Fußball, Kreisliga A2: Zwei Elfmeter, fünf Tore und viel Drama: Rangendingen ringt Boll nieder

Alexander Eßlinger (links) holte mit seinem SV Rangendingen einen wichtigen Dreier gegen Boll
Archiv/Eibner-Pressefoto- SV Rangendingen besiegte den TSV Boll 3:2 nach umkämpftem Spiel mit zwei Elfmetern.
- Boll führte durch Aydins Kopfball, Rangendingen drehte das Spiel kurz vor der Pause.
- Akkaya traf die Latte, verwandelte beide Strafstöße und erhöhte nach Wiederanpfiff auf 3:1.
- Proschko vergab Chancen, traf dann per Flugkopfball zum 3:2 – Boll drängte vergeblich auf Ausgleich.
- Beide Trainer kritisierten Fehler und strittige Elfmeter, Rangendingen fehlten fitte Einwechsler.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der SV Rangendingen den 3:2 (2:1)-Heimsieg gegen den TSV Boll unter Dach und Fach hatte. Dabei sah es nach einer 3:1-Führung zwischenzeitlich nach einer klaren Angelegenheit aus. Doch die Gäste kämpften sich zurück und hätten sich in der Schlussphase durchaus noch einen Punkt sichern können.
Akkaya an die Latte
„Die ersten zehn Minuten waren wir sehr präsent und haben das Spiel so aufgezogen, wie wir uns das vorgenommen hatten“, sagte Rangendingens Spielertrainer Alexander Eßlinger. Tatsächlich bestimmten die Gastgeber zunächst das Geschehen. Mert Akkaya setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Kim Barchet, der die Führung aus kurzer Distanz liegen ließ (13.). Vier Minuten später hatte Akkaya Pech, als sein Distanzschuss an die Latte klatschte.
Doch auch Boll fand zunehmend besser in die Begegnung. Max Proschko vergab zunächst aus sieben Metern (24.), ehe ihm eine verunglückte Flanke an die Latte rutschte (27.). Besser machte es Atilla Arda Aydin, der eine butterweiche Hereingabe von Proschko zur Gästeführung einköpfte (34.).
„Nach 15, 20 Minuten haben wir ein wenig den Faden verloren“, räumte Eßlinger ein. Kurz vor der Pause überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Zunächst ließ Barchet eine weitere Großchance liegen (42.), ehe Jannik Beck nach einer unzureichenden Abwehr von Bolls Schlussmann Luca Hoffmann zum 1:1 abstaubte (43.). In der Nachspielzeit verwandelte Akkaya einen Strafstoß zur 2:1-Pausenführung.
„Die beiden Gegentore waren natürlich bitter. So drehen wir innerhalb von fünf Minuten durch eigene Fehler ein Spiel, in dem wir geführt haben“, ärgerte sich Bolls Trainer Fabio Gallinaro.
Ein fragwürdiger Strafstoß
Nach dem Seitenwechsel rückte erneut der Unparteiische in den Mittelpunkt. Ein durchaus fragwürdiger Strafstoß brachte Rangendingen die nächste Gelegenheit. Akkaya ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 3:1 (52.).
Entschieden war die Partie damit allerdings noch nicht. Proschko ließ zunächst eine Riesenchance liegen (58.), ehe er zwei Minuten später nach Vorarbeit von Felix Schlegel per Flugkopfball ins lange Eck auf 2:3 verkürzte.
„Das war völlig unnötig. Wenn der Gegner fünf, sechs Meter vor unserem Tor so frei zum Kopfball kommt, ist das von uns einfach fahrlässig“, kritisierte Eßlinger.
In der Folge nahmen die Nickligkeiten zu, klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Boll riskierte in der Schlussphase mehr und hätte sich beinahe belohnt. In der 89. Minute war Proschko bereits auf dem Weg zum Ausgleich, wurde im letzten Moment aber noch eingeholt. Mehr als ein Eckball sprang nicht heraus.
„In den letzten 25 Minuten haben wir mehr riskiert. Da müssen wir eigentlich den Ausgleich machen“, haderte Gallinaro, der auch die Strafstoßentscheidungen kritisch sah. „Aber letztlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, weil wir selbst die Fehler gemacht haben.“
Sein Gegenüber konnte dagegen durchatmen. „Wir hatten nur drei Spieler auf der Bank, die teilweise auch nicht richtig fit waren. Das hat man hinten raus schon gemerkt“, erklärte Eßlinger. Sein Fazit: „Im Endeffekt haben wir die drei Punkte. Das schmeckt natürlich umso besser.“
