Steinmeier-Nachfolge
: Würth und Cacau dabei: Welche Südwest-Promis das neue Staatsoberhaupt wählen sollen

Ein Ex-VfB-Stürmer, ein Schrauben-Milliardär und eine Nobelpreisträgerin: Diese Promis aus dem Südwesten sollen bei der Wahl von Steinmeiers Nachfolge mitentscheiden.
Von
dpa
Berlin/Stuttgart
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Reinhold Würth, Gründer des Würth Konzerns, aufgenommen bei einem dpa Interview in seinem Büro in der Konzernzentrale.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Bundesversammlung wählt am 30. Januar die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier.
  • Aus dem Südwesten nominiert: Ex-VfB-Stürmer Cacau und Unternehmer Reinhold Würth.
  • Die Grünen schlagen Pur-Sänger Hartmut Engler sowie Nobelpreisträgerin C. Nüsslein-Volhard vor.
  • Union und SPD haben eine Mehrheit, Merz will die Grünen in die Kandidatensuche einbeziehen.
  • Baden-Württemberg wählt seine Mitglieder an diesem Donnerstag im Landtag.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Im Januar findet in Berlin die Bundespräsidenten-Wahl statt: Mehrere Promis aus dem Südwesten dürfen dabei voraussichtlich mitentscheiden. Ein Überblick, wer aus Sport, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft alles dabei ist:

Ex-Fußballer Cacau

Die CDU-Landtagsfraktion möchte unter anderem Ex-Fußballer Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau, für die Bundesversammlung am 30. Januar nominieren. Der Deutschbrasilianer war jahrelang für den VfB Stuttgart als Stürmer auf dem Feld und wurde 2007 mit dem VfB deutscher Meister. Von 2009 bis 2012 spielte Cacau für die deutsche Nationalmannschaft, unter anderem bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Der frühere Fußballspieler Cacau (Claudemir Jeronimo Barreto) steht anlässlich der Präsentation der Stadt Stuttgart 500 Tage vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft als Sport-Botschafter der Stadt im Rathaus.

Bernd Weißbrod/dpa

Im Sommer 2016 beendete er seine Karriere als Fußballer und ist heute als Fußballfunktionär tätig. Von November 2016 bis Januar 2021 engagierte er sich außerdem als Integrationsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bunds (DFB).

Unternehmer Reinhold Würth

Ein weiterer Promi, den die CDU zur Wahl des Nachfolgers von Frank-Walter Steinmeier nach Berlin schickt, ist der Unternehmer Reinhold Würth. Das für seine Produkte im Montage- und Befestigungsbereich bekannte Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg, wozu etwa Schrauben oder Dübel zählen, machte Würth zum Milliardär und zu einem der reichsten Deutschen. Würth ist Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens.

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Pur-Sänger Hartmut Engler

Die Grünen im baden-württembergischen Landtag wollen Pur-Sänger Hartmut Engler («Abenteuerland“, 64) zur Bundesversammlung nach Berlin schicken. Engler freut sich nach eigenen Worten auf die Aufgabe. „Ich freue mich darauf, weil das eine Form von demokratischer Teilhabe ist, die nicht jeder genießen darf. Ich finde das spannend“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Hartmut Engler, Sänger der Band Pur, nimmt an einem Pressetermin zum Musical "Abenteuerland" im Deutschen Theater teil.

Sven Hoppe/dpa

2010 erhielt Engler den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Im Mai 2026 wurde ihm zudem das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Gewürdigt wurde damit sein langjähriges soziales Engagement.

Biologin Christiane Nüsslein-Volhard

Außerdem wollen die Grünen die Tübinger Entwicklungsbiologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard für die Bundesversammlung nominieren. Die 84-Jährige ist Deutschlands erste und bislang einzige Wissenschaftlerin, die einen Nobelpreis in Naturwissenschaften erhielt. Die Biochemikerin arbeitete unter anderem als Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Zusammen mit zwei amerikanischen Entwicklungsbiologen fand sie heraus, welche genetischen Mechanismen die frühe Entwicklung der Fliegenembryos steuern und wurde dafür 1995 mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt.

Christiane Nüsslein-Volhard, Biochemikerin und Medizinnobelpreisträgerin, sitzt in ihrem Büro.

Marijan Murat/dpa

Auch bei der letzten Wahl zum Bundespräsidenten 2022 waren Promis aus dem Südwesten dabei. So wählte etwa der Ex-Fußballer und heutige Fußball-Trainer Hansi Flick als Nachfolger von Jogi Löw im Amt als Bundestrainer den heutigen Bundespräsidenten Steinmeier mit. Außerdem war die in Mannheim geborene Zeitzeugin der Nazi-Zeit Karla Spagerer mit 92 Jahren als älteste Wahlfrau in der Bundesversammlung dabei.

Bundesversammlung wählt Nachfolge für Steinmeier

Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über Steinmeiers Nachfolge. Sie setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten der Länder zusammen. Union und SPD haben dort eine Mehrheit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will auch die Grünen in die Kandidatensuche einbeziehen. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.

Merz sprach sich bereits dafür aus, dass eine Frau das höchste Amt in Deutschland übernehmen soll. Einen Namen nannte er nicht. Die Wahl der baden-württembergischen Mitglieder der Bundesversammlung findet an diesem Donnerstag im Landtag statt.