An den Plänen für den Aquasol-Nachfolgebau gibt es Kritik. Foto: Ulrich

Keine Sole mehr? Kein 50-Meter-Schwimmbecken? Die Pläne für den Aquasol-Neubau in Rottweil werfen bei unseren Lesern Karl-Heinz und Gaby Schmid Fragen auf.

Schön, dass die CDU-Fraktion auf bürgerschaftliches Engagement im Bezug auf das neue Kombibad hinweist. Im Hinblick auf das Solebad wurde dieses Engagement bereits vor Jahren in erklecklicher finanzieller Unterstützung geleistet, damals wurden 500.000 D-Mark an die Stadt übergeben, um die Sole zu fördern und mit einem Bewegungsbad im neuen Aquasol der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.

 

Nun plant man ein neues Spaßbad, da hat natürlich ein Solebecken, das vorwiegend von Älteren und kranken Menschen genutzt wird, keinen Plarz mehr. Dasselbe gilt für das 50-Meter-Becken im Freibad. Das ist zwar schon vorhanden, soll aber dem Spaßbad weichen. Ich möchte deshalb darauf hinweisen, dass das Solebecken und das 50-Meter- Schwimmbecken Alleinstellungsmerkmale sind, die bisher auch viele Auswärtige angezogen haben. Spaßbäder gibt es im Umkreis zahlreiche, wahrscheinlich sogar interessantere als das in Rottweil zu entstehende. Deshalb kommen sicher nicht mehr Besucher nach Rottweil.

Weshalb ein bestehendes, gut frequentiertes 50-Meter-Schwimmbecken einem Spaßbad weichen muss, ist für uns nicht nachvollziehbar. Zudem wurde und wird uns der Eintritt bisher sicher nicht geschenkt, die Bürger haben mit ihrem Besuch und den Eintrittsgeldern zum Erhalt dieser sehr schönen Anlage beigetragen und würden dies gerne weiterhin tun.

Bevor die Kosten aufgedröselt werden, stellt sich uns die Frage warum das Freibad umgestaltet werden muss und weshalb das neue Aquasol nicht an seinem alten Platz wieder aufgebaut werden kann. Zuerst sollten mal die konkreten Pläne auf den Tisch, bevor man die Bürger weiter zur Kasse bittet.

Karl-Heinz und Gaby Schmid, Rottweil

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