So sieht der Motorik-Parcours im neuen Schömberger Kur- und Heilwald aus. Foto: Albert M. Kraushaar

Viel Lob gab es am Samstag, aber auch hohe Erwartungen wurden geäußert bei der Einweihung der neuen Attraktion Kur-Heilwald.

Viele Persönlichkeiten und Einrichtungen von der Touristik und Kur (TuK) über die Schömberger Kliniken bis hin zum Naturpark Nordschwarzwald und der Deutschen Akademie für Waldbaden & Gesundheit haben sich mit ihren Ideen in die mehr als 200 000 Euro teure Investition eingebracht. Mit dabei auch das Mitglied des deutschen Bundestags, Klaus Mack, der solche Anziehungspunkte als besonders wichtig bezeichnete. „Gesundheit und Schömberg gehören zusammen. Hier geht es darum, den Wald neu zu erleben“, sagte der CDU-Abgeordnete über den Ort mit 70 Prozent Waldanteil. 40 Hektar davon wurden in das Projekt Kur- und Heilwald eingezogen.

 

Große Visionen

Der circa drei Kilometer lange Rundkurs wird durch sieben Stationen, unter anderem einen „Motorik-Parcours“, „Sinnesstationen“ und „Jägersteig“, aufgewertet. Letzterer besteht aus einem starken Anstieg, der das Herz-Kreislauf-System stärken soll. Die offizielle Einweihung war geprägt von großen Visionen. So soll der Kur- und Heilwald besonders bei Atemwegerkrankungen, Herz-Kreislauf- sowie orthopädischen und psychosomatischen Erkrankungen helfen.

Stärkung des Klinikstandorts

Parallel soll das Projekt Schömberg für Tagungs- und Übernachtungsgäste attraktiver machen, den Erholungswert steigern und Schömberg als Klinikstandort mit Gesundheitstourismus stärken. „Der Kur- und Heilwald steht allen Nutzergruppen von den Touristen über Klinikpatienten bis hin zur Bevölkerung offen“, erklärte Matthias Leyn. Der Bürgermeister umriss den langen Weg von der Idee (2017) über die Vorstellung des Projekts im Gemeinderat (2018), Planung über die Anträge und Bewilligung von Fördergeldern (November 2020), den Baubeginn Mitte 2023 bis zur Fertigstellung im April 2024.

Lange Tradition

Dass die Entscheidung, das Projekt zu realisieren, auf Schömberg gefallen ist, lag auch an der langen Tradition, die die Glücksgemeinde mit ihrer besonderen topographischen Lage mit sauerstoffreichen und reizstoffarmen Luft als Heilklimatischer Kurort der Premium-Klasse ausweist. „Der Kurort mit seinen drei Kliniken hat beste Voraussetzungen, um die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes zu nutzen“, heißt die Vision.

Auszeit vom Alltag und Erholung

Waldbaden sei heute in aller Munde, bestätigte Matthias Leyn. Es gehe um Erholung in der Natur und eine Auszeit vom Alltag. TuK-Leiter Ulrich Döbereiner und Selina Schneller stellten den zahlreichen Gästen am Einstieg in den Motorik-Parcours mit seinem Seilelabyrinth, Hangel-Anlage, Balancier- und Kombi-Brücken plus „Heißem Draht“ die entsprechenden Fakten und Zahlen vor. Sie erläuterten die verschiedenen Stationen bis zu den Einstiegsmöglichkeiten in den Rundkurs sowie Parkmöglichkeiten. Ganz wichtig war ihnen der Anschluss an die Kinder– und Psychosomatische Fachklinik sowie das Reha-Zentrum, für die der Kur- und Heilwald neue Möglichkeiten bieten würde. Ihr Dank galt auch Revierleiter Axel Volkert für die fachliche Unterstützung, dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, vertreten durch die stellvertretende Geschäftsführerin Yvonne Flesch, und Beate von Borcke von der deutschen Akademie für Waldbaden & Gesundheit.