U19 Fußball-Oberliga BW: Saisonauftakt: TSG Balingen zeigt gegen SSV Reutlingen zwei Gesichter

Die U19 der TSG Balingen kämpfte sich gegen den SSV Reutlingen nach einem 0:3-Rückstand zurück, verpasste den Ausgleich aber knapp. Hier der Balinger David Hallas mit dem Ball am Fuß.
Kara- U19 der TSG Balingen verlor zum Auftakt gegen den SSV Reutlingen mit 2:3.
- Reutlingen führte nach 30 Minuten 3:0, Balingen war in Zweikämpfen und zweiten Bällen unterlegen.
- Nach der Pause dominierte Balingen – Meiling traf zum 1:3, Engelhardt zum 2:3.
- Trotz Chancen in der Schlussphase verteidigte Reutlingen den Vorsprung mit Glück und Geschick.
- Trainer Akbaba sah starke 60 Minuten und forderte Präsenz von Beginn an für die Oberliga.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Besser hätte der Rahmen für den Saisonauftakt kaum sein können: Am Freitagabend (11. Septemberg) empfingen die U19-Junioren der TSG Balingen den SSV Reutlingen zum ersten Spiel der neuen Saison. Bei optimalen äußeren Bedingungen, zahlreichen Zuschauern und einem bestens präparierten Rasen in der Bizerba-Arena war die Partie für alle Beteiligten ein besonderes Highlight.
Die Balinger wollten an eine erfolgreiche Vorsaison anknüpfen. Damals beendete die TSG die Spielzeit in der EnBW-Fußbal-Oberliga Baden-Württemberg auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Meister SG Sonnenhof Großaspach. Aus diesem erfolgreichen Team blieb allerdings nur eine Handvoll Spieler im aktuellen U19-Kader übrig.
Akbaba formt erneut eine schlagkräftige Mannschaft
Trotz des personellen Umbruchs stellte Trainer Mehmet Akbaba erneut eine konkurrenzfähige Oberliga-Mannschaft zusammen. Der Taktikfuchs und Fußballfachmann hatte mit seinem Team viel vor. „Wir wollten von Anfang an die Richtung vorgeben. Wir wollten wie letzte Saison Tempofußball spielen und unser Spiel dem Gegner aufzwingen“, erklärte Akbaba. Doch der Start in die neue Runde verlief ganz anders als erhofft.
TSG Balingen verschläft die ersten 30 Minuten
Vor allem in der Anfangsphase erwischten die Gastgeber einen denkbar schlechten Start. Die Kicker aus Balingen waren in den ersten 30 Minuten kaum präsent, verlor zu viele Zweikämpfe und kamen bei den zweiten Bällen regelmäßig zu spät. Der SSV Reutlingen nutzte diese Schwächen konsequent aus. „Da waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Wir waren zu spät bei den Zweikämpfen. Die zweiten Bälle haben nicht uns gehört. Reutlingen war griffiger“, analysierte der TSG-Trainer Akbaba.
So stand es nach einer halben Stunde 0:3 aus Sicht der Balinger. Zwei der drei Gegentreffer waren aus Sicht von Akbaba dabei durchaus vermeidbar. „Das erste Tor war ein Elfmeter, bei dem wir im Strafraum nicht grätschen dürfen. Beim zweiten war es ein Rückpass ohne Bedrängnis direkt in den Fuß des SSV-Stürmers. Das 0:3 fiel dann in einer Phase, in der wir einfach die Köpfe unten hatten. Das war nicht gut und wird in der Oberliga bestraft“, sagte Akbaba.
Nach dem 0:3 übernimmt Balingen das Kommando
Nach der schwierigen Anfangsphase besannen sich die Balinger jedoch auf ihre fußballerischen Qualitäten. Ab der 30. Minute zeigte die TSG, welches Potenzial in der neu formierten Mannschaft steckt.
Die Gastgeber übernahmen zunehmend die Kontrolle und entwickelten sich zur spielbestimmenden Mannschaft. Reutlingen wurde weitgehend in die Defensive gedrängt. Balingen erspielte sich bereits vor der Pause zahlreiche Torchancen, ließ diese jedoch ungenutzt. „Wir haben uns bereits in der ersten Hälfte noch zahlreiche Torchancen herausgespielt, aber viel liegen gelassen“, sagte Akbaba.
Meiling und Engelhardt sorgen für Spannung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die TSG am Drücker. Die Balinger belohnten sich schließlich für ihren Aufwand: In der 63. Minute erzielte Linus Meiling den Anschlusstreffer zum 1:3.
Die Gastgeber glaubten nun wieder an ihre Chance. In der Schlussphase wurde es richtig spannend. Paolo Engelhardt verkürzte in der 81. Minute auf 2:3 und läutete damit eine dramatische Schlussphase ein. Balingen war klar spielbestimmend und hatte mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß. Doch der SSV Reutlingen verteidigte den knappen Vorsprung mit Glück und Geschick bis zum Schlusspfiff.
Akbaba: „Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen“
Coach Akbaba zeigte sich vor allem über die verpasste Belohnung für die starke Aufholjagd enttäuscht. „Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen. Wenn man die starken 60 Minuten von uns betrachtet, sind es für mich verlorene drei Punkte. Das ist bitter“, analysierte der TSG-Trainer.
Gleichzeitig sah Akbaba in der Partie wichtige Erkenntnisse für seine junge Mannschaft. Die ersten 30 Minuten hätten gezeigt, dass die TSG in der Oberliga von Beginn an präsent sein müsse. „Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht schlechter im Fußballspielen, sondern einfach nicht präsent. Danach haben wir gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Wenn du das dann nicht in Tore ummünzen kannst, verlierst du solche Spiele“, erklärte der Trainer.
Reutlingen habe seine Chancen dagegen eiskalt genutzt: „Drei Torchancen, drei Tore: dann geht der Sieg irgendwo auch in Ordnung, weil sie effektiv waren.“
TSG-Nachwuchs will aus der Niederlage lernen
Die Balinger wollen die bittere Auftaktniederlage nun genau analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. „Wir werden das aufarbeiten und versuchen dann nächsten Sonntag in Heidelberg die drei Punkte zu holen“, blickte Akbaba bereits auf die nächste Aufgabe voraus.
Trotz des Fehlstarts bleibt damit die Erkenntnis: Die neu formierte U19 der TSG Balingen hat nach dem 0:3-Rückstand eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch in dieser Saison auf hohem Niveau Fußball spielen kann. Nun gilt es, diese Qualität von Beginn an auf den Platz zu bringen.
Spiel-Statistik
TSG Balingen – SSV Reutlingen 2:3 (0:3)
Tore: 0:1 Mladenovic (21.), 0:2, 0:3 Kalauch (27., 28.), 1:3 Meiling (63.), 2:3 Engelhardt (81,.).
TSG Balingen: Spranger – Bothe, Habel, Engelhardt, Maier (70. Grimm), Güntekin (26. Gianfriddo), Hallas, Haak (46. Benintende), Laboranovits (84. Oehlschläger), Meiling (75. Schlegel), Bernhardt.
SSV Reutlingen: Hermann, Maric, Mladenvoic, Ocak (55. Yilmaz), Kalauch (76. Yildiz), Said, Raulovic, Semenov (76. Yakar), Gürler (55. Petrenko), Dogan.

