Nach Vorwürfen
: Tübinger OB Boris Palmer lässt Ehrenamt ruhen

Auf ihrem Instagram-Kanal erhebt eine frühere Stadträtin Vorwürfe gegen Boris Palmer. Bis diese aufgeklärt sind, werde er sein Ehrenamt als Rat für Staatsmodernisierung bei der Landesregierung ruhen lassen.
Von
Moritz Siebert,
Jonas Bleeser
Tübingen
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Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.

Carolin Albers
  • Tübingens OB Boris Palmer lässt sein Ehrenamt bei der Landesregierung ruhen.
  • Anlass sind Vorwürfe einer früheren Tübinger Stadträtin auf Instagram.
  • Palmer bestreitet die Anschuldigungen und prüft rechtliche Schritte.
  • Er erklärte, das Amt für Staatsmodernisierung bis zur Klärung ruhen zu lassen.
  • Die Frau saß seit 2020 im Gemeinderat und schied nach der Wahl im Juni 2024 aus.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Eine ehemalige Tübinger Stadträtin erhebt persönliche Vorwürfe gegenüber dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Am Montag, 2. November, veröffentlichte sie dies auf ihrem Instagram-Kanal.

Am Montag ließ Palmer auf Nachfrage unserer Redaktion über seinen Anwalt Christian Schertz mitteilen, die Anwürfe seien „offensichtlich haltlos“. Am Dienstag teilte Palmer unserer Redaktion dann mit: „Aus Anlass eines gegen mich erhobenen Vorwurfs, der einige Medien erreicht hat und mein Privatleben betrifft, sehe ich mich gezwungen, mich hierzu in aller gebotenen Kürze öffentlich zu erklären: Die Vorwürfe sind haltlos. Ich werde mich hiergegen zur Wehr setzen und lasse rechtliche Schritte prüfen. Ich habe gegenüber dem Ministerpräsidenten erklärt, dass ich mein Ehrenamt für Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung ruhen lasse, bis die Vorwürfe aufgeklärt sind.“ Weitere Erklärungen werde er derzeit nicht abgeben, so Palmer.

Die Frau, die die Vorwürfe erhebt, wurde 2020 in den Tübinger Gemeinderat gewählt. Nach der Kommunalwahl im Juni 2024 schied sie aus dem Gremium aus. Am Montag hatte sie via Instagram über ihr Verhältnis zu Boris Palmer berichtet und ihm „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionalen Missbrauch“ vorgeworfen. In einem mehrseitigen über einen Link veröffentlichten Dokument beschreibt sie eine längere sexuelle Beziehung zum Tübinger Oberbürgermeister. Die ehemalige Stadträtin ist derzeit nicht erreichbar.