So funktioniert Nachhaltigkeit: Erst füllte sich die Festhalle im Ortsteil Istein mit Dingen aller Art, dann füllten sich die Besucher beim „Bring und Hol“ die Taschen umsonst.
Vor 28 Jahren hat Wilfried Bussohn vom SPD Ortsverein Efringen-Kirchen die „Bring und Hol“-Veranstaltung ins Leben gerufen. Seit 2013 organisiert Armin Schweizer die Aktion.
Am Samstag war es wieder soweit: Am Vormittag konnte alles, was ausgedient hat und weiterziehen darf, in die Festhalle Istein gebracht werden.
Dreißig freiwillige Helfer hatten in drei Schichten viel zu tun, bis alles auf den Tischen gerichtet war.
Im Übergangsbereich zur Schule wurden die großen Teile, wie technisches Gerät, Kindersitze oder Lampen deponiert. Dort fand sich auch unter anderem eine schöne Wiege, die jedoch nicht mitgenommen wurde.
In der Halle war, nach Themen sortiert, alles rund um den täglichen Bedarf aufgebaut. Kleidung und Schuhe, allesamt in bestem Zustand, stapelten sich auf den Tischen entlang der Hallenwand, gleich daneben ein Tisch voller Gläser, Vasen, Geschirr, Dekorationsartikel.
Weihnachtsdeko und Blumentöpfe
Auf dem nächsten Tisch lag unglaublich viel Weihnachtsdekoration, von bunten Kugeln, bis hin zu witzigen Nikoläusen oder zauberhaften Engeln. Bilder, Nippes, Blumentöpfe in allen Farben und Formen, auch dieser Tisch war reichlich belegt.
Und dann gab es noch einen weiteren Tisch, auf dem sich Töpfe, Siebe und Tupperware oder Backformen stapelten, eben alles für den Haushalt. Lesestoff für Groß und Klein, Kassetten, CD, Schallplatten, auch dieser Tisch war übervoll.
Ein Kinderparadies tat sich vor der Bühne auf
Nicht zuletzt der Bereich vor der Bühne: Ob kleine Küche, Wiege für die Puppe, Schlitten oder unendlich viele Spiele, vor den Augen tat sich ein wahres Kinderparadies auf. Wer Stofftiere mag, dem fiel die Entscheidung angesichts der Masse bunter, weicher Tierchen schwer.
Um 13.30 Uhr dann ging die Türe auf und die Besucher, die zuvor schon vor der Halle gewartet hatten, strömten in den Saal. Um 15 Uhr war die Aktion beendet und die Tische so gut wie leer geräumt. „Es wurde in diesem Jahr mehr gebracht, als im vergangenen Jahr“, stellte Armin Schweizer fest.
Mehr Besucher als im vergangenen Jahr
Auch konnten mehr Besucher als 2024 gezählt werden. Und, obwohl an der Türe angeschrieben worden sei, dass keine Händler zugelassen sind, sei es zu einem unangenehmen, ärgerlichen Zwischenfall gekommen. Ein ganzer Clan aus Frankreich sei eingefallen und habe sich bedient. Nachdem dies jedoch aufgefallen war, wurden diese Leute aus dem Saal gewiesen und erhielten Hausverbot, berichtete Schweizer.
Was übrig bleibt, wird gespendet
Was passiert mit dem Rest, der auf den Tischen bleibt? Die warme Kleidung und die Schuhe werden an die Wärmestube in Weil am Rhein und in die Kleiderkammer der Gemeinschaftsunterkunft in Efringen-Kirchen weitergegeben. Vom Erlös des Eintrittspreises werden die Unkosten beglichen, erklärte der Organisator, der sich über die sehr gute Resonanz an diesem Nachmittag freute.