Geldentwertung
: Inflation im Euroraum steigt im Oktober auf vier Prozent

Die Inflation in den Euro-Ländern kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Deutschland bleibt unter der hohen Durchschnittsmarke.
Von
Markus Brauer
Luxemburg
Jetzt in der App anhören
Der Euro verliert immer mehr an Wert.

Der Euro verliert immer mehr an Wert.

Imago/Wolfilser
  • Inflation im Euroraum steigt im Oktober auf 4,0 Prozent – höchster Stand seit drei Jahren.
  • Haupttreiber sind Energiepreise: plus 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 1,6 Prozent, Dienstleistungen um 3,3 Prozent.
  • Deutschland meldet 2,8 Prozent Inflation; der Tankrabatt dämpft hier die Energiepreise.
  • Niedrigste Rate in Malta mit 2,3 Prozent, höchste in Litauen mit 6,1 Prozent.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Inflation in der Eurozone ist wegen der hohen Energiepreise im Oktober voraussichtlich auf einen neuen dreijährigen Höchststand gestiegen. Die Preise in den 21 Euro-Ländern stiegen im Jahresvergleich um 4,0 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat mit Sitz in Luxemburg am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Zuletzt lag die Inflationsrate im September 2023 oberhalb der Marke von vier Prozent.

Energieprodukte verteuerten sich den Statistikern zufolge um 20,8 Prozent, waren also um mehr als ein Fünftel teurer als im Oktober vergangenen Jahres. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, Dienstleistungen verteuerten sich um 3,3 Prozent.

2,8 Prozent Inflation in Deutschland

In Deutschland ging die Inflation im Oktober auf 2,8 Prozent zurück. Ausschlaggebend dafür war der Tankrabatt, sodass die Energiepreise in Deutschland insgesamt nicht so stark stiegen wie im Rest der Eurozone. Nur in Malta lag die Inflationsrate mit 2,3 Prozent noch niedriger.

Die höchsten Inflationsraten verzeichneten demnach Litauen (6,1 Prozent), Bulgarien (6,0 Prozent) sowie Griechenland und Italien (beide 5,6 Prozent). Eurostat veröffentlicht Mitte des Monats eine zweite Schätzung mit aktualisierten Daten.

Mit AFP-Agenturmaterial