Triathlon: LG-Duo zollt in Nagold Tribut

Alexander Görzen (links) und Rudi Kienzle wagten sich beim Nordschwarzwald-Triathlon in Nagold auf die "Iron-Man"-Distanz mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,16 Kilometer Laufen. Mit unterschiedlichem Erfolg.
Abt- Nordschwarzwald-Triathlon in Nagold: Zwei LG Steinlach-Zollern-Athleten starten lang.
- Rudi Kienzle meldete wegen Knieproblemen auf Aquabike um und wurde Dritter in M50.
- Seine Zeiten: 1:23 h Schwimmen, 5:12 h Rad, insgesamt 6:44 h – erste Aquabike-Langdistanz.
- Alexander Görzen stieg nach 1:26 h aus dem Wasser, nach 6½ h Rad in die Laufstrecke.
- Er brach etwa bei Halbmarathon ab: erstes DNF, dennoch für ihn ein bewegender Wettkampf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einen Langdistanz-Triathlon zu Ende zu bringen ist für viele, auch durchaus gut trainierte Sportler unvorstellbar. Zwei Triathleten der LG Steinlach-Zollern freuten sich dagegen vorab sehr, beim Nordschwarzwald-Triathlon in Nagold die Distanzen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem abschließenden Marathon erfolgreich zu absolvieren, zumal ihnen das in der Vergangenheit schon mehrfach gut gelungen ist. Doch dieses Mal nicht.
Rudi Kienzle meldet für den Aquabike-Wettkampf und wird Dritter seiner Altersklasse
Rudi Kienzle startete das dritte Mal in Folge beim Nordschwarzwald-Triathlon, der räumlich nächstgelegenen Möglichkeit, einen Langdistanz-Triathlon in Angriff zu nehmen – dieses Jahr wurden in Nagold sogar die DM-Titel vergeben. Nachdem Kienzle erst vor wenigen Wochen eine Halbdistanz sehr erfolgreich beendete, musste er allerdings wegen einer Knieverletzung das Lauftraining stark reduzieren oder gar einstellen. So nutzte er kurzfristig notgedrungen die Option, vom Triathlon auf den „Aquabike“-Wettkampf umzumelden, also „nur“ zu Schwimmen und Rad zu fahren. Für die 2 mal 1,9 km in der Nagoldtalsperre mit einem Landgang zwischendurch benötigte er 1:23 Stunden, und für die 180 km mit dem Rad über die Höhen und durch die Täler des Schwarzwalds war er 5:12 Stunden unterwegs, so dass er nach 6:44 Stunden und auf dem Bronzerang seiner Altersklasse M50 seine erste Aquabike-Langdistanz finishte.
Alexander Görzen muss den Triathlon auf der Laufstrecke vorzeitig beenden
Für Alexander Görzen endete der Langdistanz-Triathlon ebenfalls ohne die erhoffte Finisher-Medaille, obwohl er bis zur Halbmarathondistanz alles gab, was sein Körper und Wille an diesem Tag zu geben vermochten. Mit minimalster Vorbereitung und längerer Auszeit von Triathlonwettkämpfen wagte er sich trotzdem gleich wieder an die längste Wettkampfform, die im Triathlon üblicherweise ausgetragen wird. Das Schwimmen verlief angesichts fehlender Vorbereitung noch erstaunlich gut und Görzen stieg nach 1:26 Stunden aus dem Wasser. Auf der Radstrecke, insbesondere an den Anstiegen, die sich auf insgesamt 1500 Höhenmeter summierten, machte sich das jahrelang zu kurz gekommene Radtraining aber unbarmherzig bemerkbar und er musste 6 ½ Stunden sehr willensstark sein, um die zweite Wechselzone zu erreichen. In seiner eigentlich stärksten Disziplin, dem Laufen, musste er an diesem Tag aber ungefähr nach der Hälfte kapitulieren, da alle Reserven aufgebraucht waren und auch der stärkste Wille nicht mehr weiterhalf. Sein erstes „DNF“ (did not finish) in einer Triathlonergebnisliste, aber trotzdem ein emotional sehr bewegender Wettkampf in seiner langen Sportkarriere.