Der Lörracher Hauptausschuss hat sich für eine Erhöhung der Parkgebühren ausgesprochen. Und : In Hauingen soll eine Stelle für die Schulsozialarbeit eingerichtet werden.
Was kann, was darf die Verwaltung fürs Parken in der Stadt verlangen? Mit der geplanten Gebührenanpassung liege Lörrach immer noch unter den Gebühren zahlreicher vergleichbarer Städte, argumentiert Fachbereichsleiter Klaus Dullisch in der Sitzungsvorlage. In der Vorberatung wurde die vorgeschlagene Erhöhung der Gebührensätze für die einzelnen Zonen trotz markanter Preissteigerung unterstützt.
Debatte über die Bewohnerparkausweise
Bei der Erhöhung der Preise für Bewohnerparkausweise beantragte dagegen Ulrike Krämer, Fraktionsvorsitzende der CDU, getrennte Abstimmung im Gemeinderat, der am 18. Dezember abschließend über die Vorlage entscheiden wird. Teile der Fraktion würden die Erhöhung von 120 auf 180 Euro im Jahr nicht mittragen – zu groß sei dieser Sprung. Deshalb sollen die Gebührenerhöhungen für die Parkzonen und die Bewohnerausweise getrennt abgestimmt werden.
Dies rief den Widerspruch von Günter Schlecht (SPD) und Matthias Lindemer (Freie Wähler) hervor. Beide bezeichneten die künftige Preisgestaltung als vertretbar – nicht zuletzt angesichts der kommunalen Haushaltslage. Matthias Koesler (FDP) wurde konkret: Bei einem Betrag in Höhe von 180 Euro pro Jahr koste der Bewohnerparkausweis „49 Cent pro Tag für das Parken im öffentlichen Raum“. Dies sei absolut „okay“, sagte Koesler.
Schulsozialarbeit an der Hauinger Grundschule
An der Astrid-Lindgren-Grundschule Hauingen soll die Schulsozialarbeit etabliert werden. Zwar wurde der Bedarf für die Einrichtung einer 60-Prozent-Stelle ermittelt, aber die Verwaltungsvorlage sah aufgrund der aktuellen Haushaltslage die Aufschiebung der Stelle „auf unbestimmte Zeit“ vor. Dies wollte der Hauptausschuss nicht mittragen. Die Notwendigkeit sei gegeben – die Stelle sollte eingerichtet werden, so der weitgehende Konsens im Gremium.
Die Astrid-Lindgren-Grundschule ist eine Halbtagsschule mit Schulkindbetreuung, einer Vorbereitungsklasse und einer Grundschulförderklasse. Aktuell besuchen 181 Schüler die Hauinger Schule.
„Die seit Jahren immer weiter gestiegene Schülerzahl, deren Heterogenität sowie der erhöhte Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund führen zu verschiedensten Problem- und Belastungssituationen im Schulalltag“, schreibt Fachbereichsleiterin Ilona Oswald in der Vorlage. Im Schulbezirk der Astrid-Lindgren-Schule befindet sich auch die Gemeinschaftsunterkunft Brombach. Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft, die in besonderen Belastungssituationen stünden, würden durch die neue Umgebung, neue Lehrkräfte und neue Mitschüler in besonderer Weise gefordert und benötigten eine entsprechende Begleitung, heißt es.
Landratsamt bestätigt den Stellenbedarf
Der Bedarf und das Anliegen, eine Stelle der Schulsozialarbeit an der Astrid-Lindgren- Schule einzurichten, bestehe schon länger. Dies habe das Landratsamt im Mai 2025 nach einer Prüfung bestätigt. Der SAK – er ist seit Jahren für die Schulkindbetreuung vor Ort verantwortlich – soll von der Verwaltung als Träger für diese Stelle vorgeschlagen werden.
Das letzte Wort hat der Gemeinderat.