Handball Verbandsliga Männer
: HSG Rottweil bejubelt Derbysieg

Die Huber-Sieben setzt sich im ersten Heimspiel der Saison mit 30:29 gegen die TG Schömberg durch.
Von
Phil Wälde
Rottweil
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Tim Singer führte die HSG Rottweil mit 13 Toren beim 30:29-Erfolg gegen die TG Schömberg im ersten Heimspiel der neuen Saison zu den ersten Punkten.

Tim Singer führte die HSG Rottweil mit 13 Toren beim 30:29-Erfolg gegen die TG Schömberg im ersten Heimspiel der neuen Saison zu den ersten Punkten.

Wälde
  • HSG Rottweil gewinnt das Derby gegen TG Schömberg 30:29 im ersten Heimspiel.
  • Rottweil führt zur Pause 18:13 – acht Treffer in Folge und starke Abwehr prägen die Phase.
  • Schömberg gleicht beim 26:26 aus, setzt auf 7:6; am Ende entscheidet ein Krimi.
  • Tim Singer erzielt 13 Tore, Endres glänzt im Tor; letzte Szene endet mit roter Karte.
  • HSG übersteht den finalen Freiwurf in Unterzahl und holt die ersten Punkte der Saison.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

HSG Rottweil - TG Schömberg 30:29 (18:13). Die HSG Rottweil hat das erste Heimspiel der neuen Verbandsliga-Saison gewonnen. Im Derby gegen die TG Schömberg setzte sich die Mannschaft von Michael Huber nach einer dramatischen Schlussphase mit 30:29 durch und holte damit die ersten beiden Punkte der Saison. Nach einer über weite Strecken starken Leistung musste Rottweil in der zweiten Hälfte noch einmal um den Sieg bangen, blieb am Ende aber nervenstark.

Ausgeglichene Anfangsphase

Ohne die weiterhin fehlenden Rückraumspieler Nico Singer und Timo Hildebrand startete die HSG konzentriert in die Partie. Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen, nach 13 Minuten führte Rottweil knapp mit 9:8. Anschließend folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Die HSG agierte in der Abwehr äußerst aggressiv und ließ den Schömbergern kaum Möglichkeiten, sich durchzusetzen. Immer wieder liefen sich die Gäste in der offensiven Rottweiler Deckung fest.

HSG nutzt einfache Ballgewinne, um sich abzusetzen

Gleichzeitig nutzte die HSG ihre Ballgewinne konsequent aus und kam über das schnelle Umschaltspiel zu mehreren einfachen Treffern. Auch im Positionsangriff fand Rottweil immer wieder gute Lösungen. Mit acht Treffern in Folge ohne Gegentor setzte sich die HSG auf 17:9 ab. Besonders effizient zeigte sich dabei Tim Singer, der mit starken Würfen aus dem Rückraum immer wieder für Gefahr sorgte. Im Tor erwischte Christoph Endres ebenfalls einen herausragenden Tag und brachte die Schömberger Angreifer mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung. Schömberg ließ sich vom deutlichen Rückstand jedoch nicht abschütteln. Die Gäste fanden gegen Ende der ersten Hälfte wieder besser ins Spiel und verkürzten bis zur Pause auf 18:13.

Komfortabler Vorsprung zur Halbzeit

„Wir haben es geschafft, mit unserer Abwehr die Schömberger vor allem in der ersten Halbzeit zu kontrollieren. Bei teilweise acht Toren Vorsprung hat das komfortabel ausgesehen, war uns aber klar, dass Schömberg noch lange nicht geschlagen ist“, sagte HSG-Trainer Michael Huber.

Schömberg stellt nach dem Seitenwechsel um und holt auf

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rottweil zunächst spielbestimmend. Bis zur 44. Minute behauptete die HSG ihren Vorsprung und führte mit 26:21. Danach änderte sich das Bild jedoch. Schömberg setzte zunehmend auf das 7:6 und stellte die Rottweiler Abwehr damit vor neue Aufgaben. Gleichzeitig ließ die HSG in dieser Phase einige Möglichkeiten liegen und agierte defensiv nicht mehr so konsequent wie zuvor. Die Gäste nutzten ihre Chancen und kamen in der 49. Minute beim 26:26 wieder zum Ausgleich. „Schömberg ist auch gut aus der Pause gekommen und das Spiel war ausgeglichener und ging mit nur geringen Führungen hin und her“, erklärte Huber. Rottweil fand anschließend wieder bessere Lösungen gegen das 7:6 und konnte sich auch auf Endres im Tor verlassen. Dadurch blieb die HSG trotz der schwierigen Phase im Spiel.

Krimi in der Crunchtime

In der Schlussphase entwickelte sich schließlich ein echter Krimi. Rottweil legte beim 28:26 wieder zwei Tore vor, Schömberg glich jedoch erneut aus. Nach dem 28:28 brachte ein weiterer Treffer der Gäste die TG mit 29:28 in Führung. Tim Singer, der mit 13 Treffern erneut bester HSG-Torschütze war, sorgte in der 58. Minute mit seinem nächsten Rückraumtreffer für das 30:29.

Emotionen kochen hoch

Damit war die Partie jedoch noch lange nicht entschieden. Schömberg verteidigte nun äußerst offensiv, um noch einmal in Ballbesitz zu kommen. In den letzten Sekunden überschlugen sich die Ereignisse. Nach einer Unterbrechung kam es zu einer hitzigen Szene, in deren Folge David Munz und Tobias Kirschbaum jeweils die Rote Karte sahen. Die Emotionen kochten im Derby noch einmal richtig hoch.

HSG muss letzte Sekunden überstehen

Die HSG musste anschließend die letzten Sekunden in Unterzahl überstehen und sich gegen den letzten direkten Freiwurf der Schömberger behaupten. Mit nur vier Spielern im Block stellte sich Rottweil dem letzten Versuch entgegen. Der Wurf fand schließlich nicht den Weg ins Tor und landete in den Händen der HSG. Wenige Augenblicke später war der Derbysieg perfekt und in der Halle brach pure Freude aus.

„Das Ende war dann sehr verfahren und es war alles dabei, was ein Derby hergeben kann. Ob es die roten Karten waren, der letzte Wurf und der knappe Sieg“, blickte Huber auf die turbulente Schlussphase zurück. Entscheidend war letztlich, dass die HSG trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs die Nerven behielt. „Für uns absolut top, das Spiel so dezimiert gewinnen zu können. Es hätte aber auch ehrlicherweise auf beide Seiten kippen können. Am Ende haben Nuancen entschieden und in der ein oder anderen Aktion auch das nötige Glück, das wir uns erarbeitet haben.“

Wichtige Punkte gesammelt und Selbstbewusstsein getankt

Neben Tim Singer mit 13 Treffern und Patrick Müller mit sechs Toren zeigte auch Gabriel Schweizer auf der Außenposition eine starke Partie. Vor allem die aggressive Abwehr und das schnelle Umschaltspiel prägten die beste Phase der HSG. Mit dem Derbysieg hat die Mannschaft nach dem personell schwierigen Saisonauftakt nicht nur die ersten Punkte gesammelt, sondern auch Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt. „Wir haben wichtige Punkte gesammelt und Selbstbewusstsein getankt fürs nächste Spiel“, so Huber.

HSG Rottweil:  Christoph Endres, Steffen Franz - Jonas Bantle, Tim Singer (13), Patrick Müller (6), Luca Wälde (1), David Munz, Niklas Hummel, Maximilian Alf, Joshua Märkle, David Eglof (2), Iven Schlecht (1), Gabriel Schweizer (6), Maximilian Lutz (1), Manuel Franzmann.