Ringen
: Der KSV Tennenbronn ist heiß auf die neue Regionalligasaison

Für Trainer Matthias Brenn ist es die letzte Verbandsrunde als Coach der KSV-Ringer. Sein Nachfolger steht aber bereits schon fest.
Von
Lothar Herzog
Schramberg-Tennenbronn.
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Matthias Brenn (links) wird die Tennenbronenr Ringer in dieser Saison letztmals als Trainer betreuen und in den Kampfpausen das Handtuch schwingen.

Matthias Brenn (links) wird die Tennenbronenr Ringer in dieser Saison letztmals als Trainer betreuen und in den Kampfpausen das Handtuch schwingen.

Herzog
  • KSV Tennenbronn startet am 5. September auswärts bei WKG Weitenau-Wieslet.
  • Trainer Matthias Brenn bestreitet seine letzte Verbandsrunde nach 25 Jahren.
  • Nachfolge ab 2027 geregelt: Stefan Moosmann wurde als Assistenz-Trainer verpflichtet.
  • Liga-Niveau steigt, Favoriten sind RG Lahr, RSV Schuttertal und TuS Adelhausen.
  • Zwei Neuzugänge: Constantin Hutuleac fürs Schwergewicht und Leo Tudezca bis 71 kg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem leicht veränderten Kader startet Regionalligist KSV Tennenbronn am Samstag, 5. September, mit einem Auswärtskampf bei der WKG Weitenau-Wieslet in die neue Saison. Damit ist das Dutzend ohne Unterbrechung voll und hat für Chef-Coach Matthias Brenn eine besondere Bedeutung. Nach 25 äußerst erfolgreichen Jahren auf dem Trainerstuhl des KSV wird es für ihn die letzte Verbandsrunde sein. Mit dem Sulgener Stefan Moosmann, der Anfang des Jahres als Assistenz-Trainer engagiert wurde, ist die Nachfolge ab 2027 bereits geregelt.

Niveau der Liga hat sich noch einmal erhöht

Wie in den vergangenen Jahren haben sie wieder einige Regionalliga-Vereine mehr oder weniger stark am Transfermarkt beteiligt, um Lücken zu schließen und konkurrenzfähig zu sein. Unter den „Neuen“ sind mehrere deutsche und ausländische Top-Athleten wie beispielsweise Vladimir Remel und Alexander Semisorow vom Bundesligisten ASV Mainz. Während Remel zum RSV Schuttertal wechselte, schloss sich Alexander Semisorov der WKG Weitenau-Wieslet an. Dadurch wird sich das Niveau in der baden-württembergischen Paradeliga nochmals erhöhen. Aus Sicht des KSV Tennenbronn werden die Derbys gegen den KSV Hofstetten erneut die Massen mobilisieren und rappelvolle Hallen bescheren. Von der Papierform her dürfte die RG Lahr als Top-Meisterschaftskandidat gehandelt werden. Fast-Absteiger RSV Schuttertal und Aufsteiger TuS Adelhausen gehören zum engeren Favoritenkreis. Aber auch die württembergische KG Dewangen/Fachsenfeld und Aufsteiger TSV Herbrechtingen haben das Zeug, oben mit zu ringen und die Favoriten zu ärgern.

Zwei Neuzugänge verstärken Brenns Kader

„Jedes Team will drinbleiben und keines will raus“, bringt KSV-Trainer Brenn die Transferaktionen auf den Punkt. Praktisch zwangsläufig musste sich sein Verein heuer am Personalkarussell beteiligen, nachdem mit den Keysan-Brüdern Lewis und Sergio (zum AV Sulgen) sowie Leon Schetterer (sucht beim KSV Winzeln eine neue Herausforderung) die Schiltach-Ringer verlassen haben. Zudem wird Luca Svaicari aufgrund seiner Verletzung wohl erst zur Rückrunde zur Verfügung stehen. Auf der Suche nach einem adäquaten Schwergewichts-Ersatz haben die KSV-Vorderen mit Constantin Hutuleac von den Hauptstadtringern Berlin einen Athleten verpflichtet, der in Tennenbronn kein Unbekannter ist. 2017 schnürte der Rumäne die Ringerstiefel für den Lokalrivalen AB Aichhalden. Mit Leo Tudezca von der RKG Freiburg steht ein weiterer Neuzugang bereit, der die Lücke bis 71 kg schließen soll.

Hauptziel bleibt der Klassenerhalt

Der Tennenbronner Trainer bedauert, dass in diesem Jahr kein Verein aus Nordbaden der Liga angehört und sie nur mit neun Mannschaften besetzt ist. „Wir haben einen guten und konkurrenzfähigen Kader. Weil der aber sehr dünn ist, sind Ausfälle kaum zu kompensieren. Von einem sehr guten Platz in der oberen Tabellenhälfte bis nach unten ist alles für uns drin. Das Hauptziel ist natürlich wie in den Vorjahren der Klassenerhalt“, gibt Brenn die Parole aus und fügt an. „Ich freue mich nach 25 Jahren als alleiniger und zuvor sieben Jahre als Co-Trainer auf meine letzte Saison“.

Saison startet für Tennenbronn beim Titelfavoriten

Diese wird der KSV Tennenbronn am kommenden Samstag ausgerechnet beim Titelfavoriten RG Lahr beginnen. Der 19:14 Sieg der Tennenbronner im Vorjahr dürfte aufgrund der regen Transaktionen der Gastgeber kaum als gutes Omen taugen. Zum ersten Heimkampf empfangen die Schramberger Stadtteil-Ringer am 12. September die WKG Weitenau-Wieslet, ein schon immer unangenehmer Gegner für den KSV.

Zweite Mannschaft zählt in der Bezirksliga zu den Favoriten

Nach dem Abstieg aus der Landesliga Südbaden gehört die zweite Mannschaft der Tennenbronner in der ARGE-SAB-Bezirksliga neben dem KSV Gottmadingen zu den Favoriten auf den Meistertitel. Ob Verbandsliga-Rückzieher AV Hornberg in dieses Duell eingreifen kann, wird sich herausstellen. Zum Saisonauftakt gastiert die Tennenbronner Regionalligareserve beim KSV Taisersdorf II, eine Woche später steht mit dem Heimkampf gegen den KSV Gottmadingen gleich ein Spitzenduell an. Die erste Schülermannschaft hat in der ARGE-SAB-Jugendbezirksliga mit AB Aichhalden, SV Triberg, ASV Nendingen und RG Eiche-Allensbach hochgradige Konkurrenz. Die zweite Nachwuchs-Riege startet in der Aufbauklasse Schwarzwald.