Biathlon – Loop One in München
: 37 Tage vor dem Weltcup-Start – das sagen Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer

Mit dem Loop One im Münchner Olympiapark ist der zweite Sommer-Höhepunkt nach der Biathlon-DM am Notschrei vorbei. Jetzt sind es auch für Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer nur noch 37 Tage bis zum ersten Weltcup in Finnland.
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red/pm
München
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Janina Hettich-Walz: Loop One Festival, Premiere der neuen Saisoneröffnung des Biathlon-Weltverbandes im Olympiapark. Janina Hettich-Walz (Deutschland) in Aktion. (zu dpa: «Biathlon-Event in München: DSV-Skijäger verpassen Podest»)

Janina Hettich-Walz nimmt beim Loop One Festival die Scheiben ins Visier.

Sven Hoppe/dpa
  • Loop One in München markiert Sommer-Höhepunkt – 37 Tage bis zum Weltcup in Finnland.
  • Janina Hettich-Walz überzeugte am Samstag: Platz vier hinter Oeberg und Magnusson.
  • Julia Tannheimer wurde Achte, am Sonntag dann Siebte im Supersprint-Finale.
  • Nasser Untergrund machte es „brutal glatt“, beide sind eher „Beinläuferinnen“.
  • Hettich-Walz haderte mit dem Stehendschießen, lobte aber Fortschritte und das Trainerteam.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Für Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) und Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) gilt: Haken darunter, die Richtung stimmt. Entsprechend gut gelaunt präsentierten sich die beiden beim Loop One in München, das irgendwo zwischen Show und hartem Wettkampf angesiedelt ist. Nach den überragenden Deutschen Meisterschaften zeigte Janina Hettich-Walz auch im Olympiapark, dass mit ihr zu rechnen sein wird.

Janina Hettich-Walz

„Ich fand’s wie letztes Jahr ein supercooles Event. Der Olympiapark ist einfach super für Sportveranstaltungen“, sagt die Lauterbacherin. Die Ausdehnung auf zwei Tage mit zwei Wettkämpfen hat ihr gefallen. Es war zwar nicht mehr so brechend voll wie im vergangenen Jahr, doch da dürfte auch das deutlich herbstlichere Wetter eine gewichtige Rolle gespielt haben. Tausende Fans ließen sich aber nicht abschrecken und nutzten die Chance, ganz nahe ranzukommen an ihre Idole. Es hatte sich unter den Autogrammjägern schnell herumgesprochen, dass die Stars alle aus der Olympia-Schwimmhalle kommen, um zu ihren Umkleiden zu gelangen.

Julia Tannheimer

Zwei Tage, zwei Wettkämpfe. Am Samstag wurde die Qualifikation in einem „normalen“ Biathlonsprint ausgelaufen. Sowohl Janina Hettich-Walz als auch Julia Tannheimer erledigten das souverän und zogen ins Finale ein. Beide vor allem aufgrund der schnellen Laufzeiten, obwohl der nasse Untergrund nicht ihr Freund war. Warum das so ist, erklärte Julia Tannheimer: „Es war brutal glatt. Da haben diejenigen einen Vorteil, die mehr aus dem Oberkörper laufen.“ Dazu gehören die beiden nicht. Sie sind eher „Beinläuferinnen“.

Im Finale der besten 15 siegte letztlich Massenstart-Olympiasiegerin Oceane Michelon. Janina Hettich-Walz wurde Vierte hinter den Schwedinnen Elvira Oeberg und Anna Magnusson. Julia Tannheimer kämpfte sich mit vier Fehlern auf Platz acht.

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Das Stehendschießen

Am Sonntag ging es bereits in der Qualifikation Frau gegen Frau. Während Tannheimer als Dritte ihres Heats ins Supersprint-Finale einzog und dort Siebte wurde, verpasste Janina Hettich-Walz dies knapp. Ebenso wie Elvira Oeberg übrigens. Die Siegerin hieß Lisa Vitozzi vor den Französinnen Julia Simon und Amandine Mengin.

„Ich wollte mindestens einmal ins Finale kommen, jetzt war ich sogar zweimal dabei. Also ich bin zufrieden“, sagte Tannheimer. Am Schießstand sei es auch „ganz okay“ gewesen. „Ich fand es mit dem Wasser schon ungewohnt. Da vibriert alles, wenn du da liegst und jemand mit den Skirollern hinter dir vorbeiläuft“, sagte die 21-Jährige und betonte aber gleich, dass das ja für alle gleich gewesen sei.

„Mit dem Samstag war ich sehr zufrieden, das war echt ein gutes Rennen. Sonntag war schade“, fasste Janina Hettich zusammen. Unzufrieden war sie nur mit ihrem Stehendschießen. „Das hat noch nicht so gepasst, wie ich mir das im Training zuletzt erarbeitet habe“, sagte die 30‑Jährige.Auf der „größten Baustelle“ der Vorsaison lag zuletzt das Hauptaugenmerk und auch auf viel mentaler Arbeit. Die negativen Erlebnisse seien jetzt raus aus dem Kopf. „Was das Schießen angeht, habe ich mich nicht neu erfunden über den Sommer. Aber wir haben Kleinigkeiten verändert, das ist einfach gut, wenn da mal jemand anders draufschaut“, erklärte Janina Hettich-Walz mit Blick auf das neue Bundestrainer-Gespann Sandra Flunger und Denny Andritzke.

„Ich kann jedenfalls viele positive Dinge Richtung Winter mitnehmen“, sagte Janina Hettich-Walz und machte sich auf den Rückweg mit der Familie in den Schwarzwald. Der Winter kann kommen.