Raumfahrt: Porsche SE investiert in SpaceX-Herausforderer

Porsche SE beteiligt sich an dem amerikanischen Unternehmen Stoke Space, das wiederverwendbare Trägerraketen entwickelt.
Imago/Sven Simon, Stoke Space- Porsche SE beteiligt sich an Stoke Space, einem US-Entwickler wiederverwendbarer Trägerraketen.
- Stoke Space sammelte rund eine Milliarde US-Dollar ein – Porsche SE investiert im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
- Die zweistufige Rakete „Nova“ soll vollständig wiederverwendbar sein, der Erstflug ist für Anfang 2027 geplant.
- Laut Porsche SE bedient derzeit fast ausschließlich SpaceX den Nachfrageüberhang bei Raketenstarts.
- Es ist nach Isar Aerospace die zweite Raumfahrtbeteiligung der Porsche SE, die ihr Portfolio breiter aufstellt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Neue Beteiligung bei VW-Hauptaktionär Porsche SE: Die Holdinggesellschaft investiert in die US-amerikanische Raumfahrtsfirma Stoke Space Technologies, wie das Unternehmen mitteilt. In einer Finanzierungsrunde sammelte Stoke Space rund eine Milliarde US-Dollar ein; die Porsche SE beteiligt sich mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.
Stoke Space wurde erst vor sechs Jahren gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Kent im Bundesstaat Washington entwickelt derzeit eine zweistufige Trägerrakete, die nach den Plänen des Unternehmens vollständig wiederverwendbar sein soll. „Dieser Ansatz findet aktuell ansonsten lediglich bei SpaceX Anwendung“, teilt die Porsche SE mit.
Porsche SE investiert in wiederverwendbare Trägerrakete
Bei einer zweistufigen Trägerrakete übernimmt zunächst die erste Stufe den Start und wird nach dem Verbrauch ihres Treibstoffs abgetrennt. Die zweite Stufe beschleunigt anschließend die Nutzlast weiter ins All. Durch das Abwerfen der leeren Stufe spart die Rakete Gewicht und gewinnt an Effizienz. Der Erstflug der Rakete „Nova“ ist für Anfang 2027 geplant.

Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch hält das Investment in Stoke Space für „hochattraktiv“.
Carsten Koall/dpa„Der von Stoke Space adressierbare Markt für Raketenstarts weist einen signifikanten Nachfrageüberhang auf, der derzeit fast ausschließlich durch SpaceX bedient wird.“, sagt Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE. Das mache das Unternehmen zu einem hochattraktiven Investment.
Es ist das zweite Investment der Porsche SE in ein Raumfahrtunternehmen. Bereits vor fünf Jahren beteiligte sich die Holding an dem Start-up Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn bei München. Dem bayerischen Unternehmen ist es Anfang September als erstem europäischen Raumfahrtunternehmen gelungen, eine Trägerrakete ins All zu bringen.
Das Investment in Stoke Space ist die jüngste Beteiligung der Porsche SE, der Mehrheitseigentümerin des VW-Konzerns, und ein weiterer Schritt hin zu einem breiter aufgestellten Portfolio. Vor einem Jahr kündigte die Holding an, künftig stärker im Verteidigungs- und Sicherheitssektor zu investieren.

