Silas Brecht (von links), Patrick Gompper und Benedikt Hoffmann haben am Schanzenlauf der Feuerwehr Oberstdorf teilgenommen. Oben angekommen, wurden die Hechinger Feuerwehrleute mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Foto: Hoffmann

Drei Feuerwehrmänner aus Hechingen haben am Schanzenlauf in Oberstdorf teilgenommen. 1200 Stufen mussten erklommen werden – ihr Fazit: eine geniale Veranstaltung.

Fitnesstraining gehört für Feuerwehrleute zur Vorbereitung kräftezehrender Einsätze dazu. Dass sie über eine besonders gute Kondition verfügen, haben jüngst Benedikt Hoffmann, Silas Brecht und Patrick Gompper von der Feuerwehr Hechingen, Abteilung Stadt, bewiesen. Das Trio hat nämlich beim Schanzenlauf der Feuerwehrkollegen in Oberstdorf teilgenommen. Dieser fand bereits zum dritten Mal statt. Dabei galt es die rund 1200 Stufen – beziehungsweise 162 Höhenmeter – der Heini-Klopfer-Skiflugschanze auf einer Distanz von 412 Metern zu bewältigen. Wohlgemerkt in Atemschutzausrüstung.

 

„Eine super coole Erfahrung“, wie Benedikt Hoffmann im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Die Aussicht vom Startbalken, von dem sich im Winter Skisprungstars wie Andreas Wellinger oder Karl Geiger abstoßen, sei grandios gewesen. „Das Wetter war prima, der Blick auf das Alpenpanorama dementsprechend super“, berichtet Hoffmann weiter.

In der Gesamtwertung reichte es zu Platz 49

Gestartet sind Hoffmann und Brecht in einem Zweierteam. In 14 Minuten und 46 Sekunden haben sie die Strecke vom Schanzenauslauf zum Balken überwunden. In der Gesamtwertung erreichte das Duo den 49. Platz. Patrick Gompper, der sich als Nachrücker einen Startplatz sicherte, belegte im gemischten Tandem mit einem Feuerwehrkollegen aus Berkheim in der Altersklasse über 40 Rang 3 in 17 Minuten und 22 Sekunden.

Die Belastung für die rund 600 Teilnehmer war beim Schanzenlauf, den die Feuerwehr Oberstdorf ausgerichtet hat, enorm: Die Ausrüstung der Feuerwehrleute wiegt zwischen 30 und 40 Kilogramm.

Eine intensive Vorbereitung ist daher unumgänglich. Hoffmann betont, dass er mit seinen Mitstreitern seit dem Frühjahr mindestens einmal pro Woche in Atemschutzausrüstung trainiert hat.

Die Trainingsörtlichkeiten sind durchaus kurios: „Wir haben das Parkhaus in Hechingen genutzt, dank der Balinger Kollegen auch das ehemalige Schwesternwohnheim am Balinger Krankenhaus“, informiert der Hechinger Feuerwehraktive.

Hintergrund sei, dass so viele Stufen am Stück gar nicht so einfach zu finden seien. Das Parkhaus beispielsweise habe immerhin zehn Stockwerke, da kämen ein paar Treppen zusammen.

Trainingsstätten mit vielen Stufen gesucht

Regelmäßig führte das Training die Schanzenläufer auch auf das Zellerhorn oder hoch zur Burg Hohenzollern. Aber: „Stufen sind nochmal eine andere Belastung als Höhenmeter“, weiß Hoffmann.

Nach den positiven Erfahrungen im bayrischen Oberstdorf kündigt das Trio an, im kommenden Jahr erneut teilnehmen zu wollen. Der Wunsch, bei solch einer Veranstaltung mitzumachen, habe ohnehin schon länger bestanden. Durch die Corona-Pandemie sei das Projekt aber eingeschlafen, danach seien die Hechinger Feuerwehrleute bei der Startplatzvergabe leer ausgegangen.

Umso glücklicher war das Trio, dass es dieses Jahr in Oberstdorf geklappt hat. und wer weiß: Vielleicht kann die sehr gute Zeit bei einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr ja noch getoppt werden. Übrigens: Die absolute Bestzeit liegt laut Feuerwehr Oberstdorf bei neun Minuten und 51 Sekunden.