Erst kürzlich entstanden
: Nasa-Forscher entdecken neuen riesigen Krater auf dem Mond

Der Mond ist übersät mit Kratern, die von Einschlägen von Asteroiden und Meteoriten stammen. Nasa-Forscher haben jetzt quasi in Echtzeit einen solchen Einschlagskrater entdeckt, der erst jüngst entstanden ist.
Von
Markus Brauer
Washington
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Der Krater mit dem Namen McGetchin habe einen Durchmesser von 222 Metern, teilt die Nasa mit. Ein solches Ereignis komme laut Wissenschaftlern nur „einmal im Jahrhundert oder sogar noch seltener“ vor, erklärt die Nasa.

Der Krater mit dem Namen McGetchin habe einen Durchmesser von 222 Metern, teilt die Nasa mit. Ein solches Ereignis komme laut Wissenschaftlern nur „einmal im Jahrhundert oder sogar noch seltener“ vor, erklärt die Nasa.

Nasa Goddard/Intuitive Machines/Robert Wagner
  • Nasa entdeckt einen neuen Mondkrater namens McGetchin mit 222 Metern Durchmesser.
  • Laut Studie in „Science Advances“ ist es der größte neue Krater im Sonnensystem.
  • Entstanden durch Einschlag eines Kometen oder Asteroiden im Frühjahr 2024.
  • Sichtbar als großer heller Punkt mit dunklem Halo – entdeckt per LRO-Auswertung.
  • Erkenntnisse helfen bei künftigen Mondmissionen; Nasa plant eine Mondlandung für 2028.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben einen riesigen, erst kürzlich entstandenen Krater auf dem Mond entdeckt. Laut einer am Mittwoch (16. September) in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichten Studie handelt es sich um den größten neuen Krater, der jemals im Sonnensystem gefunden wurde.

Der Krater mit dem Namen McGetchin habe einen Durchmesser von 222 Metern, teilte die Nasa mit. Ein solches Ereignis komme laut Wissenschaftlern nur „einmal im Jahrhundert oder sogar noch seltener“ vor, erklärte die Nasa.

Einschlag eines Asteroirden 2024

Die Forscher führen die Entstehung des Kraters auf den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hauses im Frühjahr 2024 zurück. Der Einschlag war in den vergangenen zwei Jahren zunächst unbemerkt geblieben.

Er wurde erst entdeckt, als der Nasa-Experte Robert Wagner, ein mit der Nasa-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) befasster Forscher, ihn bei einer neuen Untersuchung der Mondoberfläche bemerkte. Der Krater tauchte demnach als „großer heller Punkt, umgeben von einem dunklen Halo“, einem optischen Lichtphänomen, auf.

Die Forscher führen die Entstehung des Kraters auf den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hauses im Frühjahr 2024 zurück.

Die Forscher führen die Entstehung des Kraters auf den Einschlag eines Kometen oder Asteroiden von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Hauses im Frühjahr 2024 zurück.

Nasa Goddard/Intuitive Machines/Robert Wagner/Science Advances

Erforschung der Entstehung in Echtzeit

Viele Mondkrater sind zwar weitaus größer als McGetchin. Doch die Erforschung der Entstehung eines Kraters nahezu in Echtzeit kann zu einem besseren Verständnis von der Beschaffenheit des Mondes beitragen. Für künftige bemannte Mondmissionen, wie sie die USA und auch China planen, können diese Erkenntnisse von großem Wert sein.

Für das Jahr 2028 strebt die Nasa erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder eine Mondlandung an. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 mit Apollo 17 auf dem Mond gelandet, danach wurde das kostspielige Programm eingestellt. Der Konkurrent China plant für 2030 eine Mondlandung. (mit AFP-Agenturmaterial)