Handball, 3. Liga: „Katastrophenstart“ kostet den HBW II die Punkte in Horkheim

Sem Banzhaf erzielte in Heilbronn zwei Tor für seinen HBW Balingen-Weilstetten II. Für einen Punkt sollte dies am Ende nicht reichen.
Eibner/Andreas Ulmer- HBW Balingen-Weilstetten II verlor beim TSB Heilbronn-Horkheim mit 35:37.
- Ein 3:12-„Katastrophenstart“ nach 18 Minuten brachte das Team früh in Rückstand.
- HBW II kämpfte sich heran – 31 Sekunden vor Schluss stand es 35:36.
- David Selinka traf neunmal, fünf Tore fielen in den letzten 185 Sekunden.
- Trainer Micha Thiemann kritisierte viele Fehler im Angriff und lobte die Moral.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Hypothek war am Ende schlicht zu groß. Mit 3:12 lag der HBW Balingen-Weilstetten II beim TSB Heilbronn-Horkheim nach gut 18 Minuten zurück. Doch anstatt auseinanderzufallen, kämpften sich die „Jung-Gallier“ eindrucksvoll zurück. 31 Sekunden vor Schluss verkürzte David Selinka sogar noch auf 35:36. Zur kompletten Wende reichte es nicht mehr. Der HBW II verlor mit 35:37.
„Wir haben einen Katastrophenstart, das kann man nicht anders sagen“, fand HBW-II-Trainer Micha Thiemann klare Worte. Vor allem offensiv leisteten sich die Balinger zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Das wirkte sich zunehmend auf die Defensive aus. „Wir stehen am Anfang eigentlich gar nicht so schlecht. Aber durch diese Häufung an Fehlern im Angriff wird man dann auch in der Abwehr immer unsicherer.“
Das Ergebnis war ein Start zum Vergessen. Erst nach fast sechs Minuten erzielte Louis Mann das 1:1. Danach zog Horkheim über 4:1 und 6:3 davon. Beim 3:8 nach knapp zwölf Minuten reagierte Thiemann mit seiner ersten Auszeit.
Stoppen konnte diese den Lauf zunächst nicht. Die Gastgeber legten vier weitere Treffer nach und stellten auf 12:3. „Das ist natürlich auch vom Ergebnis her fatal“, ärgerte sich Thiemann. Seine Mannschaft hatte sich selbst in eine äußerst schwierige Situation gebracht. Doch der HBW II fing sich.
Florian Bernhard, Mann und Tim Römer verkürzten. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Balinger besseren Zugriff und ließen den Rückstand Stück für Stück schmelzen. Nach dem 8:14 durch Laurin Friederich kam der HBW II bis auf 11:15 heran. Praktisch mit der Pausensirene stellte Daan van Vliet auf 13:17.
„Wir haben dann besser und besser ins Spiel gefunden und Zugang zu diesem Spiel bekommen“, sah Thiemann eine deutliche Steigerung.
Nach dem Wechsel verkürzten Mann und Bernhard zunächst auf 15:18. Doch Horkheim hielt dagegen. Immer wieder arbeiteten sich die Balinger etwas näher heran, immer wieder fanden die Gastgeber eine Antwort. Nach knapp 43 Minuten stand es 27:22.
Auch beim 31:26 zehn Minuten vor Schluss deutete wenig darauf hin, dass diese Partie noch einmal richtig spannend werden würde. Doch der HBW II hatte längst nicht aufgegeben.
Große Aufholjagd
Vor allem Selinka drehte auf. Der Rückraumspieler verkürzte auf 27:31 und 28:31. Sem Banzhaf und Bernhard hielten Balingen in Schlagdistanz. Als Horkheim 194 Sekunden vor Schluss zum 34:30 traf, schien die Zeit dennoch davonzulaufen.
Selinka wollte davon nichts wissen. Innerhalb von nur 71 Sekunden traf er dreimal und brachte den HBW II beim 33:34 wieder auf Tuchfühlung. Horkheim erhöhte zwar erneut, doch Selinka antwortete weiter. 31 Sekunden vor der Sirene erzielte er seinen neunten Treffer zum 35:36.
„Wir bringen sie hinten raus wirklich in Bedrängnis“, lobte Thiemann die Moral seiner Mannschaft. Die Chance auf den Ausgleich blieb den Balingern allerdings verwehrt. Andreas Schröder setzte 13 Sekunden vor Schluss mit dem 37:35 den Schlusspunkt.
„Wir müssen insgesamt sagen, dass wir es uns am Anfang selbst zuzuschreiben haben, dass das Spiel in dieses Fahrwasser kommt“, bilanzierte Thiemann. Gleichzeitig wollte er die Reaktion seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Wir haben wirklich Moral gezeigt.“
Selinka war mit neun Treffern bester Balinger Torschütze. Fünf davon erzielte er allein in den letzten 185 Sekunden. Bernhard verwandelte alle sechs Siebenmeter, Daan van Vliet traf fünfmal. Mann und Römer kamen auf jeweils vier Tore.