Anschlag auf CDU
: Erst die Warnung, dann der Farbbeutel

Die CDU warnte Geschäftsstellen in einer Videoschalte vor linksextrem motivierten Angriffen. In Mannheim kommt es kurz darauf zu einem Vorfall.
Von
Sascha Maier
Mannheim/Stuttgart
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26.01.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Das Logo der CDU Baden-Württemberg ist auf einem Gebäude, in dem sich die Landesgeschäftsstelle der baden-württembergischen CDU befindet, zu sehen. Mehrere Menschen sollen in die Landesgeschäftsstelle der CDU Baden-Württemberg in Stuttgart eingedrungen sein und dort Parolen skandiert haben. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Landesgeschäftsstelle der baden-württembergischen CDU - Einrichtungen der Christdemokraten wurden gewarnt, Ziel von linksextrem motivierten Angriffen zu werden. (Archivbild)

dpa
  • CDU warnt per Eil-Videoschalte vor „sehr vager Bedrohungslage“ aus linksextremem Spektrum.
  • Hinweis kam aus dem Leitungsstab der Polizei – bundesweit gerichtete Warnung an CDU-Einrichtungen.
  • Kurz darauf Meldung aus Mannheim: Farbbeutelanschlag auf Kreisverbands-Geschäftsstelle.
  • Polizei bestreifte und überwachte Einrichtungen, Adressen neuer Abgeordneter sollten gemeldet werden.
  • CDU betont: Kein Verstecken, Angriffe seien kein angemessener politischer Umgang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem parteiinternen Warnaufruf vor möglichen Angriffen auf Einrichtungen der baden-württembergischen CDU vom Mittwoch ist tags drauf innerhalb der Partei ein Fall gemeldet worden. Auf die Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbands Mannheim/Rhein-Neckar sei ein Farbbeutelanschlag verübt worden, sagte CDU-Landesgeschäftsführer Christian Gehring unserer Redaktion am Donnerstag. Weitere Vorfälle waren ihm zu diesem Zeitpunkt aus Baden-Württemberg bekannt. Offenbar hat es aber im Bundesgebiet weitere Anschläge auf CDU-Einrichtungen gegeben.

Eil-Videoschalte am Mittwochnachmittag

Am Mittwochnachmittag hatte Gehring in einer Eil-Videoschalte Abgeordnete, Bezirksgeschäftsführer- und Kreisgeschäftsführer im Südwesten einberufen und sie vor einer „sehr vagen Bedrohungslage aus dem linksextremistischen Spektrum“ gewarnt. Diese hatte sich gegen CDU-Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet gerichtet, der Warnhinweis war aus dem Leitungsstab der Polizei an die CDU weitergeleitet worden. Die Teilnehmer der Videokonferenz waren aufgefordert worden, der Polizei ihre Anschriften mitzuteilen; gerade bei neuen Abgeordneten in der CDU-Fraktion seien die Adressen der Wahlkreisbüros bei den Sicherheitsbehörden oft noch nicht hinterlegt.

„Wir wissen nicht, was verhindert worden ist durch unsere Warnung“, sagte Gehring, „die Einrichtungen sind jedenfalls von der Polizei stark bestreift und überwacht worden.“ Für die CDU aber sei klar: „Wir verstecken uns nicht. Aber leider gehören solche Angriffe inzwischen für manche zur politischen Auseinandersetzung. Das ist einfach keine Art des politischen Umgangs. Und irgendjemand muss es immer wegputzen.“