Ab August 2027: Bosch will humanoide Roboter im Schwarzwald bauen

Die Roboter werden vom britischen Start-up Humanoid entwickelt.
Humanoid- Bosch plant ab Sommer 2027 in Bühl eine Serienproduktion humanoider Roboter.
- Entwicklung bleibt in London beim Start-up Humanoid, Bosch übernimmt die Fertigung.
- Zunächst sind mehrere hundert Einheiten vorgesehen – Einsatz vor allem in Fabriken und Logistik.
- Bosch prüft eigene Komponenten wie Antriebe, Motoren und Sensoren für die Produktion.
- Schaeffler gilt als Abnehmer; Bosch bündelt KI- und Robotikaktivitäten in neuen Einheiten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch baut im Schwarzwald bald Roboter, die Menschen ähneln. Zusammen mit dem Start-up Humanoid sollen schon ab Sommer 2027 im Werk in Bühl im Nordschwarzwald serienmäßig humanoide Roboter gebaut werden. Dort sind derzeit die Geschäftsbereiche Electrified Motion, Mobility Electronics und Power Solutions angesiedelt. Als erstes hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet.
Laut dem Bericht sei zunächst ist eine Produktion von mehreren hundert Einheiten geplant. Die KI-gesteuerten Maschinen sind dem menschlichen Körperbau nachempfunden, laufen auf zwei Beinen, haben Köpfe und Arme.
Die Roboter sollen vor allem in Fabriken und in der Logistik helfen. Auf längere Sicht könnten sie in Feldern, in denen menschliche Arbeitskräfte fehlen, eingesetzt werden, etwa in der Pflege. Theoretisch sind humanoide Roboter auch für militärische Zwecke nutzbar.
Bosch setzt vermehrt auf KI und Robotik
Die Roboter sollen weiterhin in London vom künftigen Partner entwickelt werden, Bosch baut die Serienproduktion im Kreis Rastatt auf. Eine eigene Roboterplattform will der Technologiekonzern demnach nicht entwickeln, man wolle als Partner die „Technologie in eine skalierbare Fertigung überführen“, heißt es. Ob Bosch möglicherweise auch Komponenten wie Antriebe, Motoren und Sensoren liefert, werde derzeit geprüft.

Ein mögliches Tätigkeitsfeld für humanoide Roboter: Logistik und Lagerarbeiten
HumanoidDas passt zur Gesamtstrategie des Konzerns, der künftig vermehrt auf die Felder Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik setzen will. Der Schwenk ist dem schwächelnden Kerngeschäft als Automobilzulieferer geschuldet. Für das vergangene Jahr wies Bosch einen Verlust nach Steuern von 363 Millionen Euro aus. Das war zuletzt im Jahr 2009 der Fall gewesen. Der Umsatz stieg nur leicht auf rund 91 Milliarden Euro.
Um das Roboter-Geschäft voranzutreiben, haben die Feuerbacher die neue Einheit Robert Bosch Robotics GmbH gegründet, die Aktivitäten für den asiatischen Markt wurden im neuen Bosch Robotics Center China (BROC) gebündelt.
Offenbar hat Bosch seine Pläne diesbezüglich schnell weiterentwickelt. Anfang Juni hatte es auf dem Branchentreff „Bosch Connected World“ (BCW) in Berlin noch geheißen, man wolle nicht als Hersteller humanoider Roboter auftreten, sondern als Partner das „Gehirn und Nervensystem“ für diese Systeme liefern.
Humanoide Roboter aus dem Schwarzwald: Es gibt schon Abnehmer
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits Weltmarktführer im Bereich mikroelektromechanische Systeme (MEMS). Mit Hilfe dieser soll der Tastsinn humanoider Roboter verfeinert werden. Anfang des Jahres wurde zudem strategische Technologie- und Entwicklungspartnerschaft mit Neura-Robotics aus Metzingen vereinbart, um gemeinsam KI-Software zu entwickeln, die in den menschenähnlichen Robotern zum Einsatz kommt.
Abnehmer für die Roboter aus dem Schwarzwald gibt es offenbar auch schon: Der Autozulieferer Schaeffler will die Maschinen nach Angaben von Humanoid in der eigenen Produktion einsetzen. Auch mit Schaeffler kooperiert das britische Start-up bereits. Bosch und Schaeffler sind beide an Humanoid beteiligt.
