Die Hechinger Bahnhofsstraße wurde kurz nach dem Jahreswechsel zum Schauplatz für einen Feuerwehreinsatz. Foto: Kost/Thomas Kost

Das neue Jahr war erst wenige Minuten alt, da mussten in der Stadt unter dem Zoller schon die Blaulicht-Fraktionen ran.

Was für ein Kontrast: Währende über den Hausdächern der Zollerstadt die Silvesterböller in den Nachthimmel jagten und mit bunten Explosionen das neue Jahr begrüßten, blinkte vor einer medizinischen Praxis in der Bahnhofstraße an vielen Einsatzfahrzeugen das Blaulicht.

 

Aus einem Kellerraum war Rauch ins Freie gedrungen und von Anwohnern, die vermutlich draußen Silvester feierten, bemerkt worden. Sie setzten einen Notruf ab und rasch war die Hechinger Feuerwehr aus ihrem nur wenige hundert Meter entfernten Gerätehaus in der Ermelestraße am Einsatzort.

Feuerwehr reagiert rasch

Trotz der geringen Distanz zum Brandort keine Selbstverständlichkeit: „Wir haben an Silvester keine Einsatzbereitschaft im Gerätehaus, unsere Einsatzkräfte mussten auch erst einmal von ihren privaten Feiern oder von Zuhause anrücken“, erklärte der Einsatzleiter und Hechinger Gesamtwehrkommandant Frank Brecht, gegenüber unserer Zeitung.

Das Drehleiterfahrzeug der Hechinger Feuerwehr wurde glücklicherweise nicht benötigt. Foto: Kost /Kost

Auch DRK ist vor Ort

Den als Kellerbrand gemeldete Einsatz hatte die mit sechs Fahrzeugen ausgerückten 25 Feuerwehrleute rasch und routiniert unter Kontrolle, am Ende musste lediglich noch für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Das ebenfalls ausgerückte Drehleiterfahrzeug der Hechinger Wehr wurde nicht benötigt; Personen kamen nicht zu Schaden; die ebenfalls in dem Haus befindlichen Wohnungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ebenfalls vor Ort war das DRK mit drei Fahrzeugen und sechs Einsatzkräften – darunter der stellvertretend DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heiko Lebherz – sowie Frieder Dieringer, stellvertretender Kreisbrandmeister und die Polizei.

Feuerwerkskörper in Verdacht

Und die Brandursache? Darüber gab die Polizei am Einsatzort zwar keine Angaben, aller Wahrscheinlichkeit nach ist jedoch über ein gekipptes Kellerfenster ein Silvesterböller oder eine -rakete zufällig in das Gebäude gelangt.