Bahnrad-WM in Shanghai
: Kann Alessa-Catriona Pröpster im Keirin die Weltelite überraschen?

Die Vorbereitung stimmt, die Vorfreude ist groß: Die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster startet am Sonntag (18.10) bei der Bahnrad-WM. Im Keirin bekommt sie es mit der Weltelite zu tun.
Von
Giovanni De Nitto
Jungingen/Shanghai
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­Alessa-Catriona Pröpster: ARCHIV - 22.04.2022, Großbritannien, Glasgow: Radsport/Bahn: Nations Cup, Qualifikation, Damen: Alessa-Catriona Pröpster aus Deutschland in Aktion. Pröpster beendete die Champions League auf Platz zwei. (zu dpa: «Bahnrad-Champions-League: Horror-Crash mit Pröpster») Foto: Jane Barlow/Press Association/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach einem gelungenen Trainingslager geht es für Alessa-Catriona Pröpster um WM-Medaillen. Im Keirin zählt die deutsche Nationalfahrerin nicht zu den Favoritinnen, hat aber ein klares Ziel vor Augen.

Jane Barlow/Press Association/dpa
  • Bahnrad-WM in Shanghai vom 14. bis 18. Oktober: 22 Wettbewerbe, Weltelite am Start.
  • Alessa-Catriona Pröpster tritt am Sonntag im Keirin an und peilt das Halbfinale an.
  • Vorbereitung lief in Frankfurt an der Oder sehr gut – das Team steigerte sich kontinuierlich.
  • Favoritinnen sind andere, doch Pröpster will ihre Chance nutzen und unter die besten zwölf.
  • Sie startet stolz im deutschen Trikot und freut sich auf die Erfahrung – Geduld ist aufgebraucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften vom 14. bis 18. Oktober in Shanghai kämpft die Weltelite in 22 Wettbewerben um Gold. Die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster startet am Sonntag im Keirin. Nach guter Vorbereitung reist die deutsche Nationalfahrerin mit Respekt vor der Konkurrenz und einem klaren Ziel an.

Gute Vorbereitung in Frankfurt

Gemeinsam mit dem Team absolvierte Pröpster ein Trainingslager in Frankfurt an der Oder. Die Bedingungen seien optimal gewesen, berichtet die 25-Jährige. „Die Vorbereitungen liefen tatsächlich wirklich gut.“ Von Einheit zu Einheit habe sich die Mannschaft gesteigert. Nun freue sie sich, dass es endlich losgehe. Nach den intensiven Wochen sei sie allmählich ungeduldig geworden.

Pröpster gehört seit Jahren zur nationalen Sprint-Elite. Dreimal wurde sie Junioren-Weltmeisterin, 2023 gewann sie EM-Titel im Bahn- und Teamsprint sowie einen Weltcup im Keirin. 2024 gehörte sie als Ersatzfahrerin zum deutschen Aufgebot für die Olympischen Spiele in Paris. Seit 2020 ist sie zudem Teil der Spitzensportförderung der Bundespolizei und inzwischen Kommissarin. Ihre Laufbahn begann sie bei der RSG Zollern-Alb ’82, seit 2020 fährt sie für den RV Offenbach.​

Im Keirin folgen die Fahrerinnen zunächst einem Derny-Motorrad, ehe sie im Schlusssprint um die Platzierungen kämpfen. Eine Favoritenrolle beansprucht Pröpster nicht. „Da sind andere sehr, sehr schnelle Mädels, die definitiv vor mir sind“, sagt sie. Dennoch will sie ihre Chance nutzen. Ihr Ziel ist der Einzug ins Halbfinale und damit ein Platz unter den besten zwölf. „Das wäre auf jeden Fall schon richtig, richtig gut“, betont die Jungingerin.

Mit Stolz im deutschen Trikot

Neben dem sportlichen Ehrgeiz ist die WM für Pröpster auch eine besondere persönliche Erfahrung. Deutschland bei einem internationalen Großereignis vertreten zu dürfen, sei eine große Ehre. „Es ist schon cool, von so einem kleinen Dorf aus die weite Welt zu bereisen“, sagt die Bahnradfahrerin. Am Sonntag will sie diese Erfahrung mit einer möglichst starken Leistung verbinden.