Fußball Landesliga Staffel 3: Im Derby gibt es keinen Sieger

Zur Sache ging es im Lokalderby zwischen dem SV Seedorf und VfB Bösingen, das am Ende 1:1-Unentschieden endete.
Kara- Landesliga-Derby SV Seedorf gegen VfB Bösingen endet 1:1 nach früher Turbulenz.
- 4. Minute Eigentor von Bihler zum 1:0, kurz darauf Rot für Seedorfs Holzer.
- Bösingen gleicht durch Bantle kurz vor der Pause aus – Handspiel wurde reklamiert.
- Nach der Pause hat Bösingen Großchancen, Seedorf-Keeper Bender hält den Punkt.
- Nur rund 170 Zuschauer im Regen; Bösingen bleibt saisonübergreifend zehn Spiele ungeschlagen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was für eine aufregende erste Viertelstunde im Derby auf den Eschenwiesen. Eigentor, Platzverweis und doch am Ende kein Verlierer auf dem Platz. Die Gäste bauten mit der Punkteteilung ihren Landesliga-Startrekord auf zehn ungeschlagene Begegnungen aus.
Zuschauer werden für ihr Kommen belohnt
Obwohl beide Teams eine gute Saisonspielen und in der Tabelle gut dastehen, wollten nur rund 170 Zuschauer bei Regenwetter das Derby verfolgen. Die die kamen, verpassten wie immer einen Lokalkampf mit Emotionen und einigen spielentscheidenden Aufregern - diesmal vor dem Pausenmpfiff.
Der erste Paukenschlag: Eigentor führt zum 1:0
Den ersten Paukenschlag setzten die Bösinger in der 4. Minute. Julian Bihler unterlief ein unglückliches Eigentor zum Seedorfer 1:0, als er aus rund 25 Metern vor dem eigenen Kasten seinen Schlussmann Ron Armbruster überlupfte. Damit hatte die Begegnung sofort eine neue Dynamik und Bösingens taktische Vorhaben waren über Bord geworfen. Seedorf hätte danach zweimal das 2:0 machen müssen: Tim Hauger spielte einen Freistoß auf Jannis Roth zum Kopfball. Nach Vorlage von Fabio Pfeifhofer über die rechte Seite verpasste Luis Holzer, weil er den Ball vom Fuß gespitzelt bekam.
Rote Karte bringt die nächste Wendung
Nur sieben Minuten später allerdings nahm die Begegnung die nächste Wendung. Diesmal erwischte es die Hausherren. Im Mittelfeld nahe der Mittelinie wollte Bösingens Steffen Kramer einen Ball vor dem heraneilenden Luis Holzer in der Luft klären und nach vorne schlagen. Dabei rauschte Holzer in ihn hinein, der Seedorfer erwischte ihn direkt auf dem Schlappen. Der VfB-Abwehrspieler fiel spektakulär und schmerzhaft. Aufschreihe bei den Bösingern und der Schiedsrichter zückte direkt die rote Karte. Eine harte Entscheidung. Vertretbar war der Platzverweis aber aufgrund der Zweikampfhärte in jedem Fall.
SVS muss 80 Minuten in Unterzahl überstehen
Alle Proteste halfen nichts: Mit einem Mann weniger für den SVS ging es fortan weiter mit der großen Frage: Wie verteidigt Seedorf eine 1:0-Führung die nächsten 80 Minuten und kann eventuell einen zweiten Treffer gegen selbstbewusste und formstarke Bösinger nachlegen? Und was lassen sich die VfB-Kicker mit einem Mann mehr einfallen, um die Überzahl dazu zu nutzen zurück ins Geschehen zu finden?
Bantle gleicht kurz vor der Pause aus
Der VfB ließ den Ball gut laufen und belohnte sich kurz vor dem Pausenpfiff durch Benedikt Bantle mit dem verdienten 1:1-Ausgleich. Hier reklamierten viele Fans ein Handspiel. Seedorfs Schlussmann Marcel Bender war es auch, der inzwischen im Mittelpunkt stand, vor und nach der Pause Gästeabschlüsser entschärfte und seinem Team über die Restspielzeit gesehen den einen Punkt festhalten konnte. Bösingen hatte nach der Pause dicke Chancen, Samuel Schwämmle köpfte an den Pfosten, Torsten Müller vergab mit der Hacke aus kurzer Distanz nach einem Freistoß frei vor Bender.
SV-Trainer Ingrao: „Ein verrücktes Spiel“
Seedorfs Trainer Emanuele Ingrao musste nach dem Schlusspfiff durchatmen: „Was für ein verrücktes Spiel. Wie in den letzten drei Jahren fast immer passierten da nicht normale Dinge. Das Eigentor, der sicher überharte Zweikampf bei dem der Bösinger wie bei einem Salto zurückgeschleudert wurde. Ich beschwere mich nicht über den Platzverweis. Unser 1:0 war ein Duseltor auf dem nassen Platz als der Ball da reinflutscht. Wir dann mit einem Mann weniger schon zu knabbern, zitterten uns in die Halbzeit. Allerdings haben wir es ihnen sehr schwer gemacht, hatten Chancen zum 2:0. In der zweiten Hälfte waren wir mutiger, haben gut verteidigt und uns den einen Punkt verdient gegen einen starken VfB.“
VfB-Coach Leopold: „Wir können mit den Punkt leben“
Bösingens Trainer Peter Leopold erklärte, „dass wir nach fünf Minuten alle Planspiele aus der Vorbereitung auf die Partie über den Haufen schmeißen. Fünf Minten später gab es eine für mich berechtigte Rote Karte bei einer Aktion, die heftig war. Dadurch wurde die Partie wieder komplett anders. In Überzahl haben wir es bis zur Pause brutal gut gemacht, hatten etliche gute Chancen. Das 1:1 fiel erst spät, aber wichtig, vor dem Halbzeitpfiff. In der zweiten Halbzeit ist uns das Tempo verloren gegangen. Wir hatten die besseren Möglichkeiten um den Siegtreffer zu erzielen. Der Sieg wäre aus meiner Sicht verdient gewesen. Seedorf hat allerdings alles reingeworfen und uns bei Kontern einige Male gestresst. Mit dem einen Zähler können wir allerdings trotzdem gut leben.“
SV Seedorf: Bender - Ja. Roth, Scheck, Fehrenbacher (19. Nick, 90.+2 Si. Haring), Hauger, Li. Haag, Huss (82. Mauch), Ti. Haag, Holzer, Krizman, Pfeifhofer.
VfB Bösingen: Armbruster - Botzenhart (71. Wulle), Kramer (60. Kimmich), Jochem, Kimmich, Bihler, Dobricean, Schwämmle (71. Siegel), Griesser, Schneider (85. Le. Schlosser), To. Müller, Be. Bantle (71. Ma. Schlosser).
Tore: 1:0 Bihler (Eigentor/4.), 1:1 Bantle (45.+2).
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Holzer (SVS/10.).
Schiedsrichter: Vincent Schöller (Haiterbach).
Zuschauer: 170.