Fußball Landesliga Staffel 3
: VfB hofft auf Ende der schwarzen Serie

Wie der VfB Bösingen den „Heimfluch“ seit 2015 gegen Angstgegner SV Nehren nach 4160 Tagen  am Sonntag beenden möchte.
Von
Holger Rohde
Bösingen
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Gegen Croatia Reutlingen reichte es für Bösingen vor heimischer Kulisse nur zu einem 0:0-Unentschieden. Gegen den SV Nehren will der VfB nun wieder Tore erzielen.

Gegen Croatia Reutlingen reichte es für Bösingen vor heimischer Kulisse nur zu einem 0:0-Unentschieden. Gegen den SV Nehren will der VfB nun wieder Tore erzielen.

Kara
  • VfB Bösingen empfängt am Sonntag um 15 Uhr den Angstgegner SV Nehren.
  • Bösingen ist seit sechs Spielen ungeschlagen und hat erst sechs Gegentore kassiert.
  • Nehren traf zuletzt formstark: 4:1 gegen SC Tuttlingen, 3:1 gegen VfL Pfullingen.
  • Historie spricht in Bösingen für den SVN – letzter Heimdreier des VfB datiert von 2015.
  • Trainer erwarten ein intensives Spiel mit offensiver Ausrichtung und torgefährlichen Akteuren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

VfB Bösingen - SV Nehren (Sonntag, 15 Uhr). Es gibt Gäste,  die man zwar grundsätzlich mag, doch man hat sie nicht gerne oft zu Besuch. So geht es seit mehr als einem Jahrzehnt den Bösingern wenn die Kicker aus Nehren  auf den Bruckäcker kommen. Lieblingsgegner wäre genau der falsche Begriff, die richtige Bezeichnung lautet im Sportmodus schon eher Angstgegner.

Intensive Partie ist zu erwarten

Wer schafft indes den Anschluss an die Top3 der Tabelle? Im Verfolgerduell Siebter gegen Achter erwartet die Fans ein Duell auf Augenhöhe. Oder doch nicht so ganz, blickt man auf die Statistik? Die letzten zwei Ausgaben verloren die Bösinger jeweils knapp mit 2:3 und 1:2. Wenn die Bösinger auf den Gast aus dem Steinlachtal treffen,  ist eines fast immer klar: „Es wird ein intensives, umkämpftes Spiel, Tore sind vorprogrammiert. Dafür sorgen alleine die beiden Teams mit offensiver Spielweise und die Trainer an der Außenlinie mit ihrer Energie“, zeigt Bösingens Spieler-Co-Trainer Torsten Müller auf.

Unterschiede in der Defensive

Und er meint dies gegenüber Peter Leopold und Pedro Keppler absolut positiv, „weil die Coaches ähnlich ticken und Feuer in die Partie tragen,  welches sich auf die Spieler überträgt. „Die Nehrener haben eine positive Truppe, es macht immer Spaß gegen sie zu spielen,  obwohl wir wissen,  wie schwer es jedes Mal war und ist“, sagt Müller.  Sportlich haben die VfB-Kicker einen Punkt mehr auf dem Konto, sind sechs Spiele ungeschlagen und haben - was im Vergleich zur Vergangenheit nicht selbstverständlich ist - erst sechs Gegentreffer kassiert. Anders die Gäste aus Nehren, bei denen Keeper Fabian Nill schon 14 Mal hinter sich greifen musste. Allerdings zeigte die Formkurve steil nach oben, es gab zwei starke Heimsiege gegen den SC Tuttlingen (4:1) und Lokalrivale VfL Pfullingen (3:1).

Gäste verfügen über viele torgefährliche Akteure

„Nehren hat eine erfahrene Mannschaft die schon länger zusammenspielt. Immer wenn sie in einer Krise zu sein scheinen und es nicht läuft, ziehen die sich da wieder heraus“, kennt Müller den SVN aus vielen Liga- und Pokalduellen der vergangenen zehn Jahre bestens. Mit Marco Binder, Marvin Steimle, Raphael Nill, Benedikt Rammeiser, Frederick Mohr oder Yannik Dorka gibt es,  ähnlich wie beim VfB,  ein halbes Dutzend torgefährlicher Akteure, die jederzeit die Partie - auch von der Bank kommend - entscheiden können. „Da wissen wir, was auf uns zukommt. Umso wichtiger war es zuletzt in Dettingen mit 5:1 wieder drei Punkte zu holen,  weil uns die vielen Unentschieden nicht wirklich nach vorne bringen.“

Heimvorteil ist nicht entscheidend

Was das Duell Bösingen - Nehren ebenfalls besonders macht: In den letzten Jahren war der Heimvorteil nicht wirklich mehr entscheidend, beide Teams holten auswärts mehr punkte gegeneinander als daheim. Die bemerkenswerte Statistik seit der Saison 2014/15 in den vergangenen zwölf Jahren in 13 Spielzeiten: Es gab 24 Ligaduelle und zwei Pokalpartien (jeweils in Bösingen). Davon gewann Bösingen zehn (acht in der Liga alleine in Nehren!). Daheim auf dem Bruckäcker gab es den letzten Dreier indes am 9. Mai 2015 mit einem 2:1. Trainer Leopold wartet also noch auf einen Heimdreier gegen Kollege Keppler. Die Nehrener wiederum haben seither bis auf eine Niederlage im WFV-Pokal (4:5 n.V. im August 2023) eine brutale Ausbeute in Bösingen: In elf Spielen (einmal Pokal) nahm der SVN sechs Siege sowie fünf Remis mit.

Zeit für Leopold, Müller und Co, diese Negativserie einzureißen und den eigenen aktuellen Erfolgslauf saisonübergeifend auf zehn Begegnungen ohne Niederlage auszubauen.