Triathlet Dominik Sowieja qualifiziert sich für WM
: Weder Eisschwimmen noch ein technischer Defekt halten ihn auf

In Lake Placid löst der Hochemminger das Ticket für die Iron-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii. Dominik Sowieja trotzt den schwierigen Bedingungen und wird hervorragender Neunter.
Von
Michael Bundesmann
Hochemmingen
Jetzt in der App anhören
Dominik Sowieja

Top-Triathlet Dominik Sowieja auf der Radstrecke bei Lake Placid.

WM
  • Dominik Sowieja qualifizierte sich beim Ironman Lake Placid für die WM auf Hawaii.
  • Er wurde Neunter in 8:14:30 Stunden – 2600 Athleten aus 68 Ländern waren am Start.
  • Kälte, Schwimmen ohne Neopren und Defekt am Rad bremsten ihn, doch er setzte sich durch.
  • Vom 23. Platz nach dem Schwimmen arbeitete er sich auf Rang 10 nach dem Rad vor.
  • Vorbereitung läuft: Geplant ist ein vierwöchiger Block in Cozumel mit Ironman als Test.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Triumph der reinen Willenskraft: Bei eisigen Bedingungen feierte der Hochemminger Triathlet Dominik Sowieja beim Ironman Lake Placid einen der bislang größten Meilensteine seiner Karriere:  Nach 8:14:30 Stunden überquerte er als Neunter die Ziellinie und löste das begehrte Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft im Oktober in Kailua-Kona (Hawaii).

In Lake Placid waren 2600 Teilnehmer aus 68 Ländern am Start.

Mentale Stärke nach Pechsträhne

Der Erfolg schmeckt umso süßer, da Sowieja bei seinen vergangenen beiden Rennen in Südafrika und Klagenfurt die Qualifikation für Hawaii jeweils nur knapp verpasste. Beide Male machte ihm ein technischer Defekt ein Strich durch die Rechnung.

Umso mehr bewies der Hochemminger in den Adirondack Mountains rund um Lake Placid seine außergewöhnliche mentale Stärke: Weder das „Eisschwimmen“ ohne Neoprenanzug im Mirror Lake noch ein erneuter technischer Defekt auf dem Rad konnten seinen Siegeswillen brechen.

„Ich hatte nicht den besten Tag, aber ich wollte es einfach unbedingt. Man stößt immer zuerst an seine mentalen Grenzen, bevor der Körper aufgibt. Da geht immer noch was“, gewährte der 34-Jährige nach dem eminent schweren Rennen Einblicke in seine Gefühlswelt.

Seine große Aufholjagd

Bei steilen Abfahrten mit bis zu 90 Stundenkilometer kühlte Sowieja nach dem bereits sehr kalten Schwimmen stark aus. Als ihm an einer Kuppe die Radkette kurz absprang und sich verklemmte, war es auch um die Wattanzeige geschehen. Die verbleibenden 140 Kilometer musste er komplett ohne Wattwerte nach Gefühl absolvieren. Dennoch teilte er sich das Rennen gut ein, kämpfte sich Platz um Platz nach vorne und arbeitete sich von Platz 23 nach dem Schwimmen auf Platz 10 nach dem mit dem über 2000 Höhenmetern  geprägten Radfahren vor.

Auf der hügeligen Lauf-Marathonstrecke mit Steigungen von über zehn Prozent bewies Sowieja Durchhaltevermögen und fing kurz vor dem Ziel noch den Dänen Kristian Hogenhaug ab. Am Ende standen für Dominik Sowieja eine Gesamtzeit von 8:14,30 Stunden und Platz neun zu Buche. Es siegte  in Lake Placid  Marten Van Riel aus Belgien in einer dortigen Rekordzeit von 7:41,57 Stunden.

Vorbereitung für Hawaii läuft schon

Der Lohn für den Hochemminger ist seine Teilnahme im Oktober bei der Iron-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Seine Planungen laufen bereits auf Hochtouren. Sowieja liebäugelt vor dem WM-Start am 10. Oktober mit einem vierwöchigen Trainingsblock in Cozumel (Mexiko) samt Ironman als finalen Test für die Titelkämpfe.