Feuersegnung, Osterkerzen und die Botschaft der Auferstehung standen im Mittelpunkt der Gottesdienste im Oberen Bregtal.
Die Feier der Osternacht ist für die Christen in aller Welt, also auch im Bregtal, der zentrale Punkt im Kirchenjahr. Denn in dieser Nacht vom Karsamstag zum Sonntag ist nach der biblischen Überlieferung Jesus auferstanden.
Die Feiern zur Auferstehung finden daher immer in dieser Nacht zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang statt. Seit einigen Jahren ist es in Furtwangen dabei Tradition, die Auferstehung am frühen Sonntagmorgen vor Sonnenaufgang zu feiern.
Eine große Schar Gläubiger war dazu wieder in die Pfarrkirche St. Cyriak gekommen. Wie bei allen Feiern zur Osternacht begann dies mit der Segnung des Feuers und der Osterkerze sowie der Entzündung der Kerze vor der Kirche im Freien, bevor dann Pfarrer Harald Bethäuser mit „Christus, das Licht“ in die Kirche einzog.
Am Samstagabend gab es im Bregtal drei weitere Feiern der Osternacht. Hier hat die Osternacht der alt-katholischen Kirche am Ilben einen besonderen Charakter.
Eine ökumenische Feier
Inzwischen bereits seit 30 Jahren feiern hier die Alt-Katholiken gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde in einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Joachim Sohn und Gabriele Sander-Bauer die Osternacht.
Dazu gab es dann noch die Feiern zur Osternacht in Vöhrenbach St. Martin mit Vikar Pröbstle und Gütenbach St. Katharina mit Pfarrer Bethäuser. Für Pröbstle war bei seiner Botschaft an die Gottesdienstbesucher wichtig, dass die drei Tage Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern eine Einheit darstellen. Das Osterlicht zeige, als Ritus in der Kirche verteilt und die Kirche erhellend, dass der Sieg Jesu jedes Dunkel vertreibt. In der alt-katholischen Pfarrkirche „Christi Auferstehung“, die damit an Ostern auch ihr Namensfest feiert, betonte Prädikantin Gabriele Sander-Bauer, dass Gottes Liebe durch den Tod hindurch reiche. Dekan Joachim Sohn segnete nach der Eucharistie Ostereier, die an die Teilnehmer verteilt wurden.
Für Pfarrer Bethäuser ist es wesentlich, dass Ostern das Leben hin auf eine Zukunft drehe, die Gott baue. Er komme auf die Menschen zu und suche sie.