Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Hinten Chabot, vorne Demirovic – und viele weitere Topleistungen beim 3:1-Sieg

Der VfB Stuttgart hat im letzten Heimspiel der Saison gegen Bayer Leverkusen 3:1 gewonnen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Von
Dirk Preiß und David Scheu
Stuttgart
  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Tom Weller/dpa/Tom Weller
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Die Partie hatte kaum begonnen, da war der VfB-Torhüter schon geschlagen. Beim 0:1 durch Aleix Garcia war Nübel allerdings machtlos. Im weiteren Spielverkauf strahlte Alexander Nübel viel Ruhe aus, Großchancen musste er dabei kaum entschärfen. In der 89. Minute tauchte er noch einmal erfolgreich ins rechte untere Eck ab.

    Baumann/Hansi Britsch
  • Jeff Chabot (Note 1,5): Der VfB agierte überraschend mit einer Dreierkette – und Jeff Chabot war der zentrale Mann, der den Leverkusener Topstürmer Patrik Schick einbremsen sollte. In der ersten Hälfte ließ er keine Torchance des Bayer-Torjägers zu und ging in unzählige Kopfballduelle. Als Auszeichnung durfte es Chabot verstehen, dass Schick sich nach der Pause zu Ramon Hendriks orientierte. CHabot blieb auch gegen Christian Kofane stark und räumte vor allem per Kopf viel ab. Insgesamt eine sehr starke Leistung.

    Baumann/Julia Rahn
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): Der Niederländer war schon nach wenigen Sekunden die tragische Figur. Sein Ballverlust an der Mittellinie führte zum schnellen Rückstand. Danach hatte es Hendriks in einer Dreierkette viel mit dem unbequemen Christian Kofane zu tun und fing sich nach und nach. Bis ihm in der 39. Minute ein fast folgenreicher Fehlpass unterlief. Nach dem Wechsel gesellte sich Patrick Schick zu Hendriks. Der spielte aber unbeeindruckt von seinen Wacklern weiter und war an der Entstehung des 3:1 beteiligt.

    Baumann/Julia Rahn
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2): Dass der VfB in einer Dreier-Abwehrreihe agierte und Mittelstädt Teil davon war, machte die Aufgabe für den Linksverteidiger noch anspruchsvoller. Er löste sie aber gut, war zweikampfstark (75 Prozent gewonnene Duelle) und entwickelte dennoch Offensivdrang. Kurz vor der Pause verwandelte er den Strafstoß zum 2:1 sicher. In der zweiten Hälfte stand er weiter hinten gut – und hatte vorne die Chance auf sein zweites Tor. Insgesamt ein sehr gutes Spiel.

    Baumann/Julia Rahn
  • Chema (Note 3): Rückte für den rotgesperrten Atakan Karazor im Mittelfeld ins Team, wo der Spanier eine solide Vorstellung bot – einerseits unauffällig und ohne viel zu initiieren, andererseits sicher in den meisten Pässen und ohne große Fehler.

    Baumann/Julia Rahn
  • Angelo Stiller (Note 2): Wurde früh von Tapsoba schmerzhaft getroffen (19.), konnte aber weiterspielen und gab dem VfB den gewohnten Rhythmus. Hatte mit 46 Ballkontakten in der ersten Hälfte die meisten aller Spieler auf dem Feld. In der zweiten Hälfte beruhigte er die Partie im eigenen Ballbesitz immer wieder, was dem VfB wichtige Kontrolle verschaffte.

    Baumann/Volker Mueller
  • Chris Führich (Note 2): Machte auf der linken Seite gewohnt viel Betrieb und suchte stets den Weg nach vorne. In der 24. Minute bereitete Führich mit einem starken Dribbling eine Großchance von Demirovic vor.

    Baumann/Volker Mueller
  • Jamie Leweling (Note 2): Leitete den frühen 1:1-Ausgleich durch ein Anspiel auf Demirovic ein. Ansonsten auf der rechten Seite präsent in den Zweikämpfen, aber ohne die große Durchschlagskraft in den Offensivaktionen – bis zur 58. Minute, als er mit einer perfekten und scharfen Flanke zwischen Torwart und Innenverteidiger das 3:1 durch Undav vorbereitete.

    Baumann/Hansi Britsch
  • Nikolas Nartey (Note 2): Der Däne stand etwas überraschend in der Startelf. Hinter den Spitzen sollte er helfen, hohe Ballgewinne zu erzwingen. Vor dem 1:1 spielte er einen feinen Doppelpass mit dem Torschützen Ermedin Demirovic. Nartey war unglaublich fleißig und spulte bis zu seiner Auswechslung in der 78. Minute über zehn Kilometer Laufleistung ab. Ein guter Auftritt!

    Baumann/Alexander Keppler
  • Deniz Undav (Note 2,5): Sorgte mit einem abgefälschten Schuss früh für Gefahr (11.), hatte danach aber nicht mehr viel Bindung zum Spiel – und suchte teils den Abschluss, als er auch den Mitspieler hätte mitnehmen können wie in der 40. Minute. Dann aber war er in der 58. Minute zur Stelle, als er eine Leweling-Flanke zum 3:1 über die Linie drückte. Kurz danach ging er angeschlagen vom Feld.

    Baumann/Volker Müller
  • Ermedin Demirovic (Note 1,5): Traf nach Zusammenspiel mit Nartey früh zum wichtigen 1:1 – und war auch danach voll drin im Spiel. Demirovic behauptete sich immer wieder gegen die robuste Leverkusener Defensive und kam zum Abschluss (ganz stark etwa in der 43. Minute mit dem Rücken zum Tor). Auch den Foulelfmeter zum 2:1 holte er heraus. Mit zunehmender Spieldauer etwas unauffälliger.

    IMAGO/MIS
  • Tiago Tomas (Note 3): Kam Mitte der zweiten Hälfte für Deniz Undav ins Spiel, blieb aber abgesehen von einem geblockten Schussversuch unauffällig. Wichtig als frischer Spieler bei der Arbeit gegen den Ball.

    Baumann/Julia Rahn
  • Luca Jaquez wurde in der 78. Minute für Maximilian Mittelstädt eingewechselt und bleibt daher ohne Bewertung.

    Baumann/Julia Rahn
  • Bilal El Khannouss kam in der 78. Minute für Nikolas Nartey in die Partie und bleibt ohne Bewertung.

    Baumann/Julia Rahn
  • Lorenz Assignon wurde wie Josha Vagnoman in der 86. Minute eingewechselt. Die beiden erhalten keine Bewertung mehr.

    Baumann/Julia Rahn
1 / 16

Der VfB Stuttgart hat am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen 3:1 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß 61 Punkte auf der Habenseite und den vierten Platz zurückerobert. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) geht es im Saisonfinale zu Eintracht Frankfurt (Liveticker).

Gegen Bayer passierte zunächst das, was der VfB-Coach Sebastian Hoeneß diesmal unbedingt vermeiden wollte. Sein Team geriet in Rückstand. Nach einem Ballverlust von Ramon Hendriks traf Aleix Garcia. Doch schon in der sechsten Minute hatte der VfB eine Antwort parat, als Ermedin Demirovic einen schönen Spielzug zum 1:1 abschloss. Kurz vor der Pause profitierten die Stuttgarter dann vom Videobeweis. Der ergab ein Foulspiel am Demirovic, Maximilian Mittelstädt verwandelte.

Nach der Pause blieb der VfB am Drücker und legte durch Deniz Undav in der 58. Minute nach Vorarbeit von Jamie Leweling das 3:1 nach. Die Stuttgarter schafften es danach, durch einen weiterhin druckvollen Auftritt eine Leverkusener Aufholjagd immer wieder im Keim zu ersticken.

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.