Hat Zähneputzen eine Auswirkung auf das Testergebnis? (Symbolfoto) Foto: Gollnow

Schnelltests sind ein wichtiger Teil des Konzepts zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Was hat es aber mit dem Hinweis auf sich, vor dem Test nichts zu essen, trinken oder gar zu rauchen und warum findet man diesen nicht überall?

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Rottweil - Eckart Sailer von Dr. Sailers Apotheken in Rottweil erklärt, dass es auf die Art des Tests ankommt.

Bei einem Spucktest, Lolli-Test oder Rachenabstrich sollte tatsächlich etwa eine halbe Stunde vorher nichts gegessen, getrunken oder geraucht werden, bestätigt der Apotheker. Hintergrund sei laut Sailer, dass "das Probenmaterial eben nicht verunreinigt werden sollte". Er empfiehlt, vor solchen Tests ein Glas Wasser zu trinken und kurz aus den Bronchien hochzuhusten.

Ist Zähneputzen ein Problem?

Und wie steht es ums Zähneputzen? Menthol stehe zwar im Verdacht, die Testergebnisse zu beeinflussen, erklärt Sailer. Aber das sei bisher nicht erwiesen. "Vorher nicht die Zähne zu putzen ist also Quatsch", fasst der Apotheker zusammen.

Vor Nasenabstrich-Tests rät Dr. Sailer außerdem, die Nase zu schnäuzen. Bei dieser Art von Tests könnten nämlich Pollen und Nasensprays eine Rolle spielen und die Probe verunreinigen, wie der Pharmazeut erklärt. Die Daten-Lage sei diesbezüglich aber noch unklar. Die Tests würden derzeit ja erst wirklich anlaufen, Probleme würden erst mit der Masse an Tests bekannt werden, so seine Prognose. 

Temperatur hat Auswirkung auf Tests

Bei den vermuteten Zusammenhängen handle es sich derzeit um reine Spekulationen, aber es würden eben auch sinnvolle Überlegungen dahinterstecken, erklärt Sailer weiter. So habe man über die Zeit auch gelernt, dass die Temperatur bei den Schnelltests eine große Rolle spiele. In kaltem Milieu würden die Testergebnisse verfälscht. So komme es unter 10 Grad Celsius eher zu falsch-positiven Ergebnissen. Und über 25 Grad Celsius nehme die Genauigkeit der Tests wieder ab.