3. Handball-Liga
: Trainer-Aus bei der HSG Albstadt – warum Andreas Wendel zurücktritt

Die HSG Albstadt steht am Tabellenende der 3. Handball-Liga. Unmittelbar vor dem Kellerduell bei den Rhein-Neckar Löwen II hat Cheftrainer Andreas Wendel seinen Rücktritt erklärt.
Von
Giovanni De Nitto
Albstadt
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GER, TSB Schwaebisch Gmuend vs. HSG Albstadt, Handball, 3. Liga Sued, 5. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 19.09.2026: Freisteller, Portrait, Portraet von Andreas Wendel (HSG Albstadt, Chef-Trainer)

GER, TSB Schwaebisch Gmuend vs. HSG Albstadt, Handball, 3. Liga Sued, 5. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 19.09.2026

Foto: Eibner-Pressefoto/Gerald Oelze-de Stoppany

Paukenschlag bei der HSG Albstadt: Erfolgstrainer Andreas Wendel tritt beim Handball-Drittligisten überraschend zurück.

Eibner/Gerald Oelze-de Stoppany
  • Cheftrainer Andreas Wendel tritt bei der HSG Albstadt mit sofortiger Wirkung zurück.
  • Der Aufsteiger steht nach neun Partien ohne Punkt am Tabellenende der 3. Liga.
  • Wendel wollte zum Saisonende gehen – die Lage führte zum vorgezogenen Schritt.
  • Er hofft auf neuen Impuls für den Klassenerhalt und betont das gute Verhältnis zur Mannschaft.
  • Für das Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen II betreuen wohl Dominik Koch und Fabian Mayer.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Andreas Wendel beendet seine Trainertätigkeit bei der HSG Albstadt. Unmittelbar vor dem wichtigen Handball-Drittliga-Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen II am Samstag (20 Uhr) hat der Cheftrainer seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung bekannt gegeben. Der Aufsteiger steht nach neun Partien noch ohne Punkt am Tabellenende. Eigentlich sollte Wendels Abschied erst zum Saisonende erfolgen. Angesichts der sportlichen Lage haben sich Trainer und Verantwortliche nun auf einen vorzeitigen Schritt verständigt.

„Ich habe die Verantwortlichen darüber informiert, dass ich meine Tätigkeit als Cheftrainer der HSG Albstadt beenden möchte“, erklärte Wendel. Bereits bei seiner Vertragsverlängerung im Dezember habe er angekündigt, nur noch für ein weiteres Jahr zur Verfügung zu stehen. „Mein Abschied zum Saisonende stand somit bereits fest. Diesen Schritt haben wir angesichts der aktuellen sportlichen Situation nun vorgezogen.“

Wendel will neuen Impuls setzen

Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. Als Cheftrainer trage er die Verantwortung für die sportliche Entwicklung. Dass die HSG bislang ohne Punkte dastehe, habe zwar verschiedene Gründe und lasse sich nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren. Dennoch wolle er auch seine eigene Rolle hinterfragen und Konsequenzen ziehen.

„Ein Trainerwechsel kann im Handball neue Akzente setzen und einer Mannschaft einen entscheidenden Impuls geben. Eine Garantie dafür gibt es nicht“, sagte Wendel. Er wolle sich im Nachhinein aber nicht vorwerfen müssen, nicht alles versucht zu haben, um der Mannschaft und dem Verein die Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten. „Dazu gehört für mich auch, den eigenen Platz zur Verfügung zu stellen.“

Mit seinem Rücktritt wolle er den Verantwortlichen zudem einen menschlich schwierigen Schritt abnehmen und der Mannschaft bereits in der Trainingswoche sowie bei der Vorbereitung auf das Spiel gegen Kronau einen neuen Impuls ermöglichen.

Verhältnis zur Mannschaft war „herausragend“

Wendel betonte ausdrücklich, dass sein Abschied nicht auf ein gestörtes Verhältnis zur Mannschaft zurückzuführen sei. Die Zusammenarbeit mit den Spielern sei bis zuletzt hervorragend gewesen. Er habe zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gehabt, dass die Mannschaft die gemeinsame Arbeit infrage stelle. Gerade deshalb wolle er vermeiden, dass aus Verbundenheit und Dankbarkeit für die gemeinsamen Erfolge Rücksicht auf seine Person genommen werde.

An den Klassenerhalt glaubt der scheidende Trainer weiterhin: „Ich glaube weiterhin an diese Mannschaft und ihre Chance auf den Klassenerhalt.“ Er hoffe, dass die Spieler nun Punkte sammeln und den Kampf um den Ligaverbleib möglichst lange offenhalten können. „Vielleicht gelingt ihnen dann auch das zweite Wunder von Albstadt.“

Koch und Mayer wohl als Trainerduo

Zum Abschied bedankte sich Wendel bei den ehrenamtlichen Helfern, dem früheren sportlichen Leiter Tobias Hilsenbeck, seinem Trainerteam, den Fans und dem gesamten Vereinsumfeld. Besonders hob er die Zusammenarbeit mit seiner Mannschaft hervor: „Die Jungs standen hinter mir, und ich stand hinter ihnen. Wir waren eine Einheit, auch in schwierigen Phasen.“

Nach zweieinhalb gemeinsamen Jahren bleibe er mit Dankbarkeit und Stolz auf die gemeinsame Zeit und die Erfolge zurückblicken. Für die anstehende Auswärtsaufgabe in Nordbaden werden die Schwarz-Roten nun voraussichtlich vom Trainerduo Dominik Koch und Fabian Mayer betreut.