Nach Vorwürfen gegen OB
: Sudhaus sagt Comedy-Auftritt von Boris Palmer ab

Im Sudhaus sollte der Tübinger OB Boris Palmer am Donnerstag (5. November) als Comedian mit einem Programm über Bürokratie-Irrsinn auftreten. Aufgrund der aktuellen Ereignisse sagt das soziokulturelle Zentrum den Abend ab.
Von
Moritz Siebert
Tübingen
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Im Sudhaus wollte Boris Palmer als Comedian auftreten: Daraus wird erstmal nichts.

Im Sudhaus wollte Boris Palmer als Comedian auftreten: Die Veranstaltung ist abgesagt.

Moritz Siebert / Carolin Albers (Archiv)
  • Sudhaus sagt Palmer-Auftritt als Comedian ab – Grund sind aktuelle Vorwürfe.
  • Geplant war Donnerstag ein Programm „Wahnsinn Bürokratie – Aus dem Leben eines Bürokraten“.
  • Pressesprecherin: Entscheidung erfolgte wegen der Vorwürfe, Tickets werden erstattet.
  • Ex-Stadträtin erhob auf Instagram Vorwürfe wie „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionaler Missbrauch“.
  • Palmer weist die Vorwürfe zurück und lässt sein Amt als Rat für Staatsmodernisierung ruhen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nachdem Vorwürfe einer ehemaligen Stadträtin gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer bekannt geworden sind, sagt das Sudhaus eine geplante Veranstaltung mit Palmer ab. Der OB wollte am Donnerstag mit einem Standup-Comedy-Programm mit dem Titel „Wahnsinn Bürokratie – Aus dem Leben eines Bürokraten“ auftreten. Die Idee dazu war vom Sudhaus gekommen.

Am Dienstagnachmittag (3. November) informierte das Sudhaus, die Veranstaltung werde abgesagt. „Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Vorwürfe getroffen“, so Pressesprecherin Luna Thalmann. Bereits gekaufte Tickets würden rückerstattet.

Öffentlich hatte die ehemalige Stadträtin die persönlichen Vorwürfe gegen Boris Palmer am Montag, 2. November, auf ihrem Instagram-Kanal gemacht.

Am Dienstag äußerte sich Palmer dazu und gab bekannt, dass er sein Amt als ehrenamtlicher Rat für Staatsmodernisierung ruhen lassen werde: „Aus Anlass eines gegen mich erhobenen Vorwurfs, der einige Medien erreicht hat und mein Privatleben betrifft, sehe ich mich gezwungen, mich hierzu in aller gebotenen Kürze öffentlich zu erklären: Die Vorwürfe sind haltlos. Ich werde mich hiergegen zur Wehr setzen und lasse rechtliche Schritte prüfen.“

Die Frau, die die Vorwürfe erhebt, wurde 2020 in den Tübinger Gemeinderat gewählt. Nach der Kommunalwahl im Juni 2024 schied sie aus dem Gremium aus. Am Montag hatte sie via Instagram über ihr Verhältnis zu Boris Palmer berichtet und ihm „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionalen Missbrauch“ vorgeworfen. In einem mehrseitigen über einen Link veröffentlichten Dokument beschreibt sie eine längere sexuelle Beziehung zum Tübinger Oberbürgermeister. Die ehemalige Stadträtin ist derzeit nicht erreichbar.