Fußball, Verbandsliga: „David gegen Goliath“: TSG Balingen II sucht beim Spitzenreiter die Trendwende

Philipp Wolf muss mit seiner TSG Balingen am dritten Spieltag der Verbandsliga zum Tabellenführer Oberensingen reisen.
Eibner/Daniele La Roc- TSG Balingen II startet mit zwei Niederlagen in die Verbandsliga und reist zum Spitzenreiter.
- Gegner TSV Oberensingen ist verlustpunktfrei – die Rollen sind klar verteilt.
- Trainer Philipp Wolf passt die Herangehensweise an und bereitet das Team im Training vor.
- Ziel ist eine bessere Leistung und ein offenes Spiel, ohne großen Erwartungsdruck.
- Kader entspannt sich personell, Rückkehrer sind da, Einsatz von Oberliga-Spielern möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Rollen sind diesmal klar verteilt. Wenn die TSG Balingen II am Samstag beim TSV Oberensingen antritt, geht die junge Mannschaft von Trainer Philipp Wolf als Außenseiter in die Partie.
Die Enttäuschung wirkt nach
Die Enttäuschung über die ersten beiden Auftritte wirkt bei den Balingern noch nach. Zum Auftakt verlor die TSG trotz zahlreicher Möglichkeiten mit 0:3 beim TSV Ehningen. Eine Woche später führte sie gegen den FC Rottenburg zur Pause mit 1:0, brach im zweiten Durchgang jedoch ein und unterlag noch mit 1:3. Gerade diese beiden Gegner hatte Wolf eigentlich auf Augenhöhe mit seiner jungen Mannschaft gesehen. „Wir sind immer noch sehr enttäuscht bezüglich unserer beiden Auftritte“, sagt der TSG‑Coach. Nach den Eindrücken aus dem Pokal hatte er seine Mannschaft bereits näher am erforderlichen Niveau gesehen. Umso mehr schmerzen die beiden Niederlagen. „Meiner Meinung nach waren das Mannschaften, die voraussichtlich nicht in der oberen Tabellenhälfte landen werden“, schätzt Wolf die bisherigen Gegner ein. Gerade gegen solche Teams hat die TSG den Anspruch, auf Augenhöhe zu agieren und um Punkte zu spielen. Ändern lassen sich die beiden Niederlagen nicht mehr. Deshalb richtet Wolf den Blick nach vorn. Und ausgerechnet jetzt wartet ein Gegner, der bislang einen perfekten Saisonstart hingelegt hat. Oberensingen holte aus den ersten beiden Begegnungen sechs Punkte. Zudem verfügt der TSV über reichlich Erfahrung in der Spielklasse.
Während die Balinger noch auf ihren ersten Zähler in der neuen Spielklasse warten, hat sich Oberensingen längst in der Verbandsliga etabliert und ist erfolgreich in die neue Runde gestartet. Für die TSG bietet sich damit die Gelegenheit, gegen einen favorisierten Gegner ohne allzu großen Erwartungsdruck die zuletzt vermisste Leistung auf den Platz zu bringen.
Für Wolf nimmt das zumindest etwas Druck von seiner Mannschaft. „Man kann fast von einem David-gegen-Goliath-Spiel sprechen“, sagt der Balinger Trainer. Dennoch reist seine Elf keineswegs mit dem Gedanken an Schadensbegrenzung an. „Wir wollen auf jeden Fall versuchen, es besser zu machen als in den letzten beiden Spielen.“ Ob am Ende etwas Zählbares herausspringt, könne niemand vorhersagen. Zunächst gehe es darum, die Partie möglichst lange offen zu gestalten.
Anpassungen werden vorgenommen
Dafür zieht das Trainerteam Konsequenzen aus den ersten beiden Spieltagen. Die Analyse habe Bereiche aufgezeigt, in denen sich seine Mannschaft bislang schwertut. Wolf kündigt deshalb an, die Herangehensweise „etwas anzupassen“. Im Training soll die Mannschaft auf die Veränderungen vorbereitet werden und diese anschließend in Oberensingen auf den Platz bringen. Zumindest personell entspannt sich die Lage. Mittlerweile sind alle Urlauber zurück. Sind sämtliche Akteure fit, umfasst Wolfs Kader 17 Feldspieler und zwei Torhüter. Fragezeichen stehen noch hinter Paul Geißer. Zudem besteht weiterhin die Möglichkeit, Akteure aus dem Oberliga-Kader einzusetzen, die dort zuletzt wenig Spielzeit erhielten. Nach zwei Niederlagen muss die junge Balinger Mannschaft nun zeigen, wie sie mit dem ersten Gegenwind der Saison umgeht. Die Erwartungen sind beim verlustpunktfreien TSV Oberensingen geringer als zuletzt. Vielleicht liegt genau darin die Chance für die TSG II.
