Benjamin Bonk (rechts) und Sebastian Gaux sind die „Brothandwerker“ (Archiv-Foto). Foto: Schwind

Über das Vermögen der Brothandwerker GmbH ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die jungen Bäcker haben Filialen in Sulz, Hochmössingen und Aistaig.

Über das Vermögen der Brothandwerker GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Benjamin Bonk und Sebastian Gaux, ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

 

Das geht aus den Insolvenzbekanntmachungen hervor. 2021 hatten sich die gelernte Köche in die Selbstständigkeit gewagt und lediglich mit Mehl, Wasser und Salz Dunkelvollkornbrot, Dinkelnetzbrot und Holzofen Bauern-Mischbrot hergestellt.

Die Idee war zunächst erfolgversprechend. Es folgten 2022 die Eröffnung eines Ladengeschäfts in der Sulzer Sonnenstraße 3, die Wiederbelebung einer leerstehenden Filiale in Hochmössingen sowie 2023 der Einzug in das Ladengeschäft der insolvent gegangenen Landbäckerei Geiger in Aistaig. Im Juni 2024 eröffnete eine weitere Filiale im Gebäude der ehemaligen Bäckerei Walz.

Der Villinger Rechtsanwalt Christian Zschocke, der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde, bestätigt, dass eine vorläufige Insolvenz angemeldet wurde.

Er werde sich mit den Geschäftsführern treffen, um so weitere Informationen zu dem Unternehmen zu bekommen.

Filialen sollen geöffnet bleiben

Das Verschaffen eines ersten Überblicks sei in solchen Fällen stets mit einer intensiven Einarbeitung verbunden.

„Ich gehe davon aus, dass der Geschäftsbetrieb weiterläuft“, äußert er sich.

Das bestätigen auch die Geschäftsführer. „Die Filialen bleiben alle geöffnet!“, erklären sie unserer Redaktion.

Man habe einen Insolvenzantrag gestellt und versuche, zusammen mit dem Verwalter, eine Sanierungslösung zu finden.