrede hält. Zudem sind die beiden Künstler vor Ort.
Öffnungszeiten
Besucht werden kann die Ausstellung von Sonntag, 25. Januar, bis Sonntag, 1. März, zu den Öffnungszeiten der Galerie. Diese sind mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Am Sonntag, 1. März, ist ab 14 Uhr Finissage.