Viertes Heimspiel in der Handball-Bundesliga
: HBW Balingen-Weilstetten verliert in der Crunchtime

Volle „Hölle Süd“ beim vierten Heimspiel der Gallier. Gegen den Bergischen HC zeigte der HBW Balingen-Weilstetten eine starke Leistung, musste sich aber letztlich mit 28:29 knapp geschlagen geben.
Von
Frank Campos
Balingen
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GER, HBW Balingen-Weilstetten vs. Bergischer HC, Handball, Opel Handball-Bundesliga, 7. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 02.10.2026: Zweikampf, Duell, Kampf, tackle, duel, duel, fight, tackle Tom Bergner (Bergischer HC, #28), Magnus Grupe (HBW Balingen-Weilstetten, #08) und Johannes Wasielewski (Bergischer HC, #77),

GER, HBW Balingen-Weilstetten vs. Bergischer HC, Handball, Opel Handball-Bundesliga, 7. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 02.10.2026

Foto: Eibner-Pressefoto/Kirsten Jaeger

Ein hartes Stück Arbeit war es für Magnus Grupe und Co. gegen den Bergischen HC. Die Gäste hatten am Ende die Nase vorn.

eibner/Kirsten Jaeger
  • HBW Balingen-Weilstetten verlor zuhause gegen den Bergischen HC knapp mit 28:29.
  • Nach 13:8-Führung zur 23. Minute kippte das Spiel in einer umkämpften zweiten Hälfte.
  • Fehlten bei HBW: der verletzte Csaba Leimeter und der erkrankte Kapitän Tobias Heinzelmann.
  • Entscheidung in der Crunchtime – Videobeweis mehrfach, Rot für Stefan Bauer kurz vor Schluss.
  • Beste Werfer: HBW Raguse 7 Tore, BHC Hangstein 10 und Schrader 7.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bergische HC  hatte eine weite Anfahrt aus Nordrhein-Westfalen. Die Mannschaft des gleichberechtigten Trainergespanns Arnor Thor Gunnarsson und Markus Pütz reiste zwar noch ohne Punkte im Gepäck an, hatte sich aber viel vorgenommen in der Mey Generalbau Arena.

Der HBW Balingen-Weilstetten hatte seinerseits im bisherigen Saisonverlauf vier Punkte gesammelt, aber auch die jüngsten drei Partien knapp verloren. Für Spannung war gesorgt. Bei den Gastgebern fehlten der verletzte Csaba Leimeter und der erkrankte Kapitän Tobias Heinzelmann. Seine Vertretung übernahm Elias Huber.

Verhaltener Start

Sören Steinhaus sorgte aus dem Rückraum für die erste Gästeführung. Der HBW kam nicht gut rein, Elias Fügel erzielte nach vier Minuten jedoch das 1:1. Der Balinger Innenblock holte sich danach zwei Zeitstrafen ab. Nach sieben Minuten stand es 3:3.

Als Stefan Bauer schon wieder mit zwei Minuten runter musste, kochten die Emotionen in der Halle das erst Mal hoch. In Unterzahl brachte Mischa Locher mit einem schönen Lupfer die Gallier das erste mal in Führung. Dann gab es zwei Minuten für den BHC und Siebenmeter. Doch Sascha Pfattheicher ließ ungewohnt die Chance liegen und touchierte nur die Latte.

Gallier übernehmen die Kontrolle

Über Außen bauten die Gastgeber die Führung dennoch bis zur 13. Minute auf 7:4 aus. Das Trainerteam der Gäste reagierte mit der ersten Auszeit. HBW-Torhüter Vladimir Cupara parierte in der Folge seinen ersten Siebenmeter.

Nach tollen Einsatz von Bennet Strobel am Kreis trat erneut Siebenmeter-Spezialist Sascha Pfattheicher in Aktion. Dieses Mal verwandelte er zum 10:5. Der Handballverein aus Solingen und Wuppertal blieb durch den starken Janik Schrader dran.

BHC nur mit kurzer Pause

Die Gäste hatten erst am Mittwoch ihr erstes internationales Spiel überhaupt bestritten und in der European League bei Tatran Presov in der Slowakei gewonnen. die Regeneration war dementsprechend kurz.

