Beim Stammtisch der Rottweiler CDU wird Oberbürgermeister Christian Ruf (Mitte) flankiert von der Stadtverbandsvorsitzenden Miriam Kammerer (links) und deren Stellvertreter Axel Wenzler, der die Regie bei der Veranstaltung führte. Foto: Baumgartner

Oberbürgermeister Christian Ruf spricht beim CDU-Stammtisch neben dem JVA-Neubau auch über die Stadtentwicklung.

Oberbürgermeister Christian Ruf stand beim Stammtisch der Rottweiler CDU Rede und Antwort und informierte über den Neubau der Justizvollzugsanstalt (JVA).

 

Das „Vorprogramm“ zum Stammtisch startete am Info-Point an der JVA-Baustelle. Auf „einer der größten Baustellen des Landes Baden-Württemberg“ würden rund 280 Millionen Euro investiert, berichtete Ruf. Die künftig 502 Inhaftierten sowie etwa 300 Bedienstete mit ihren Familien, die in Rottweil wohnen werden, führen zu einem Anstieg der Einwohnerzahl – was sich positiv auf die Finanzzuweisungen des Landes auswirkt. In Zeiten knapper Haushalte sei das von großer Bedeutung.

Ruf erinnerte an den erfolgreichen Bürgerentscheid vor zehn Jahren, bei dem sich 58 Prozent der Wähler für den JVA-Standort aussprachen.

Entscheidungen stehen an

Beim anschließenden Stammtisch im neu eröffneten „Goldenen Apfel“ kamen auch Themen der Wunschbaumaktion zur Sprache. Der Stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Axel Wenzler und die Mitgliederreferentin Annette Wenzler griffen Anliegen aus dem Bereich Verkehr auf.

Ruf verwies auf das im Bau befindliche Parkhaus Stadtmitte Süd auf der „Groß’schen Wiese“ und kündigte Entscheidungen zum Zentralen Umsteigeplatz für Busse sowie zur Umgestaltung des Friedrichsplatzes an. Letzteres werde während der Bauzeit spürbare Einschränkungen mit sich bringen, aber langfristig die Aufenthaltsqualität verbessern.

Bezüglich der Schulsanierungen erklärte Ruf, dass bei zwölf städtischen Schulen stufenweise vorgegangen werden müsse. Zum Einzelhandel und zur Gastronomie appellierte er: „Wir alle, Sie und ich, müssen die vorhandenen Angebote auch nutzen!“ Die Stadt unterstütze mit Programmen wie dem Sanierungsprogramm „Stadtmitte“ und dem neuen Mietförderprogramm. Wichtig sei, sich auf Themen zu konzentrieren, bei denen die Stadt direkt etwas bewirken könne.