Kunstradfahren, German Masters: Philipp-Thies Rapp steht wieder ganz oben

Philipp-Thies Rapp vom RSV Tailfingen zeigte wieder seinen Saltoabgang.
Kara- Philipp-Thies Rapp gewann beim 1. German Masters in Märkisch Buchholz mit 210,62 Punkten.
- Er zeigte erneut den Saltoabgang, obwohl sein Fuß bei Landungen Probleme bereitet.
- Trainer Dieter Maute: erster Durchlauf Bestleistung mit 213,93 Punkten, Finale mit kleiner Dreh-Panne.
- Konkurrenz stark: Simon Halter holte 202,08 Punkte, Linus Weber 190,51 mit Handstand-Fehler.
- Weitere RSV Tailfingen: Carina Steinhilber auf Platz 20, Hirt-Zwillinge Platz zehn mit 88,21 Punkten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sichtlich zufrieden zeigte sich Vereinstrainer Dieter Maute mit der Performance von Welt- und Europameister Philipp-Thies Rapp. „Er ist in Märkisch Buchholz zweimal sehr gut gefahren. Beim ersten Durchlauf ist er gleich mit einer Bestleistung von 213,93 Punkten gestartet.“
Eigentlich sei das zweite Programm das etwas Bessere gewesen. „Es war runder und hat sich sich für ihn richtig gut angefühlt. Im Finale war es nur eine Drehung, die leicht weggelaufen ist. Das haben die Kampfrichter dann auch mit 50 Prozent, also 3,25 Punkte Abzug, bestraft. Wenn man die draufrechnen würde, wäre er wieder in ähnlichen Regionen gelandet, wie zuvor.“ 210,62 Punkte standen im Finale zu Buche. Damit landete der Tailfinger vor Simon Halter (202,08) und Linus Weber (190,51) auf dem Platz an der Sonne.
Der Fuß macht Probleme
Der Saltoabgang war wieder im Repertoire von Rapp. „Wir haben im Training überlegt, ob wir den Salto drin lassen. Wir machen uns aktuell Sorgen um Philipps Fuß und haben überlegt das Risiko zu minimieren. Wir haben auch im Salto selber etwas geändert, damit ihm die Landung leichter gelingt“, so Maute. Er bekomme bei der Landung eine Kompression in Höhe des oberen Sprunggelenks. Er komme von der Rotation nicht immer so hin, dass er eine saubere, abfangende Landung über alle Gelenke machen könne, so Maute. Und da werde eben das obere Sprunggelenk strapaziert.
Rapps Konkurrenten präsentierten sich ebenfalls stark. „Simon Halter hat zwei solide gute Ergebnisse gefahren. Im Moment liegt er somit auf Platz zwei in der Quali. Linus Weber ist in der Vorrunde auch hervorragend gefahren. Er hat im Finale nur den Fehler gemacht, dass er den Handstand wieder abbrechen musste, was extrem viel Punkte, nämlich zwölf, gekostet hat“, berichtet Maute.
Jonas Beiter vom RV Trillfingen kam in der Vorrunde auf 187,48 Punkte. In der Zwischenrunde konnte er sich dann auf 194,92 Punkte steigern und erzielte somit ein richtig gutes Ergebnis beim 1. German Master. Das Zweite folgt übrigens am 5. September in Ilsfeld. Das German Masters Finale findet dann am 19. September in Albstadt (Zollernalbhalle) statt.
Weitere Starter des RSV Tailfingen
Neben Rapp waren auch Carina Steinhilber im 1er der Frauen und die Zwillinge Florian und Ferdinand Hirt im 2er der Elite in Märkisch Buchholz am Start. Carina Steinhilder landete im Endklassement auf dem 20. Platz. „Sie ist ordentlich gefahren, kam aber in Zeitnöte. Sie war 10 bis 15 Sekunden hinten dran und hatte dann Schwierigkeiten bei einem Übergang, den sie hätte wiederholen müssen. Die Zeit wurde jedoch knapp und sie musste am Ende drei Übungen weglassen“, weiß Dieter Maute. 130,93 Punkte standen letztlich in der Wertung.
In einem großen Starterfeld zeigte sie aber, dass sie mithalten kann. Mitte September möchte sie die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften schaffen. „Wenn sie möglichst gut durchkommt, kann sie das auch erreichen. Im Training bekommt sie es in der vorgegebenen Zeit hin. Es gilt nicht zu vorsichtig zu fahren.“ Dieter Maute ist guter Dinge, dass sie das beim Deutschland-Cup umsetzen kann.
Den Schalter umlegen
88,21 Punkte bei einer aufgestellten Schwierigkeit von 126,8 waren für die Hirt-Zwillinge ein durchwachsenes Ergebnis, das letztlich Platz zehn bedeutete. „Die neuen Übungen wo wir auch wissen, dass die schwierig und knifflig und mit einem Risiko behaftet sind, haben fast alle nicht funktioniert. Die beiden müssen aufwachen. Der Wettkampf hat das widergespiegelt, was wir auch im Training sehen. Sie müssen den Schalter umlegen“, so Maute. Die neuen Übungen seien technisch anspruchsvoll und würden durchaus ein Lehrjahr erfordern.
