SB+SB+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: VfB dreht das Spiel – auch dank Jacob Bruun Larsen

Der VfB Stuttgart hat am 17. Bundesliga-Spieltag gegen Leipzig 2:1 gewonnen. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    IMAGO/Pressefoto Baumann/IMAGO/Julia Rahn
  • Alexander Nübel (Note 3): Hatte in der ersten halben Stunde der Partie nichts zu tun, musste aber dennoch einen Ball aus den Maschen holen. Bei Xavis Gewaltschuss auf dem Posten (37.). Mutig im rauslaufen und mitspielen – bis auf eine Unsicherheit, die Openda aber nicht zu nutzen wusste (59.). Ein guter Auftritt des Keepers.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ramon Hendriks (Note 2,5): Aufmerksam und fleißig beackerte er seine linke Außenbahn und sorgte mit dafür, dass Leipzig kaum etwas über den Flügel entwickelt bekam. In der Vorwärtsbewegung aber nicht wirksam und wenn er einmal gut in die Tiefe durchgestartet war, erreichten ihn die Kollegen mit ihren Pässen nicht. Dennoch ein in sich runder Auftritt des „Verteidigungsmonsters“, wie ihn Trainer Hoeneß vor dem Spiel nannte.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 3): Der ehemalige Leipziger wuchtete sich in die Zweikämpfe, versuchte gewohnt hart am Mann zu verteidigen. Das gelang nicht immer, mehrfach war Chabot gedanklich nicht schnell genug. Dazu zeigte er wie schon so oft ein überschaubares Aufbauspiel. Aber beirren ließ sich der Abwehranker davon nicht, sondern arbeitete solide die Aufgaben ab, die sich ihm stellten.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ameen Al-Dakhil (Note 2,5): Auch weil seine erste wichtige Klär-Aktion zu einem Mondball geriet, musste der VfB früh ein Gegentor schlucken, doch das war die einzige Szene, in der er nicht den Überblick behielt. Zeigte sich danach solide, verteidigte teils frech nach vorn und leitete mit einer Grätsche gar den Ausgleich durch Bruun Larsen ein. Machte in der 63. Minute Platz für Anthony Rouault.

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  • Josha Vagnoman (Note 3,5): Startete mit einer kläglich vergebenen Großchance in die Partie (6.), versuchte sich in der Folge immer wieder in der Vorwärtsbewegung, seine Flanken blieben ungenau. Defensiv solide. Sein langer Schlag initiierte das 2:1, doch unterm Strich bleibt festzuhalten: Vagnoman ist noch immer nicht in der Form, die ihn zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatte.

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  • Atakan Karazor (Note 3): Der Kapitän beschränkte sich anfangs sehr auf die tiefe Rolle, versuchte sich vor der Kette als Abräumer und Strukturgeber gleichermaßen. Lange mit wenig Erfolg. Allerdings: Aufstecken ist nicht die Sache von Karazor. Der Antreiber ackerte weiter und brachte sich so immer wieder klug ins Spiel. Eine solide Partie des Skippers.

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  • Angelo Stiller (Note 2,5): Der Mister Zuverlässig des VfB hatte einen kniffligen Start ins Spiel. Mit einem Fehlpass leitete er unfreiwillig eine Leipziger Chance ein, Dann wurde er von Benjamion Sesko derart hart gefoult, dass er minutenlang behandelt werden musste. Stiller biss sich durch und steigerte sich immer mehr, in Hälfte zwei lenkte er wie gewohnt das Spiel des VfB.

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  • Chris Führich (Note 3): Der Nationalspieler wirbelte wie immer auf der linken Außenbahn, tat sich, wie der Rest der VfB-Offensive, zunächst aber schwer, in aussichtsreiche Positionen zu kommen. Bei seinem einzigen Abschluss vor der Pause musste er seinen schwachen rechten Fuß nutzen. In Hälfte zwei war Führich auffälliger und an zahlreichen gefährlichen Angriffen des VfB beteiligt.

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  • Jacob Bruun Larsen (Note 2): Der Winterneuzugang stand erstmals seit seinem Wechsel von der TSG Hoffenheim zum VfB in der Startelf, verdrängte Enzo Millot auf die Bank. Über die rechte Seite machte er viel Druck, nahm immer wieder Tempo auf, seine Flanken waren aber zu unpräzise. Perfekt getimt war dagegen sein Kopfball in der 50. Minute zum 1:1. Nach 63 Minuten wurde der Däne ausgewechselt, es kam Jamie Leweling.

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  • Deniz Undav (Note 2,5): Der Torschütze vom vergangenen Sonntag feierte sein Startelf-Comeback an der Seite von Nick Woltemade – und schaffte sich gleich selbst eine Hypothek: mit der Gelben Karte bereits nach fünf Minuten. Auch ansonsten spielte der Nationalspieler eine eher unglückliche erste Hälfte. Nach der Pause glänzte er dann aber mit der maßgeschneiderten Flanke auf Jacob Bruun Larsen, der das 1:1 erzielte. Auch am zweiten Treffer des VfB war er maßgeblich beteiligt. In der 75. Minute kam für ihn Enzo Millot.

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  • Nick Woltemade (Note 2): Der frühere Bremer gehört mittlerweile zum Stuttgarter Stammpersonal. Gegen RB hatte er in Hälfte eins einige Aktionen, behauptete Bälle, war ganz vorne aber immer mal wieder zu kompliziert in seinen Aktionen. So kam er in keine echte Abschlusssituation. Das änderte sich in der zweiten Hälfte, als Woltemade im Angriff erste Anspielstation war und clever seine Zweikämpfe führte. Sein Treffer zum 2:1 war der verdiente Lohn für viel Arbeit bis zur 75. Minute, als ihn Ermedin Demirovic ablöste.

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  • Anthony Rouault (Note 3): War gleich nach seiner Hereinnahme gefordert aber eben auch gleich voll da. Verteidigte humorlos, nahm im Zweifel die lange Naht zur Hilfe, ging keine Risiken ein. Bot somit genau das, was in diesem Spiel von ihm gefragt war.

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  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Der Stürmer saß zunächst auf der Bank, kam in der 75. Minute für Nick Woltemade. Er hatte eine gute Möglichkeit, die er vergab.

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  • Jamie Leweling (Note 3): Der schnelle Mann von der rechten Außenbahn kam in der 63. Minute für Jacob Bruun Larsen in die Partie. Er spielte wie immer sehr engagiert, nach langer Verletzungspause fehlte noch ein bisschen die Präzision und das Gefühl für die Situationen im Spiel Lewelings.

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  • Yannik Keitel: Kam nach der 80. Minute ins Spiel und damit zu spät für eine Bewertung.

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  • Enzo Millot (Note 3): Der Franzose saß überraschend erst einmal auf der Bank und wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. In der Nachspielzeit hatte er eine Schusschance, mehr war nicht.

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