Es werden derzeit Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt, um die Sanierung der Siebentäler Therme in Bad Herrenalb zu stoppen. Das hat jetzt für eine Reaktion gesorgt.
Ein klares „Ja“ zum Erhalt der Therme kommt von Gastronomen, Einzelhändlern und Handwerkern aus der Siebentälerstadt: Am Donnerstag trafen sich Wolfgang Sebastian, Pallhuber, Thomas Lang, Café König, Silvio Przybylowicz, Klosterscheuer, Alexander Knipp, Trachten-Pfeiffer, Aggi Greissinger, Spechtschmiede, Hans-Peter Weiß, Schwarzwald-Foto, Nadine Trost, Spechtschmiede, und Christian Romoser, Raumausstattung Romoser, zu einem Austausch. Sorgen bereiten ihnen die derzeitigen Aktivitäten gegen den Weiterbestand der Therme in der Stadt. Nicht nur bei den anwesenden Gastronomen war das erste Quartal 2025 das schlechteste seit vielen Jahren. Begonnen habe der Abwärtstrend bereits mit der umbaubedingten Schließung der Therme. Gerade die Zahl der Tagesgäste nehme ab, Stammgäste formulierten sogar direkt, dass sie „erst wieder nach Öffnung der Therme“ kämen, denn viele verbänden den Thermenbesuch mit einem Essen und einem Einkaufsbummel durch die Stadt. Wovon selbst mancher Handwerker profitiere.
Wesentlicher Standortfaktor
Die Negativschlagzeilen über Stadt und Therme durch das Hin und Her zum Erhalt schadeten zudem dem Image der Stadt. Die Therme ist ein wesentlicher Standortfaktor für Bad Herrenalb, sind sich die Anwesenden einig. Sowohl als Urlaubsdestination als auch für Tagesausflüge. Und gerade auch im Winter, wenn es sonst weniger Angebote gibt. Wird die Siebentäler Therme nicht mehr reaktiviert, müssten mittelfristig einige der Betriebe ihre Angebote zurückfahren oder sogar ganz schließen. Eine Abwärtsspirale.
Was das für die Fremdenverkehrsabgabe und die Gewerbesteuereinnahmen bedeutet, könne man sich außerdem vorstellen. Noch habe die Kurstadt eine vergleichsweise gute Infrastruktur, war Konsens. Die Therme trage maßgeblich dazu bei, sie zu erhalten.