In der 23. Minute führte der HBW beim 13:8 wieder mit fünf Toren. Zudem stand wieder Vladimir Cupara wie ein Fels in der Brandung. In der 26. Minute eilten die Schiedsrichter dann zum Videobeweis. Ein Gästespieler war in der Offensivaktion weggerutscht und das zeigten auch die Bilder. Es ging weiter mit Freiwurf. Fynn Hangstein ließ den Vorsprung der Gallier etwas schrumpfen. Zur Pause stand es 17:14.

Tolle Stimmung in der Halle

2174 Fans freuten sich auf die zweiten 30 Minuten. Daniel Rebmann stand nun im Kasten. Georg Pöhle eröffnete  mit zwei Toren zum 19:16.

Elias Fügel verwandelte per Siebenmeter zum 20:16. Die Gäste blieben jetzt konsequent. In der 37. Minute war der Bergische HC auf einmal auf 19:20 dran, Huber spielte jedoch Stefan Bauer am Kreis an und es stand wieder 21:19. Kristian van der Merve (15 Paraden) im Tor des BHC hielt jedoch den Abstand weiter klein. Dann handelte sich Yonatan Dayan eine Zwei-Minuten-Strafe ein wegen angeblicher Schauspielerei. Dann wurde ein Tor der Gallier nicht gegeben. Die Zuschauer buhten die Schiedsrichter lautstark aus.

Comeback der Gäste

In der 42. Minute traf Tom Bergner zum 21:21 und die Partie war wieder offen. Cupara kehrte aufs Spielfeld zurück. Beim 22:22 nahm HBW-Chefcoach Matti Flohr die Auszeit. Die zweite Hälfte war noch nicht nach seinem Geschmack. Nur fünf Galliertore in knapp 13 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.

In der 44. Minute lag der BHC mit 23:22 in Front. Raguses Ausgleich wurde kurz per Video überprüft. Mit Extraklasse stellte Mex Raguse auch auf 24:23. Der BHC drehte die Führung auf 26:25. Nach einer Doppelparade feierte die Halle Vladimir Cupara. Mit einem Tor Rückstand ging es für den HBW in die letzten zehn Minuten.

Wieder einw dramatische Schlussphase

Mischa Locher ließ den Siebenmeter zum Ausgleich liegen. Noch sieben Minuten waren auf der Uhr. Raguse erzielte den Ausgleich zum 26:26. Doch die Gäste schlugen zurück, trafen zum 27:26 und der HBW war zwei Minuten in Unterzahl. Tim Hilding bewies gutes Auge und traf das leere Tor zum 28:26.

Merlin Fuß verkürzte prompt. Die Crunchtime war angebrochen. Van der Merve parierte stark gegen Mischa Locher. Es war immer noch ein Tor Rückstand und der BHC traf zum 29:27. Dayan netzte zum 28:29 ein, die Hoffnung lebte. Es waren keine zwei Minuten mehr auf der Uhr. Zum vierten Mal wurde der Videobeweis bemüht. Stefan Bauer musste mit der Roten Karte runter. Der HBW war in Unterzahl.

Mischa Locher holte sich den Ball. Matti Flohr nahm die Auszeit. Merlin Fuß scheiterte. Es gab noch die Auszeit für den Bergischen HC. Es gab Offensivfoul. Zehn Sekunden sollten aber für den HBW in einem Herzschlagfinale nicht mehr reichen.

Statistik

HBW: Rebmann, Cupara (12 Paraden); Raguse (7), Huber, Grupe, Strobel, Fuß (4), Locher (4/1), Wente, Bänsch, Fügel (5/1), Pfattheicher (2/2), Dayan (2), Zacharias, Pöhle (2), Bauer (1).

Bergischer HC: Rudeck, Van der Merwe (15 Paraden), Oberrosler; Da Rocha Viana, Becher, Schöttle, Hangstein (10/2), Kooij, Hilding (3), Babak, Schrader (7), Bergner (3), Bjerneld, Fuchs, Steinhaus (5), Wasielewski (1).