Zwischen Topritten und WM-Fieber
: Zollernalb-Reiter überzeugen in Durmersheim

Der gebürtige Hechinger Timo Beck und Andy Witzemann aus Winterlingen sammeln in Durmersheim Topplatzierungen und schauen nebenbei die Ritte der Weltmeisterschaft in Aachen.
Von
Frank Häusler
Durmersheim
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Springreiter-Ass Timo Beck, gebürtig und aufgewachsen in Hechingen, hat in Durmersheim erst einen Live-Stream zur Aachen-WM verfolgt und landete anschließend im Großen Preis an sechster Stelle.

Springreiter-Ass Timo Beck, gebürtig und aufgewachsen in Hechingen, hat in Durmersheim erst einen Live-Stream zur Aachen-WM verfolgt und landete anschließend im Großen Preis an sechster Stelle.

Frank Häusler
  • Springreiter aus dem Zollernalbkreis überzeugen in Durmersheim – paralleler WM-Livestream.
  • Timo Beck wird im Großen Preis Sechster und gewinnt zuvor die M-Springpferdeprüfung.
  • Stefan Hirsch siegt in einer Zweisterne-M-Prüfung der Youngster-Wettbewerbe.
  • Andy Witzemann platziert sich mehrfach, im Youngster-S-Finale wird Snow Peak Achter.
  • Live-Stream zur Aachen-WM: Jubel über den Mannschaftssieg, Hinners und Vogel planen Bisingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Parallel zu den Finalspringen bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Aachen haben sich Springreiter-Asse aus dem Zollernalbkreis in Durmersheim wacker geschlagen. Im Großen Preis, einer von Günter Treiber vom Reitverein Eppelheim gewonnenen Zweisterne-S-Springprüfung, sprang für den sechsfachen baden-württembergischen Hallenchampion und gebürtigen Hechinger Timo Beck auf dem Oldenburger Quincy (9) ein starker sechster Platz heraus. Zuvor hatte Beck auf Zwickerbein mit der Tageshöchstnote von 8,60 die M-Springpferdeprüfung gewonnen. In den vielen Youngster-Wettbewerben des topbesetzten Reitturniers ging einer der Zweisterne-M-Siege auf Nevanorella (8) an Stefan Hirsch vom Reiterverein Nordstetten-Horb. Und immer wieder schickte auch Andy Witzemann (PS-Team Winterlingen) seinen vierbeinigen Nachwuchs erfolgreich ins Rennen. „Ich glaube, ich hatte noch nie so viele gute Youngster im Stall wie derzeit“, sagte Witzemann. Meist saß der 47-Jährige selbst im Sattel, landete in schweren S-Springprüfungen etwa auf MCC an siebter oder auf Coach Carter an achter Stelle. Im Youngster-S-Finale sprang auf Zukunftshoffnung Snow Peak, einem siebenjährigen Hannoveraner-Wallach, ebenfalls der achte Platz heraus. Weitere Witzemann-Springpferde stellte immer wieder die aus Kanada stammende Ellah Dubeau-Kielty (23/PS-Team Winterlingen) erfolgreich vor. Derweil wurden in Durmersheim via Live-Stream die Ritte in der Aachener Soers verfolgt.

Nach 2006 fanden dort unter dem offiziellen Slogan „Welcome Home“ zum zweiten Mal die Reitweltmeisterschaften statt. Insbesondere wenige Tage nach dem weltmeisterlichen Einzelsieg von Michael Jung aus Horb-Altheim in der Vielseitigkeit, feierte man in Durmersheim nun den WM-Mannschaftssieg der deutschen Springreiter-Equipe. Daumendrücken herrschte für Deutschlands Shootingstars, Sophie Hinners aus Pfungstadt in Hessen und den gebürtigen Baden-Württemberger Richard Vogel (ebenfalls Pfungstadt). Beide mischen sich schließlich auch hierzulande gern in die Starterfelder. „Wenn es der Zeitplan der frisch gebackenen Mannschaftsweltmeister zulässt“, verriet der Hechinger Timo Beck, der in der Springreiterszene gut vernetzt ist, „dann möchten Hinners und Vogel im Oktober wieder beim Bisinger Hohenzollernreitturnier mitmischen.“ Wie 2024 – da ging einer der Zweisterne-M-Siege von Bisingen an eine gewisse Sophie Hinners. Turnierchefin Catrin Meiser-Feyrer (RSZ Hohenzollern) würde eine Startzusage bestimmt riesig freuen. Meiser-Feyrer saß in Durmersheim ebenso mitfiebernd vor den Bildschirmen des Aachener Live-Streams und ganz nebenbei erkämpfte die Hohenzollern-Springreiterin in den L-Wettbewerben des fünftägigen Turniers auf Vingina du Rouet zwei zweite und einen vierten Platz.