Die baden-württembergische Landesministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, hat im Rahmen ihrer Städtebaureise am Dienstag die Gemeinde Baiersbronn besucht.
Die baden-württembergische Landesministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, hat im Rahmen ihrer Städtebaureise am Dienstag die Gemeinde Baiersbronn besucht. Begleitet wurde die Ministerin von der Landtagsabgeordneten Katrin Schindele, Mitglied im Ausschuss für Landesentwicklung und Wohnen des Landtags. Die Gemeinde zeigte eindrucksvoll, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.
Höhepunkt des Besuchs war die Übergabe eines Förderbescheids in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Insgesamt flossen bereits 11,2 Millionen Euro Städtebaufördermittel nach Baiersbronn.
Förderung muss ankommen
Ministerin Razavi betonte in Baiersbronn die Bedeutung einer praxistauglichen Städtebauförderung. Die angekündigte Erhöhung der Bundesmittel sei richtig und wichtig, müsse aber mit einer Vereinfachung der Verfahren einhergehen: „Mehr Geld allein reicht nicht. Kommunen brauchen Planungssicherheit, verständliche Antragswege und digitale Prozesse. Förderung darf nicht zum Hindernis werden“, wird Razavi zitiert.
Bereits jetzt scheiterten Projekte in manchen Städten daran, dass Personal und Ressourcen fehlten, um komplexe Antragsverfahren zu bewältigen. Das Land wolle deshalb die eigenen Programme weiter vereinfachen und anwendungsfreundlicher gestalten.
Impulsgeber Gartenschau
Ein Motor vieler Maßnahmen in Baiersbronn ist die Gartenschau 2025, welche gemeinsam mit der Stadt Freudenstadt durchgeführt wird. Beim Auftakt am Platzmeisterhaus und bei zwei Rundgängen durch Friedrichstal und das Unterdorf wurden verschiedene Maßnahmen vorgestellt – von der Neuordnung öffentlicher Plätze über Modernisierungen bis hin zu landschaftsplanerischen Akzenten.
Die Ministerin zeigte sich besonders beeindruckt von der Entwicklung der Grün- und Freiflächen in der Gemeinde. „Viel Raum für Sport und Bewegung, Plätze und Wege zum Verweilen und Flanieren: Die Grün- und Freiflächen in Baiersbronn haben durch die Städtebauförderung einen echten Booster erfahren. Auch die Erneuerung des ehemaligen Platzmeisterhauses ist ein echtes Leuchtturmprojekt. Ich freue mich, dass unsere Städtebaufördermittel hier viel Gutes bewirken,“ wird Razavi wiedergegeben.
Ein besonderes Höhepunkt: Die Maßnahme am ehemaligen Platzmeisterhaus wurde mit der Bronzeplakette für vorbildliche Städtebauförderung ausgezeichnet, welche persönlich von der Ministerin an Bürgermeister Michael Ruf übergeben wurde.
Auch die Landtagsabgeordnete Katrin Schindele würdigte das Engagement der Gemeinde:„Hier in Baiersbronn sieht man, wie Städtebauförderung nicht nur Gebäude, sondern ganze Ortsbilder und Lebensräume verändert. Als Ausschussmitglied freut es mich besonders, solche Ergebnisse konkret vor Ort zu erleben.“
Innenentwicklung im Fokus
Die Maßnahmen rund um das „Xentrum“, die Bike-Area, die neue Murgbrücke, die Aufwertung der Freudenstädter Straße und die Sportplätze am Johannes-Gaiser Schulzentrum sind Beispiele dafür, wie Städtebau ganz konkret die Lebensqualität verbessert. „Zu einer gelungenen städtebaulichen Entwicklung gehört nicht nur Förderung – sondern auch eine Kommune mit Tatkraft und Ideen. Wenn Baiersbronn weiterhin einen so guten Weg der Innenentwicklung geht, begleiten wir das gerne“, so Razavi.
Die Gemeinde setzt auch in Zukunft auf die Unterstützung des Landes – insbesondere bei der Fortführung erfolgreicher Entwicklungsprozesse: „Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser Partnerschaft, denn gerade jetzt brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, um Lebensqualität zu sichern und weiter auszubauen“, wird Ruf zitiert.