Zwei Dotternhausener Feuerwehrleute machten mit beim Schonacher Schanzenlauf. Mario Maurer berichtet von den Erlebnissen und über die Strapazen.
Eigentlich nutzen Wintersportler die Schonacher Skisprungschanze dafür, möglichst weit ins Tal hinunter zu springen. Vor Kurzem aber nahmen Feuerwehrleute die Anlage in Beschlag, um auf eine ganz andere Art an ihre sportlichen Grenzen zu kommen – mittendrin zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dotternhausen.
Zusammen mit seinem Kameraden Bernd Scheerer meldete sich Mario Maurer beim Schanzenlauf in Schonach an. „Das war schon ein imposanter Anblick, als wir unten im Stadion ankamen und das erste Mal hinaufschauten“, erinnert sich Maurer. „Da fragt man sich dann schon, wieso mache ich so etwas nur.“
636 Stufen gilt es zu überwinden
112 Höhenmeter und 636 Stufen galt es zu überwinden. „Zu Beginn haben wir uns gut überlegt, welche Strategie wir fahren sollen“, sagt der 35-Jährige. Die beiden haben sich dazu entschieden, ein Tempo kontinuierlich durchzuziehen.
Mit dieser Strategie haben sie die richtige Wahl getroffen. In 7 Minuten und 30 Sekunden bezwangen die beiden Feuerwehrleute aus Dotternhausen die ungewöhnliche Strecke. „Immer wenn einer von uns etwas nachgelassen hat, wurde er direkt gepusht, so haben wir uns nach oben gekämpft“, sagt Maurer, der seit rund 20 Jahren bei der Feuerwehr aktiv dabei ist.
Die besondere Herausforderung für die Feuerwehrleute: Sie erklommen die Stufen nicht in kurzer Sporthose und T-Shirt, sondern in voller Montur – mit Atemschutz. „Das ist noch mal eine besondere Herausforderung, da wir unter der Maske nicht normal atmen können“, berichtet Maurer.
Zur Vorbereitung sind die beiden mehrmals unter diesen Bedingungen den Plettenberg hochgelaufen, um sich ein wenig an die Tortur zu gewöhnen.
Das hat sich gelohnt: In ihrer Wertungsklasse belegten die beiden de vierten Platz. „Knapp am Treppchen vorbei, aber dennoch super zufrieden“, bilanziert der ausgebildete KFZ-Meister.
Das erfolgreiche Abschneiden beim Schonacher Schanzenlauf sei nicht nur fürs eigene Ego eine gute Sache gewesen, meint Maurer. „Zwei Tage nach der Aktion stand bei uns die jährlich vorgeschriebene Atemschutzstrecke an, die wir absolvieren müssen. Die Übung meisterten wir dieses Jahr quasi im Vorbeigehen.“
Viel Lob an den Veranstalter
Auch wenn Maurer zum ersten Mal beim Schonacher Schanzenlauf teilnahm. Ganz neu sind solche Events für ihn nicht. Seit zwei Jahren testet der 35-Jährige beim Rottweiler Towerrun ebenfalls seine Grenzen.
Lobend erwähnte Maurer die Arbeit der Veranstalter. „Da war alles super durchdacht. Abläufe und Verpflegung nach dem Lauf waren sehr gut organisiert“, sagte Maurer. Der Schonacher Schanzenlauf wurde veranstaltet von der Freiwilligen Feuerwehr Schonach und dem Förderverein Freiwillige Feuerwehr Schonach. Es war die zweite Auflage des Events.