Fußball Landesliga 3: Spitzenreiter besteht Prüfung

Der VfL Nagold fügt im Topspiel dem VfB Bösingen die erste Saisonniederlage zu und sicherte sich so ungeschlagen die Herbstmeisterschaft.
Kara- VfL Nagold gewann beim VfB Bösingen nach 0:1-Pause mit 4:1 und ist Herbstmeister.
- Bösingen führte durch Schwämmle kurz vor der Pause, Nagold drehte die Partie nach Wiederanpfiff.
- Torschützen Nagold: Gaiser, Gutekunst doppelt, Bürkle – Dobricean vergab Elfmeter zum möglichen 2:3.
- Trainer lobten das Topspiel; Bösingen stark vor der Pause, Nagold nachher effizient und verdient siegreich.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Was für ein Topspiel, was für ein Auftritt beider Teams und was für eine Sonderstellung des VfL Pfullingen: Der Spitzenreiter ist nicht zu bremsen! Mit einer effektiven und effizienten zweiten Halbzeit setzten die Nagolder gegen einen bärenstarken Verfolger aus Bösingen neue Maßstäbe für den weiteren Saisonverlauf.
Applaus für die VfB-Spieler trotz Niederlage
Die Bösinger Zuschauer applaudierten ihrem Team trotz der ersten Saisonniederlage, trotz der ersten Niederlage nach 15 unbesiegten Partien. Und auf Gästeseite setzte eine für diese Klasse überragend besetzte Mannschaft ihren Siegszug fort - 37 von 42 möglichen Punkten, seit 19 Begegnungen ungeschlagen. Wer soll diesen VfL am Ende stoppen?
Bösingen verdient sich 1:0-Pausenführung
Bösingen war nahe dran. Spielte eine starke erste Hälfte. War mutig und zielstrebig. Jannik Botzenhart (2.) und Kevin Hezel (9.) vergaben zu Beginn zwei dicke Möglichkeiten. Nagold brauchte rund 25 Minuten bis zum ersten Torschuss. Auf der anderen Seite waren es immer wieder Botzenhart und Hezel, die sich bei den Abschlüssen vergeblich um das Führungstor mühten. Doch der Knoten platzte verdientermaßen unmittelbar vor dem Pausenpfiff. In der Nachspielzeit zog Ben Fischer einen Eckball vor das Tor, und Samuel Schwämmle köpfte zum 1:0 ein. Nagolds Keeper Johannes Günter rutschte davor unglücklich aus.
Der Favorit schlägt mit aller Macht zurück
Nun war der Favorit gefordert und nach der Pause unter Zugzwang. Seine Reaktion und Antwort: In der 48. Minute der 1:1-Paukenschlag durch Nico Gaiser. Elias Bürkle hatte mustergültig vorbereitet und quergelegt. Die Partie hatte sofort eine neue Dynamik. Nun ging es hin und her, doch immer mehr verestärkte sich der Offensivdruck des VfL. Und binnen acht Minuten zogen die Gäste das Spiel mit zwei Toren auf ihre Seite. Und hier sollten die eingewechselten Joker Tom Gutekunst und Panagiotis Karypidis eine entscheidende Rolle spielen. Beim Nagolder 2:1 versenkte er einen präzisen Ball auf den zweiten Pfosten (69.). Das 3:1 in der 77. Minute legte Karypidis diesmal Bürkle zur Mitte auf.
Der VfB steckt nicht auf, vergibt aber Elfmeter
Die Partie war allerdings längst noch nicht entschieden. Bösingen kämpfte und hatte Chancen. Benedikt Bantle und Botzenhart (78., 81.) vergaben aus dem Spiel, die dickste Gelegenheit zum 2:3 allerdings versiebte Adi Dobricean in der 84. Minute: Nach einem Foul von Günter an Schwämmle setzte er den Strafstoß an den Innenpfosten. Kurioserweise hatte der VfB nochmals zwei Abschlüsse durch einen Hezel-Kopfball und Dobricean-Freistoß, ehe Gutekunst in der 95. Minute bei einem Konter den Deckel zum 4:1-Endstand aufsetzte.
VfB-Trainer Leopold sieht „echtes Topspiel“
Peter Leopold resümierte „ein echtes Topspiel. Kompliment an meine Jungs trotz der Niederlage. Wir waren nahe dran. Das 1:4 spiegelt sicher nicht den Spielverlauf wieder. Die Partie hat das hergebeben was die Tabelle anbot. Nagold hat am Ende verdient gewonnen. Ich ziehe den Hut, die werden am Ende Meister, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir waren in den ersten 45 Minuten die bessere Mansnchaft, hatten sechs bis acht Abschlüsse und riesen Chancen. Das 1:0 war mehr als verdient. Allerdings haben wir es nicht geschafft, unser Spiel über 90 Minuten zu dominieren, präsent zu sein. Je länger es ging, umso mehr hat sich Nagold entwickelt. Sie haben brutale Qualität, waren eiskalt bei ihren Chancen, haben die Dinger gnadenlos effektiv reingemacht. Ich denke auch, dass wenn wir den Elfmeter reinmachen zum 2:3 wird es noch einmal eine spannende Schlussphase.“
VfL-Coach Schuon: Mussten Erfolg hart erkämpfen
Gästretrainer Marcel Schuon freute sich über den wichtigen Dreier und den Fortbestand der Erfolgsserie, „den wir uns erkämpfen mussten. Und uns aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich verdient haben. Es war von beiden Mannschaften ein gutes Spiel. Nach dem Rückstand kurz vor der Pause war der schnelle Ausgleich in der zweiten Hälfte enorm wichtig, danach fanden wir immer besser ins Spiel.“
VfB Bösingen: Armbruster - Botzenhart, Bihler, Kramer (61. Kimmich), Jochem (86. Ma. Schlosser), Griesser, Schwämmle, Fischer (72. Be. Bantle), Hezel, Schneider (79. Le. Schlosser), Siegel (72. Dobricean).
VfL Nagold: Günter - Rück, Hogg, Rauser (56. Gutekunst), Halimi, Gaiser, Cinar, Wolfer (86. Fleischle), Bürkle (90.+1 Thomaidis), Rothfuß (86. Notter), Ubabuike (67. Karypidis).
Tore: 1:0 Schwämmle (45.+3), 1:1 Gaiser (48.), 1:2 Gutekunst (69.), 1:3 Bürkle (77.), 1:4 Gutekunst (90.+5).
Besonderes Vorkommnis: Dobricean (VfB) schießt Elfmeter neben das Tor (84.).
Schiedsrichter: Maximilian Hügel (SSV Reutlingen).
Zuschauer: 400.