Schwenninger Wild Wings in Nürnberg: Worst-Case-Start, Chancen nicht genutzt – Ice Tigers einfach effektiver

So sah es in Nürnberg aus: Die Ice Tigers (hinten) freuen sich über ihren schon fünften Saisonsieg – die Schwenninger Vadim Schreiner, Eric Martinsson und Hakon Hänelt (von links) sind fassungslos.
Eibner-Pressefoto / Thomas Hahn- Schwenningen verlor beim DEL-Tabellenführer Nürnberg mit 0:5 und bleibt Vorletzter.
- Frühes 1:0 nach 25 Sekunden, Nürnberg nutzte Chancen deutlich besser.
- Treutle parierte mehrere Alleingänge, Eriksson patzte vor dem 3:0; Wolf kam für das Schlussdrittel.
- Debüts prägten das Spiel: Dufour traf für Nürnberg, Karachun vergab große Möglichkeit.
- Uvira zeigte Selbstkritik und dankte den mitgereisten Fans – am Sonntag Heimspiel gegen Straubing.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Negativ-Serie der Wild Wings reisst einfach nicht ab. Mit 0:5 unterlagen die Schwenninger am Freitagabend chancenlos beim DEL-Tabellenführer Nürnberg.
Wild-Wings-Angreifer Sebastian Uvira war nach dem Schlusszeichen fast sprachlos: „Wir können nichts mehr schönreden. Glück und Erfolg muss man sich auch erkämpfen.“ Dann bedankte sich Uvira ausdrücklich noch bei den mitgereisten Fans: „Es ist unfassbar, wie sie uns trotz dieses schlechten Saisonstarts weiterhin unterstützen.“
Die personelle Ausgangslage
Es gab bei beiden Mannschaften jeweils ein großes Saisondebüt. Bei den Wild Wings war erstmals Alex Karachun in einer Angriffsreihe mit Kapitän Kyle Platzer und Reed Lebster dabei. Im Tor stand Joacim Eriksson. In der Abwehr rotierten Dominik Bittner und Neuzugang Bode Wilde raus. Niklas Hübner, zuletzt immer im Angriff aufgeboten, war siebter Verteidiger und kam zu seinen Eiszeiten.
Bei den Nürnbergern absolvierte der zuletzt verletzte neue Stürmer William Dufour sein Debüt im Trikot der Ice Tigers und trug sich auch schon in die Torschützenliste ein. Im Tor der Franken stand Niklas Treutle, der aktuell bester Keeper der Liga ist.
Evan Barratt trifft nach nur 25 Sekunden
Unglaublich! Nach nur 25 Sekunden stand es 1:0 für die Gastgeber. Mit dem allerersten Torschuss schloss Evan Barratt, der zu spät angegriffen wurde, erfolgreich ab. In den Folgeminuten waren die Nürnberger immer einen Schritt schneller, gewannen viele Zweikämpfe. Doch Schwenningen biss sich mehr und mehr ins Spiel in seine Offensive rein und besaß die erste Großchance von Austin Ortega nach 13 Minuten, bei der sich Treutle mit einem Big Save auszeichnete.
Ausgerechnet in diese kleine Drangphase passierte das 2:0 der Franken durch Jake Ustorf in der 17. Minute. Jackson Cates hatte geschossen – von der Brust von Joacim Eriksson prallte die Scheibe von Ustorf. Wenig später hatte der gute Cates Pech mit einem Lattenschuss.
Rückkehrer Alex Karachun zog in der ersten Drittelpause ein erstes Zwischenfazit: „So wie wir nach dem 0:1 reingekommen sind, war das ganz in Ordnung. Wir müssen in den Zweikämpfen aber noch bissiger werden und unsere Fehler minimieren.“ Zu seinem Comeback meinte Karachun: „Ich habe natürlich noch Verbesserungsbedarf.“
Zwei Alleingänge – aber Treutle pariert fantastisch
Die Wild Wings nutzten im Mittelabschnitt ihr 19. Überzahlspiel in dieser Saison nicht, wehrten aber auch ein Unterzahlspiel ab. Kennzeichnend für die aktuell schweren Wochen der Neckarstädter war die 31. Minute: Binnen nur 50 Sekunden konnten Alex Karachun und Thomas Schemitsch ihre Sololäufe auf das Nürnberger Tor nicht erfolgreich abschließen, weil ein starker Niklas Treutle nicht umsonst in diesen Tagen die DEL-Torhüter-Rangliste anführt.
In der 38. Minute unterlief Joacim Eriksson hinter seinem eigenen Tor ein Fehler – Nürnberg führte durch den Treffer von Thomas Heigl mit 3:0.
Jake Ustorf sah aber in der letzten Pause den Sieg gegen Schwenningen noch nicht in trockenen Tüchern: „Wir müssen weiterhin möglichst wenig in unserer Defensiv-Zone sein und vorne aggressiv bleiben.“
Simon Wolf kommt für Eriksson
Den Schlussabschnitt erlebte Joacim Eriksson nur noch als Zuschauer. Für ihn kam Simon Wolf. Schwenningen versuchte Druck aufzubauen, aber die Konter der Nürnberger waren eminent gefährlich. So entstand auch das 4:0 für die Franken in der 49. Minute durch Austin Magera. Die mitgereisten Schwenninger Fans, die ihr Team bis dato hervorragend unterstützt hatten, wurden ruhiger.
Es kam noch schlimmer für die Gäste: In der 54. Minute bissen die Ice Tigers mit dem 5:0 von Debütant William Dufour erneut zu. Auch in ihrem 20. Saison-Überzahlspiel! konnten die Wild Wings nicht jubeln. Um 21.46 Uhr wurden die Schwennninger mit dem Schlusszeichen in der Nürnberger PSD Bank Arena erst einmal erlöst.
Am Sonntag (14 Uhr) geht es für die Neckarstädter daheim gegen Straubing weiter. Die aktuelle Situation ist für Coach Steve Walker und sein Team, weiterhin Vorletzter, sehr kompliziert geworden.
Nürnberg – Wild Wings 5:0 (2:0,1:0, 2:0).
Tore: 1:0 Barratt (0:25 – Assists: Dufour, Dove-McFalls), 0:2 Ustorf (16:27 – Cates, Heigl), 3:0 Heigl (37:19 – Ustorf, Braun), 4:0 Magera (Meireles, Spezia), 5:0 Dufour 53:27 – Samanski, Weber).
Strafen: Nürnberg:4 – Wild Wings: 4.
Schiedsrichter: Ansons, Hinterdobler.
Zuschauer: 5167.

