UN warnt vor globaler Verknappung: Die weltweiten Wasserspeicher schrumpfen - vor allem in Europa

Wasser - Quell allen Lebens: Eldgj, der größte Eruptionsgraben der Erde auf Island
Imago/JOKER- WMO meldet: Weltweite Wasserressourcen schrumpfen seit gut zehn Jahren kontinuierlich.
- Flussabfluss war 2025 weltweit sehr niedrig – eines der drei niedrigsten Jahre in 35 Jahren.
- Gletscher verlieren Masse, Grundwasserspiegel sinken; fast zwei Drittel der Brunnen lagen unter Mittel.
- Zentral- und Osteuropa waren 2025 beim Grundwasser stark betroffen, Nordeuropa teils über Niveau.
- El Niño kündigt sich stark an und kann Dürren oder Überschwemmungen in verschiedenen Regionen auslösen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die weltweiten Wasserressourcen sind nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) in den vergangenen Jahren knapper geworden. Der Abfluss aus Flüssen sei zurückgegangen, Gletscher schrumpften und in vielen Weltregionen sinke der Grundwasserspiegel, schreibt die WMO in ihrem jährlichen Wasserbericht - State of Global Water Resources 2025.
Zentral- und Osteuropa besonders betroffen
Beim Grundwasserspiegel waren Zentral- und Osteuropa 2025 besonders betroffen: Kaum anderswo sei das Defizit gegenüber dem Zeitraum 2014 bis 2024 so groß gewesen, berichtet die WMO. Im Großteil Nordeuropas lag der Grundwasserspiegel demnach dagegen über dem langfristigen Niveau.
Der menschengemachte Klimawandel, das steigende Wasserbedürfnis der wachsenden Weltbevölkerung und natürliche Schwankungen spielten bei der Entwicklung der Wasserressourcen eine Rolle, erklärt Wayne Jenkinson, Direktor der WMO-Abteilung für Hydrologie und Kryosphäre.
In vielen Brunnen geht das Wasser zurück
Die Wasserspeicher schrumpften seit gut zehn Jahren kontinuierlich, schreibt die WMO. Dazu gehören das Grundwasser sowie Wasser in Seen, Gletschern, Böden, Vegetation, Schnee und Eis.
Diese Reserven seien wie ein Sparkonto, mit dem früher etwa eine Dürresaison ausgeglichen werden konnte, erläutert WMO-Chefin Celeste Saulo. „Wir zehren dieses Sparkonto aber auf“, betonte sie. Fast zwei Drittel der überwachten Brunnen hätten im vergangenen Jahr weniger Wasser als im langfristigen Mittel gehabt.
Das Wasservolumen, das aus Flüssen abfloss, lag 2025 weltweit so niedrig wie selten in den vergangenen 35 Jahren, schreibt die WMO. 2025 sei eines der drei Jahre mit dem niedrigsten Abfluss.
Mehr Ungemach durch El Niño
Für den Wasserbericht betrachtete die WMO Beobachtungen und Messungen über fünf Jahre bis Ende 2025. Die Wassertiefstände unter anderem im Rhein und in der Donau im heißen Sommer 2026 sind darin nicht berücksichtigt.
Für dieses und das kommende Jahr droht weiteres Ungemach: Das natürliche Wetterphänomen El Niño kündigt sich mit besonderer Stärke an. Es beeinflusst Wind- und Wasserkreisläufe und kann je nach Weltregion einerseits für besonders starke Dürren und andererseits für schwere Überschwemmungen sorgen. (Text:
