Traditionsclub blüht auf
: Der FV 08 Rottweil hat sich schnell in der Kreisliga akklimatisiert

Nach 28 Jahren stieg der ehemalige Verbandsligist FV 08 Rottweil erstmals wieder in die Kreisliga A ab. Dort blüht das Team aktuell wieder auf.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Simon Kläger (gelbes Trikot) war nach dem frühen Rückstand Antreiber im Rottweiler Mittelfeld

Rohde

Zehn Punkte, 16:7-Tore und Tabellenplatz drei hinter den beiden ungeschlagenen Teams um Überraschungsmannschaft SG Böhringen/Dietingen (15 Zähler) sowie der SG Mariazell-Locherhof/Stetten-Lackendorf (11). Der Start in die Kreisliga A2 ist dem Absteiger FV 08 Rottweil gelungen, auch wenn es das schmerzliche 2:3 im Stadtderby gegen den FC Suebia Charlottenhöfe gab. Die beste Antwort war der wichtige und richtungsweisende 3:1-Derbysieg auf dem Horgener Kapf gegen die SG Zimmern II/Derby.

Dabei passte an diesem Tag nahezu alles: Die Moral und der Kampfgeist stimmten ob des frühen 0:1-Rückstand. Trainer David Kolar war an der Außenlinie ein ums andere Mal lautstark „on Fire“, auf dem Platz zog Spielmacher Simon Kläger die Fäden.

Er erklärte: „Wir wussten, dass wir etwas gutzumachen hatten. Zimmern II/Horgen gehört ja zu den Aufstiegsmitfavoriten. Wir sind jedoch nicht so gut in die Partie gekommen. Es war nicht der erste Rückstand, wir sind schon öfters nicht gut gestartet, haben dann allerdings die richtige Reaktion gezeigt. Die erste Hälfte war noch zerfahren. Wichtig war nach dem Rückstand nicht die Köpfe hängen zu lassen. Dann haben wir in der Pause taktisch noch etwas geändert und dies fruchtete sofort mit der 2:1-Führung.“

Joker kommt rein und macht einen Doppelpack

Torjäger Christian Braun hatte an diesem Tag „leider etwas Pech und hat einige Chancen liegen lassen. Umso wichtiger, dass wir gezeigt haben, dass wir auch Spiele ohne seine Tore gewinnen können“, freut sich Kläger für den Joker-Matchwinner von der Bank.

Der bullige Allrounder Mario Matos (er spielt Innenverteidiger oder Stürmer) kam direkt zur zweiten Halbzeit rein und machte einen Doppelpack. Er ersetzte den verletzten Florin Qevani, der das wichtige 1:1 erzielte, sich allerdings eine Bänderverletzung zuzog. Qevani ist übrigens ein Ex-Zimmerner und spielte wie sein Vater Mentor schon für beide Vereine.

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