Tennis: Das war es dann wohl

Arian Hasas am Netz
Uli NodlerEs sieht nicht gut aus: Weder in Weinheim (0:9) noch zuhause gegen Leimen (1:8) konnten Punkte eingefahren werden.
„Der Abstieg ist wohl besiegelt, außer es geht nur eine Mannschaft runter. Aber davon gehen wir nicht aus“, lässt Teamchef Marcel Rodewald wissen. Dass es am Ende – zwei Partien stehen noch aus – wohl nicht reicht, liegt darin begründet, dass wichtige Akteure in dieser Sommerrunde nicht mitmischen konnten.
Ohne Top-Spieler wie Maxime Mora oder Dylan Dietrich, die ganz vorne in der Meldeliste stehen, ist es in dieser Liga einfach kaum möglich, zu bestehen. „Da hat man dann keine Chance. Ich habe das Gefühl, dass das Niveau von Jahr zu Jahr stärker wird“, sagt Rodewald.
Bestes Beispiel: Luis Britto (LK 2,1) vom TC BW 64 Leimen, der am Sonntag mit seinem Team im wegweisenden Match in Grenzach antrat. Die Nummer zwei der Leimener ist in der Doppel-Weltrangliste auf Platz 160 klassiert. Der Brasilianer agierte schließlich im Dreier-Doppel. „Das zeigt es doch ganz eindrücklich“, so Rodewald.
Das wohl alles entscheidende Match um den Abstieg stieg dann am Sonntag am Gmeiniweg. „Sollten wir gewinnen, ist der Klassenerhalt drin. Wenn nicht, wird es schwer“, meinte Rodewald im Vorfeld. Man sei gespannt, mit welcher Aufstellung Leimen anreisen werde.
Während für Grenzach einzig Jan Jauch (LK 3,0) für Moritz Schmidt ins Team rückte, zeigte Leimen bereits auf dem Spielberichtsbogen, dass sie keinesfalls auf einer Kaffeefahrt waren.
Arian Hasas (LK 1,7) bekam es im Spitzeneinzel mit dem Serben Dusan Milanovic (LK 2,4) zu tun. Der ließ nichts anbrennen, gewann 6:3 und 6:4. Ebenfalls nur sechs Spiele verbuchen durfte Grenzachs Nummer zwei, Dimitar Grabul (LK 4,3), der gegen den bereits erwähnten Britto mit 4:6 und 2:6 das Nachsehen hatte.
Martin Poplawski (LK 4,2) bekam es mit dem Ex-Grenzacher Jan Sebesta (LK 2,0) zu tun und kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz ins Spiel zurück. Am Ende musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Hier behielt dann Sebesta beim 10:4 die Oberhand.
Sein Schweizer Landsmann Jan Jauch (LK 3,0) musste sich deutlich in zwei Sätzen gegen Maximilian Schollmeyer (LK 2,4) geschlagen geben, und auch Marcel Rodewald (LK 4,7) an Position fünf konnte Fabio Demel (LK 2,8) nicht wirklich ärgern (3:6, 4:6).
Für den einzigen Einzel-Sieg der Grenzacher sorgte ein stark aufgelegter Philipp Kahoun (LK 6,1) im Duell der beiden Sechser gegen Lukas Bauer (LK 3,1 / 6:4, 7:5).
Somit war die Begegnung bereits vor den drei abschließenden Doppelbegegnungen entschieden. Gespielt wurde aber dennoch. Hier gingen Doppel eins und Doppel drei klar an die Gäste, während die Paarung Grabul/Kahoun am Ende nur knapp den zweiten Punkt für die Hausherren verpasste. In einem ausgeglichenen Duell behielten Sebesta/Schollmeyer knapp mit 6:4, 6:7 und 10:7 die Oberhand.
„Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu“, bewies TC 1923-Vorsitzender Thilo Kaltenbach Galgenhumor. Neben den Langzeitausfällen mussten vor dem Wochenende auch noch zwei weitere Spieler verletzungsbedingt absagen. „Auch Dimitar sollte eigentlich aufgrund einer Verletzung nicht spielen, musste dann aber doch auf den Platz.“
Am kommenden Wochenende geht es für den Tabellenvorletzten zum Ausklang nach Tiengen (5.) und dann zuhause gegen Schönberg (3.). „Wir schauen mal. Es muss erst einmal alles gespielt werden. Aber sollte es nicht reichen, dann ist das auch kein Beinbruch“, so Kaltenbach.
Einzel: Hasas – Milanovic 3:6, 3:6, Grabul – Britto 4:6, 2:6, Poplawski – Sebesta 4:6, 6:2, 4:10, Jauch – Schollmeyer 2:6, 3:6, Rodewald – Demel 3:6, 4:6, Kahoun – Bauer 6:4, 7:5. Doppel: Hasas/Jauch – Milanovic/Bauer 2:6, 3:6, Grabul/Kahoun – Sebesta/Schollmeyer 4:6, 7:6, 7:10, Poplawski/Rodewald – Britto/Demel 0:6, 1:6.