Das Carsharing-Auto war in den vergangenen Jahren in einem Hof an der Hebelstraße geparkt. Nun hat es seinen endgültigen Parkplatz in der Ortsmitte gefunden.
Die Carsharing-Initiative aus Hausen freut sich, dass das Carsharing-Auto wieder in der Mitte des Dorfes platziert ist. Es steht auf dem Parkplatz in der Dorfmitte. Dort haben sich die Initiative-Mitglieder Deborah Jennrich, Silke Heyenga, Delia Kuhnert und ihr Mann Martin, Peter Brendlin, Hausens Hauptamtsleiterin Christiane Hulla, die SPD-Gemeinderäte Hermann Lederer und Stefanie Hahn, Guiseppe Castiglione (Planung und Bauleitung bei Naturenergie) und Katharina Jeggle (Mitarbeiterin im Fachbereich Photovoltaik und Mobilität bei der Naturenergie Holding) am Mittwoch Nachmittag versammelt.
Einst stand das Fahrzeug an der Hauptstraße, dann wurde es an der Seitenwand der Grundschule platziert. Dort musste es weg wegen der Feuerwehrzufahrt. Im Zuge der Neugestaltung der Ortsmitte wurde es fast zwei Jahre in einem Hof an der Hebelstraße geparkt, verschwand aus der öffentlichen Wahrnehmung und die Nutzungszahlen gingen zurück. „Nach Fertigstellung der neuen Ortsmitte zum Hebelfest 2025 war ein Umzug „unseres“ Fahrzeugs immer noch nicht möglich, da die Ladesäule am neuen Standort „vergessen“ worden war“, sagt Deborah Jennrich. Nun, wo sie da ist, ist das Fahrzeug wieder sichtbar ins Zentrum gerückt. Sie ist stolz, dass es seit fast zwölf Jahren ein Carsharing-Fahrzeug im Hebeldorf gibt.
Altes Fahrzeug hatte geringe Reichweite
Silke Heyenga sagt, das Angebot von Natursharing werde sehr gut angenommen.18-Jährige mit Führerschein müssen jetzt nicht mehr ihren Vater fragen, ob sie mit seinem Auto fahren dürfen, sie leihen sich für eine Spritztour das Carsharing-Auto aus. Die Hausenerin freut sich darüber, dass das neue Fahrzeug eine größere Reichweite hat. Mit den alten sei man „fast nicht bis Freiburg gekommen.“ Sie sagt, wer im Jahr weniger als 10 000 Kilometer fahre, habe mit Carsharing geringere Kosten als mit einem eigenen Auto. Ein Vorteil sei auch, dass man sich beim Carsharing nicht um die Pflege und Reparatur des Fahrzeugs kümmern müsse.
Guiseppe Castiglione weist darauf hin, das Auto könne nicht nur an der Ladesäule in Hausen aufgeladen werden, sondern an allen Ladesäulen, die roamingfähig sind. Die Ladesäule auf dem Parkplatz an der Hebelstraße ist eine AC-Ladesäule (AC steht für „Wechselstrom“) mit einer Leistung von 22 Kilowatt pro Ladepunkt. Am zweiten Ladepunkt können Bürger ihren Stromer aufladen. Das Carsharing in der Region werde weiter ausgebaut, versichert Castiglione. Neue Fahrzeuge würden in Maulburg, Steinen, Wiechs und vielleicht auch in Langenau platziert. Wer das Angebot nutzen will, muss sich online auf der Seite von Naturenergie registrieren, sagt Katharina Jeggle, Mitarbeiterin bei der Naturenergie Holding, einer Tochterfirma von Naturenergie. Die Holding betreibt die Ladeinfrastruktur.
Das Auto könne man dann mit einer Plastikkarte oder über eine Carsharing-App öffnen. Den Ausleihzeitraum kann man in der App auswählen.
Deborah Jennrich ist ganz begeistert vom Angebot. „Es ist gut gebucht.“ Naturenergie Sharing biete auch – aber nicht in Hausen – Transporter und Fahrzeuge mit Benzinmotor an. Der Kilometerpreis für die Benziner sei gestiegen, der für die E-Fahrzeuge nicht. Katharina Jeggle betont: „In der aktuellen Energiekrise gewinnt das E-Carsharing an Bedeutung.“