Manuel Hagel möchte Ministerpräsident werden, weil er der nächsten Generation ein besseres Land hinterlassen möchte. Das sagte er beim Neujahresempfang der CDU in Trossingen.
„Sehr früh im Jahr treffen wir uns, um das politische Jahr 2026 zu eröffnen“, sagte die Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss zu Beginn des Neujahrsempfangs des CDU-Kreisverbands Tuttlingen, der auf Initiative des Trossinger CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Vosseler zum ersten Mal im Konzerthaus in Trossingen veranstaltet wurde.
Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Handwerk, aber auch ein paar „Neugierige“ waren gekommen, um beim Auftakt des Wahlkampfs von Guido Wolf als Landtagskandidat im Wahlkreis Tuttlingen/Donaueschingen dabei zu sein. Vor allem wollten viele Manuel Hagel hören, der als CDU-Spitzenkandidat die Nachfolge von Winfried Kretschmann als Ministerpräsident antreten möchte.
Umrahmt wurde der Neujahrsempfang musikalisch mit jazzigen Wintersongs vom Saxophonquartett unter Leitung von Stefanie Jansen.
Ein Epochenumbruch
„Wir erleben gerade einen Epochenumbruch“, so Maria-Lena Weiss. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, es wird ein entscheidendes Jahr 2026 werden mit Erneuerungen.“ Ein wesentlicher Teil davon werde in Baden-Württemberg stattfinden – „und wenn dies einer kann mit frischen Ideen, dann ist es Manuel Hagel, der unser Land und unsere Heimat neu gestaltet“.
Lautstark und kampfbetont zeigte sich Landtagskandidat Guido Wolf. „Wir wollen ein Land der Möglichkeiten sein, denn Baden-Württemberg kann mehr als es heute zeigt“ und „Leistung muss sich in diesem Land wieder spürbar lohnen“. Deshalb kämpfe er darum „dass wir erneut das direkte Mandat der CDU in den Wahlkreisen Tuttlingen/Donaueschingen holen“. Die Baden-Württembergische CDU habe in den letzten zehn Jahren mit den Koalitionspartnern gute Arbeit geleistet „aber es war mehr auf Verwalten statt auf Gestalten ausgerichtet“, Manuel Hagel könne das Land aus dem Dornröschenschlaf herausholen.
Der Hauptredner des Abends, Spitzenkandidat Manuel Hagel zeigte sich locker mit einem sympathischen Lächeln und hochmotiviert auf den Wahlkampf. Trossingen sei überall im ganzen Land, meinte er eingangs.
Die Stimmung in Baden-Württemberg sei so, „als ob immer alles schlechter wird und automatisch alles den Bach runter geht“. Diese Probleme seien aber in den letzten 20 Jahren entstanden „in denen jede Partei einmal regiert hat“.
Ein positives Bild
Jetzt gelte es, wieder ein positives Bild von Baden-Württemberg zu schaffen, „die Hütte brennt, und es wird ein entscheidendes Jahr 2026 werden“. Dass man bei Bildung und Wissenschaft ins Mittelfeld abgerutscht sei, passe nicht zu Baden-Württemberg „wir müssen wieder aufs Treppchen, alles andere ist eine Schande für unser Land“, betonte Hagel.
Frühkindliche Bildung
Man müsse den Schwerpunkt auf frühkindliche Bildung legen. „Zuerst die deutsche Sprache lernen, und dann in die Schule“, sagte er mit Blick auf ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr. Real- und Hauptschulen gelte es zu stärken. Hauptschulen seien keine „Resteschulen“, hätten aber ein Imageproblem. Chancengleichheit am Start, aber nicht Ergebnisgleichheit am Ziel ist die Forderung von Manuel Hagel mit Blick auf Schul-, Ausbildung und Studium.
„Wer will, dass Autos produziert werden, muss auch wollen, dass Autos gefahren werden – egal mit welchem Motor, Hauptsache in Baden-Württemberg gebaut“, so er 37-Jährige Spitzenkandidat. Wille und Ziel sei es auch, in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg weltweiter Medizinproduktionsstandort Nummer eins zu werden – „das ist die Chance auf 10 000 Arbeitsplätze“.
Dem Opferschutz widmen
Zum Thema Videoüberwachung meinte Hagel „wir dürfen nicht nur Täterschutz betreiben, sondern müssen uns dem Opferschutz widmen und wollen, dass die Kommune selbst entscheiden kann, wo eine Kamera für die Sicherheit hängt“ und sprach dabei der Trossinger Bürgermeisterin, die derzeit mit dem Datenschutz zu kämpfen hat, aus dem Herzen.
Einsatz verhindert
Zum Abschluss wurde Manuel Hagel von den Sternsingern, die gemeinsam mit Guido Wolf auf die Bühne kamen, überrascht. Dank der schnellen Reaktion von anwesenden Feuerwehrkameraden und des Hausmeisters, konnte kurz zuvor ein Einsatz der Feuerwehr verhindert werden – der im Foyer aufsteigende Rauch aus dem Weihrauchkessel der Sternsinger hätte beinahe die Brandmeldeanlage im Konzerthaus ausgelöst.