Das Feuer breitete sich schnell aus. Foto: Schmid

Ein verheerender Brand zerstört am Dienstag ein Wohnhaus in Renfrizhausen. Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis rücken an, um der Flammen Herr zu werden.

Kurz nach 13.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Ein Nachbar hatte zuvor im ersten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses in der Palmenstraße einen Brand beobachtet und setzte einen Notruf ab.

 

Gasflasche explodiert

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten sich die Flammen bereits auf das Obergeschoss ausgebreitet und die Flammen schlugen aus dem Dachstuhl. Laut Polizeibericht war eine Gasflasche explodiert, was dazu führte, dass der Brand sich auf das gesamte Gebäude ausgebreitet hatte.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die Bewohner das Haus bereits verlassen. Die Bewohnerin im Erdgeschoss kam mit dem Schrecken davon. Die 83-Jährige Bewohnerin des Obergeschosses hatte vom Balkon aus den Rauch in ihrer Wohnung gesehen und versuchte, das Feuer mit einer Decke zu löschen. Hierbei zog sie sich leichte Brandverletzungen an beiden Händen zu. Da bei ihr eine Rauchgasvergiftung vermutet wurde, brachten die Rettungskräfte die Frau in eine Klinik. Der Bewohner des Dachgeschosses war zum Zeitpunkt des Brands nicht im Haus.

Bürgermeister vor Ort

Vor Ort war auch Bürgermeister Jens Keucher. „Es ist schockierend zu sehen, wie schnell sich so ein Feuer ausbreiten kann. Wir können froh sein, dass die Feuerwehren so schnell vor Ort waren.“ Man müsse abklären, ob für die Bewohner eine Bleibe organisiert werden müsse, oder ob sie bei Verwandten oder Freunden unterkommen könnten, so der Bürgermeister.

Stundenlanger Kampf

Die Löscharbeiten dauerten einige Stunden. Dichter Rauch stieg mehrere Meter empor, immer wieder loderten kleinere Flammen auf. Die Einsätzekräfte kämpften sich mit Atemschutzgeräten durch den Qualm in das Haus. Zur Verstärkung war aus Oberndorf eine zweite Drehleiter angefordert worden. Einsatzkräfte entfernten Ziegel vom Dach, um von außen ins Dachgeschoss löschen zu können. Neben den Feuerwehren aus Sulz, den Stadtteilen und Oberndorf, waren auch Einsatzkräfte aus Schramberg, Horb und Villigendorf vor Ort. Schätzungsweise 75 Kräfte und 20 Fahrzeuge waren vor Ort. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Abend noch an.

Den Schaden am nicht mehr bewohnbaren Haus schätzt die Polizei auf rund 300 000 Euro. Nach derzeitigem Stand wird von einem Defekt an einem alten Handy beim Aufladen ausgegangen. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache sind im Gange.