Zwei Talente auf dem Weg nach oben: With a little help von Weltmeister Benedikt Doll

Weltmeister Benedikt Doll (links) unterstützt die beiden Talente Melina Gaupp und Marcel Dickhaut.
BRVSeinem großen Ziel ist Marcel Dickhaut vom SV Hinterzarten am zweiten Oktober-Wochenende ein Stückchen näher gekommen.
Bei den deutschen Meisterschaften glänzte der Nachwuchsmann der Nordischen Kombination mit Platz 14 bei den Herren und Platz 3 bei den Junioren – der ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen kommende Wahl-Schwarzwälder aus dem Skiinternat Furtwangen (SKIF) ist aber erst 16 Jahre alt.
„Ich möchte gerne Profisportler werden, internationale Wettkämpfe bestreiten und an den Olympischen Spielen teilnehmen“, beschreibt er seine ehrgeizigen Ziele. Aber natürlich soll weiterhin der Spaß am Sport im Vordergrund stehen, den er mit 6 Jahren beim SC Rückertshausen auf der Schanze gefunden hat.
Ein berühmter Mentor
Als Mentor steht ihm Biathlon-Weltmeister Benedikt Doll – wie Simone Hauswald ebenfalls ein Absolvent des SKIF – zur Seite, der vor Kurzem in Dresden noch einmal auf den Langlauf-Skiern stand. Und der kümmert sich auch um die 17-jährige Nachwuchsbiathletin Melina Gaupp, die ebenfalls am SKIF an einer Sportlerinnen-Karriere bastelt. Eingefädelt hat das die Talentstiftung Henning Tögel, die junge Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen in den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft sowie Sport fördert.
Für die jungen Nachwuchskräfte am SKIF fallen Kosten für Internat, die Sportausrüstung oder Trainingslager an, die meist von den Familien der Sportlerinnen und Sportler getragen werden müssen. Mit dem mehrjährigen Sportstipendium der Talentstiftung wird das um einiges leichter.
Stipendium federt die Kosten ab
„Wir freuen uns, dass wir solche herausragenden Talente wie Melina und Marcel unterstützen dürfen und ihnen ein stückweit den Weg für die weitere sportliche Entwicklung ebnen können“, sagt Stiftungsvorstand Christoph Eich. „Da Sponsoren in der aktuellen sportlichen Phase nicht Schlange stehen, hilft ein Stipendium den Talenten bis zum nächsten Karriereschritt in jedem Fall weiter.“
Schon einen WM-Titel gesammelt
Melina Gaupp, die Anfang März mit der Staffel Junioren-WM-Gold geholt hatte, orientiert sich in ihrem Ehrgeiz an Tiril Eckhoff („sie hat alles erreicht“), die tragisch ums Leben gekommene Laura Dahlmeier („sie hat so jung alles erreicht, was man erreichen kann“) und Johannes Thingnes Bø („so lange so erfolgreich“).
Froh ist sie natürlich über die große Unterstützung, die ihre Eltern entlastet. Denn die hatten eine Menge Stress, seit ihre Tochter mit acht Jahren ihre Liebe zum Biathlon entdeckt hatte.
Das kennt auch Benedikt Doll, der sein „Wissen rund um den Sport gerne an die Nachwuchssportler weitergeben“ will. „Der Leistungssport hat mein Leben sehr geprägt. Im Leistungssport habe ich zum Beispiel gelernt, mir Ziele zu setzen und diese mit ganzer Energie zu verfolgen“, sagt er. Bei der Entwicklung dahin will er die zwei Talente begleiten. „Die Erfahrungen müssen sie aber selbst machen.“
