Unterschiedliche Ansichten gab es jüngst in Hardt. Foto: Dold

An der Tanke in Hardt war eine kleine Adventsveranstaltung, auf dem Kirchplatz war ebenfalls eine; die jeweiligen politischen und weltanschaulichen Sichten sind verschieden. So weit so gut. Kann man das jetzt nicht dabei belassen? Müssen da jeden Tag Meinungskundgebungen mitgeteilt werden? Was haben überhaupt „Omas von Rechts aus Villingen“ hierbei zu suchen?

 

Realistische Sicht auf die Dinge

Ich schlage mich jetzt direkt mal auf die Seite von Alfred Fleig: Unser Land hat wahrhaftig genügend andere Probleme, die nicht danach aussehen, dass es in Kürze Lösungen gibt. Wir leben auf dem Dorf – Gott sei Dank möchte ich sagen. Warum reden wir nicht miteinander, sondern nur noch übereinander? Es darf doch jeder seine Meinung haben. Das nannte man früher mal Demokratie. Wenn wir Leute an der „Basis“ nicht mal mehr miteinander auskommen, von wem soll man das sonst erwarten?

Ein bisschen gesunden Menschenverstand und realistische Sicht auf die Dinge würde ich schon voraussetzen. Dann sieht man, dass nicht alles gut läuft und die Angst vor einem bösen Krieg macht auch mir verdammt große Sorgen. Aber wie es aussieht, gibt es genügend Leute, die diesen Krieg jetzt unbedingt wollen. Ist halt einfach ein gutes Geschäft.

In jeder Partei schwarze Schafe

Reines Gutbürgertum macht überhaupt nichts besser und außerdem: Ganz sicher gibt es in jeder Partei oder Gruppierung schwarze Schafe, die Dinge sagen oder tun, die nicht unbedingt in Ordnung sind. Muss man dafür alle anderen auch verdammen? Das ist doch albern. Lassen wir es bleiben, hören wir doch mal zu, was der andere sagt und versuchen wir selber in unserem Rahmen, unsere Gesellschaft lebenswert zu halten.

Monika Flaig Schramberg-Tennenbronn

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